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Nürnberg. (STM) Auch im fünften Duell in dieser Saison finden die Nürnberg Ice Tigers kein Mittel gegen die Düsseldorfer EG. Waren die vier Niederlagen... Ice Tigers mit Fehlstart in den Play-offs

Nürnbergs Trainer Tom Rowe. – © ISPFD

Nürnberg. (STM) Auch im fünften Duell in dieser Saison finden die Nürnberg Ice Tigers kein Mittel gegen die Düsseldorfer EG.

Waren die vier Niederlagen in der Vorrunde noch zu verschmerzen, könnte die heutige 2-3 Niederlage bereits das vorzeitige Ende der Nürnberger Play-off-Hoffnungen bedeuten. Nach sechzig spannenden Minuten scheiterten die Ice Tigers vor allem am schwachen Powerplay und am starken Düsseldorfer Torhüter Mirko Pantkowski. Die Nürnberger Tore erzielten Daniel Schmölz und Marko Friedrich.

Die Nürnberg Ice Tigers und die Düsseldorfer EG hatten eine ähnliche Geschichte in dieser DEL-Saison. Beide Teams verloren Leistungsträger an die Konkurrenz, beide Standorte mussten vor der Spielzeit mit einem engen Budget planen und beide wurden häufig genannt, wenn es vor dieser Saison um einen potentiellen Abstiegskandidaten ging.

Beide Teams verlebten eine nahezu sorgenfreie Saison, hatten nichts mit dem Abstieg zu tun und qualifizierten sich problemlos für die erste Play-off-Runde. In den vier Duellen in dieser Saison allerdings ging die DEG viermal als Sieger vom Eis. Für die Ice Tigers und Tom Rowe ging es darum, diesen Umstand möglichst schnell zu ändern, gerade in einer kurzen Play-off-Serie über maximal drei Spiele.

Verzichten mussten die Ice Tigers auf den gesperrten Andrew Bodnarchuk und auf Ryan Stoa, der doch nicht rechtzeitig fit wurde. Aber auch die Gäste hatten mit dem ehemaligen Nürnberger Marco Nowak und Brett Olson zwei schmerzhafte Ausfälle zu verkraften, zudem weilte Harold Kreis aus familiären Gründen in Kanada. Während die Ice Tigers am letzten Wochenende zwei Siege feiern konnten, ging die DEG zweimal als Verlierer vom Eis, dazu beide Male noch ohne eigenen Torerfolg.

Spätesten zum Ende des ersten Drittels waren aber alle Statistiken hinfällig, die DEG hatte sich sehr effektiv gezeigt und lag mit 2-0 in Führung. Zum einen, weil Kyle Cumiskey bei der frühen Führung der Gäste das nötige Glück auf seiner Seite hatte (3.), zum anderen aber auch, weil Stephen MacAulay eine Nachlässigkeit in der defensiven Zone der Ice Tigers sofort bestrafte (12.). Während Düsseldorf sofort auf Betriebstemperatur war, stotterte der Motor der Ice Tigers im ersten Drittel doch gewaltig.

„Wir waren sofort gut im Spiel, sind in Führung gegangen und haben in der Folgezeit sehr gut in Unterzahl agiert, was sehr wichtig für den weiteren Spielverlauf war“, so Thomas Dolak nach Spielschluss.

Düsseldorfs #21 Brendan O’Donnell (li.) gratulierte als erstes dem Torschützen #71 Daniel Fischbuch (re.) zum 1-3 Führungstor. – © ISPFD


Sichtlich nervös wirkte die junge Nürnberger Mannschaft, gerade nach dem frühen Rückstand wollte recht wenig gelingen, zudem blieben alleine in den ersten zwanzig Minuten drei Überzahlmöglichkeiten ungenutzt. Auch die in den Play-offs nötige Intensität fehlte über weite Strecken. Das sollte sich mit Beginn des zweiten Drittels ändern, die Ice Tigers wirkten bissiger in den Zweikämpfen und mit wesentlich mehr Zug zum Tor.

Wenig später belohnten sich die Ice Tigers. Patrick Reimer passte auf den mitgelaufenen Daniel Schmölz, von dessen Schlittschuh der Puck zum 1-2 Anschlusstreffer über die Linie ging (24.). Zum ersten Mal wurde es richtig laut in der Arena, ehe Daniel Fischbuch im direkten Gegenzug wieder für bedrückende Ruhe auf den Rängen sorgte. Im Powerplay traf der ehemalige Nürnberger aus dem Handgelenk zum 1-3 (25.).

Wieder mussten die Ice Tigers einem zwei Tore Rückstand hinterherlaufen, wieder gelang ihnen der Anschluss. Nach einem feinen Pass von Tyler Sheehy machte sich Marko Friedrich auf und davon und traf zum 2-3 (29.). Die Ice Tigers waren wieder im Spiel, wollten nachlegen, aber die DEG spielte weiter defensiv sehr solide und transportierte die knappe Führung bis weit in die Schlussphase. Zwischenzeitlich hatte Tim Fleischer die beste Chance auf den Ausgleich, als er von der Strafbank kommend alleine vor Pantkowski scheiterte (45.). „Im letzten Drittel kam viel Druck von den Ice Tigers, wir hatten erhebliche Probleme unser Tor zu verteidigen, aber Mirko Pantkowski war heute einfach unglaublich“, so Thomas Dolak.

So langsam lief den Ice Tigers die Zeit vorbei, auch weil das Powerplay auch in der so wichtigen Schlussphase weiter nicht funktionierte. Kurz vor Schluss hatte Tim Fleischer den Ausgleich auf dem Schläger, aber Pantkowski kam noch rechtzeitig mit dem Schoner an den Puck (58.). Wenig später nahm Tom Rowe seinen Torhüter vom Eis, aber trotz bester Chancen wollte der Ausgleich nicht mehr fallen.

So stehen die Ice Tigers am Donnerstag in Düsseldorf bereits mit dem Rücken zur Wand, eine weitere Niederlage würde die gute Saison der Ice Tigers bereits beenden. „Wir hatten einen schlechten Start, aber ab Mitte der Partie wurde es dann besser. Wir hatten genügend Chancen, haben auch im Powerplay den Puck gut bewegt, auch wenn wir kein Tor in Überzahl geschossen haben. Wir müssen das Spiel schnell aus den Köpfen bekommen und am Donnerstag versuchen, die Serie wieder nach Nürnberg zu holen“ so Tom Rowe.

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