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Selb. (PM) Sommerpause, Urlaubzeit, für viele die schönste Zeit des Jahres, einfach mal die Füße hochlegen und entspannen. Keine große Zeit zum ausruhen bleibt...
Wölfecoach Cory Holden - © by Eishockey-Magazin (DR)

Wölfecoach Cory Holden – © by Eishockey-Magazin (DR)

Selb. (PM) Sommerpause, Urlaubzeit, für viele die schönste Zeit des Jahres, einfach mal die Füße hochlegen und entspannen. Keine große Zeit zum ausruhen bleibt den Spielern des Oberligisten VER Selb, die sich seit Wochen im schweißtreibenden Sommertraining befinden.

Nichts soll dem Zufall überlassen werden, die Kufencracks sollen topfit in einen sicherlich kräfteraubenden, hoffentlich sehr lang andauernden Eishockeywinter starten. Gut zu tun hat auch VER Selb-Coach Cory Holden, der die Leitung des Sommertrainings hat. Der 43jährige Kanadier schloss Ende Juli mit dem praktischen Teil in Füssen erfolgreich seinen A-Trainerschein ab, letzte Woche nahm er zusammen mit seinem Sohn Ben an einem Eishockeycamp in Braunlage teil (Veranstalter war der ehemalige EFC Crack Marc Garthe). Kurz vor dem Abflug in einem Kurz-Sommerurlaub mit seiner Familie stand Trainer Cory Holden dem VER-Presseteam noch für ein Interview Rede und Antwort.

Ein gutes Sommertraining ist die Basis für eine erfolgreiche Saison. Cory, seit wann läuft das Sommertraining und geben Sie uns einen kurzen Einblick in die Trainingseinheiten.

Nach 67 Pflichtspielen brauchten die Jungs erst ein wenig Regenerationszeit, sich zu erholen und den Kopf wieder frei zu bekommen. Aber bereits gut 4 Wochen nach Saisonende starteten wir wieder langsam mit dem Training, Hauptaugenmerk auf Grundausdauer und Krafttraining, über den Sommer steigerten wir von Woche zu Woche die Intensität. Ein Großteil der Spieler ist noch nicht in Selb, aber auch diese Cracks haben einen Trainingsplan mitbekommen, den sie zu erfüllen und abzuarbeiten haben.

Hand auf Herz: Wie sind Ihre bisherigen Trainingseindrücke?

Was ich bisher gesehen und auch gehört habe, stimmt mich positiv. Die Jungs waren fleißig und arbeiteten hart. Am 25. und 26.August wird sich dann zeigen, ob alle ihre Hausaufgaben gemacht haben. Hier stehen für alle Laktattests an, zwei Tage später sind noch Lauftests und andere Krafteinheiten. Ich bin wie im letzten Jahr positiv gestimmt, auch gegenüber den Auswärtigen Spielern, die noch nicht vor Ort sind. Ein jeder Spieler ist Profi genug und weiß genau, was er machen muss, um es nicht im Winter büßen zu müssen.

Die meisten Spieler können es nicht erwarten: Wann geht es aufs Eis?

Am 01.September, da gehen wir erstmals in der Netzsch-Arena aufs Eis. Zuvor haben wir zwar noch zwei Einheiten im tschechischen Marienbad, aber diese nicht vorrangig zu Trainingszwecken, sondern vielmehr dazu, dass man sich an das Eis und insbesondere an die neue Ausrüstung gewöhnt.
Am 01.09. legen wir richtig los, Schritt für Schritt werden wir dann das Training anziehen….um in den 3-4 Wochen bis zum Saisonstart gut vorbereitet zu sein. Und bevor ich es vergesse. Unsere Fans sind natürlich herzlich willkommen zum ersten Training….
(Anmerkung: genaue Uhrzeit wird noch bekanntgegeben; voraussichtlicher Beginn: ab 18.30 Uhr)

Die Personalplanungen beim VER Selb sind nahezu abgeschlossen. Wie zufrieden sind Sie?

Ja, sehr. Wir haben eine gute Mannschaft zusammengestellt, der Großteil der Leistungsträger aus der letztjährigen Saison konnte gehalten werden. Dazu kommen viele junge Spieler, alle sind ehrgeizig und talentiert. Diese Jungs müssen sich beweisen, bringen auf jeden Fall frischen Wind ins Team.
Ziel war es, den Kader in der Breite zu verstärken. Qualität war zweifelsohne vorhanden, aber nun haben wir auch die Quantität gesteigert. Kurz um: Der Mix passt.

Der Verein ist fieberhaft auf der Suche nach einem Verteidiger für den nach Dresden abgewanderten Travis Martell. Wie ist hier der Stand?

Ja, uns fehlt nur noch ein Puzzleteil im Team. Leider gibt es noch nichts Neues. Wir stehen mit zahlreichen Kandidaten im Gespräch, es wird eifrig telefoniert. Geduld ist angesagt, bis wir den Kandidat haben, der zu uns passt. Ich bin optimistisch, dass wir noch fündig werden. Siehe letzte Serie, als wir kurz vor Saisonstart mit Tom Fiedler und Travis Martell noch zwei sehr gute Typen bekamen. Hoffen wir auf einen ähnlichen Glücksgriff….

3 Torhüter, 8 Verteidiger, 14 Stürmer – so die aktuelle Kaderstärke. Die Vorstandschaft hat frühzeitig die Order ausgegeben mit 4 Blöcken zu spielen. Wie stehen Sie persönlich dem gegenüber?

Grundsätzlich finde ich dies gut. Die Endrunde war für uns mit ausschlaggebend, dass wir uns entschlossen haben, noch junge Spieler zu holen, um mit vier Blöcken agieren zu können.
Ich sehe es positiv, dadurch wird auch der Konkurrenzkampf im Team immer wieder neu entfacht, jeder muss sich im Training aufs neue beweisen….folglich wird auch die Trainingsqualität und die Intensität gesteigert. Wir wollen und werden es umsetzen….

Unabhängig der 6 Neuzugänge – der Stamm des Teams blieb unverändert – die Mannschaft weitestgehend eingespielt. Ein Vorteil aus Ihrer Sicht?

Ja, auf jeden Fall….die Spieler sind eingespielt, kennen sich und die Taktik, das System. Für mich ist es auch leichter, wir können voll ins Training einsteigen…und werden zu aller erst schnell die Neuen integrieren.

Der VER wird als amtierender Meister von der Konkurrenz gejagt, aber Letztere schläft bekanntlich nicht und rüstet gewaltig auf. Nach aktuellem Stand – wie schätzen Sie die Oberliga Süd in der kommenden Saison ein?

Die Liga ist nochmals stärker geworden. Von der Papierform her haben sich alle Mannschaften verstärkt, manche mehr, manche weniger. Mit Sonthofen ist ein starker Aufsteiger mit gutem Spielermaterial dabei. Es ist noch zu früh Prognosen für mögliche Favoriten abzugeben, aber ich gehe einmal davon aus, dass die letztjährigen Topteams auch in diesem Winter wieder vorne mit dabei sind….wir hoffentlich natürlich auch. Nach einer Spitzengruppe wird es eng zusammengehen, noch enger als vergangene Saison. Erwähnenswert Deggendorf. Die haben viel und gut eingekauft…lassen wir uns überraschen.
Unabhängig unserer Konkurrenz: Wir brauchen uns nicht verstecken. Wir haben in der letzten Serie bewiesen, wir können oben mitspielen und das ist auch heuer unser Ziel.

Die Erwartungshaltung in Selb ist nach dieser Traumsaison – die erfolglose Aufstiegsrunde zur DEL 2 einmal ausgenommen – enorm hoch. Wie geht man mit diesem Druck um?

Ich persönlich finde den Druck nicht belastend, Druck gibt es überall, ob im Sport oder im Berufsleben. Wesentlich schlimmer und gefährlicher aus meiner Sicht ist, wenn nach erfolgreichen Jahren plötzlich Zufriedenheit einkehrt. Mir gefällt die hohe Erwartungshaltung….

Abschließend: Wie lautet Ihre persönliche sportliche Zielsetzung für die Saison 2014/2015?

Es ist noch zu früh, wir sind noch nicht einmal auf dem Eis gewesen-…aber mein großes Ziel ist ein Platz unter den ersten Vier. Nach der Vorbereitung werden wir uns mit dem Team zusammensetzen und Mannschaftsziele definieren, die sicherlich ähnlich lautend sein werden.
Unabhängig: wir wollen vorne wieder mit dabei sein, was aber nicht leicht werden wird….die Liga ist stärker geworden.

Cory, vielen herzlichen Dank für das Interview und einen schönen Urlaub.

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