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Köln. (MR) Ohne ihren Antreiber Jan Urbas (corona-bedingter Ausfall) fehlte dem „Karawanken-Express“, wie die Reihe der Slowenischen Nationalspieler im Team der Fischtown Pinguins gerne... Kölner Haie stoppen den Karawanken-Express
Sebastian Uvira setzt sich gegen Dominik Uher durch – © Sportfoto-Sale (DR)

Sebastian Uvira setzt sich gegen Dominik Uher durch – © Sportfoto-Sale (DR)

Köln. (MR) Ohne ihren Antreiber Jan Urbas (corona-bedingter Ausfall) fehlte dem „Karawanken-Express“, wie die Reihe der Slowenischen Nationalspieler im Team der Fischtown Pinguins gerne genannt wird, etwas die Durchschlagskraft; nach einem drei-Tore-Rückstand konnte Bremerhaven das Spiel bei den Kölner Haien nicht mehr umbiegen.

Der Karnevals-Freitag ist für Kölner Verhältnisse ein ungewohnter Tag für ein Heimspiel, doch in dieser komischen Zeit sind komische Spieltage ja ein normales Bild. Es entwickelte sich in der Lanxess Arena ein zügiges und laufintensives Spiel mit zunächst leichten Vorteilen für die Hausherren. Deren Devise war, von der Strafbank weg zu bleiben, um nicht Opfer des extrem effektiven Powerplays der Nordseestädter zu werden. Die erste Strafe traf auch die Pinguins, doch auch hier zeigten die Gäste ihre Qualitäten und ließen die Haie kaum ins Angriffsdrittel, sodass ein einziger Torschuss aus dieser Überzahl heraussprang. Als später mit Ugbekile der erste Hai in die Kühlbox musste, konnten die Gastgeber sich erst spät befreien, aber auch den Einschlag verhindern. Auch wenn Köln mit einem Pfostentreffer dem ersten Tor zumindest räumlich näher war, ging es torlos unentschieden in die erste Pause. Der zweite Durchgang begann, wie der erste geendet hatte: mit druckvollen Pinguins. Als dann Uvira auf die Strafbank musste, konnte Ferraro einen Konter im Nachsetzen zur erstmaligen Kölner Führung nutzen (25.). Dieser Treffer hat den Kölner sichtlich gutgetan, denn sie bekamen jetzt Oberwasser und konnten sich nunmehr öfter und für längere Zeit im Angriffsdrittel festsetzen. Hier zogen sie teilweise ein regelrechtes Powerplay auf, bei fünf gegen fünf. Zwei Minuten nach dem 1:0 nutzte Matsumoto am Pfosten stehend den Bandenrückpraller und baute die Führung aus. Zwischendurch eine gute Stafette der Gäste bis ins Drittel, allein McGinn scheiterte an Pogge im Tor. Und wieder ein schneller Konter, diesmal trug Dumont das Spielgerät ins Angriffsdrittel. Wo er noch scheiterte, konnte Sill den Rebound gewinnbringend zum 3:0 verwerten (30.). Als die Domstädter nach dem Powerbreak eine Überzahl bekamen, klappte das Powerplay auf einmal wieder nicht, im Gegenteil, auch die Pinguins konnten einen Unterzahlkonter am Goalie vorbeimogeln (Andersen, 37.).

Haie arbeiten Führung über die Ziellinie

Vor der Begegnung hatten Matsumoto und sein Coach Uwe Krupp unisono die „mannschaftliche Geschlossenheit“ beschworen und gefordert. Diese war im Schlussabschnitt mehr denn je von Nöten, wollten die Haie den Vorsprung und damit den Sieg nach Hause bringen. Die Pinguins gaben das Spiel noch lange nicht verloren und kämpften verbissen um jeden Puck und jeden Zentimeter Eis. Nachdem McGinn der Anschlusstreffer gelungen war (43.) – hier hatte der Schoner von Pogge mitgeholfen, hatten die Gäste die berühmte zweite Luft. Sie schnürten die Rheinländer über weite Strecken regelrecht im Drittel ein, dass es nur wenige Entlastungsangriffe gab. Vielmehr verteidigte Köln mit allem, was möglich war, und musste schnell wechseln, sobald die Scheibe mal das Verteidigungsdrittel verließ. Einmal wurde der Puck regelrecht von der Linie gekratzt, was das Schiedsrichtergespann nochmals in der Zeitlupe begutachten musste. In der Schlussoffensive konnte Bremerhavens Coach Thomas Popiesch erst spät den Goalie ziehen, nachdem die letzte Strafe abgesessen war. Es brachte aber keine Ergebnisänderung, sodass die Pinguins knapp mit 3:2 unterlagen und die Punkte am Rhein blieben.

Es spielten:
KEC: Justin Pogge – Maurice Edwards, Colin Ugbekile; Jan-Luca Sennhenn, Moritz Müller; Dominik Tiffels, Kevin Gagné – Landon Ferraro, Zach Sill, Lucas Dumont; Marcel Müller, James Sheppard, Freddie Tiffels; Jason Akeson, Jon Matsumoto, Marcel Barinka; Sebastian Uvira, Michael Zalewski, Mick Köhler, Julian Chrobot
REV: Tomas Pöpperle – Patch Alber, Stanislav Dietz; Vladimir Eminger, Michael Moore; Maxime Fortunus, Anders Krogsgaard; Simon Stowasser – Miha Verlic, Ziga Jeglic, Tye McGinn; Niklas Andersen, Alexander Friesen, Mitch Wahl; Tomas Sykora, Cory Quirk, Dominik Uher; Filip Reisnecker, Carson McMillan, Christian Hilbrich
Die Tore erzielten:
1:0 (24:24) Ferraro (Sill, Gagné) SH1
2:0 (27:26) Matsumoto (Sennhenn, Akeson)
3:0 (29:31) Sill (Edwards, Dumont)
3:1 (36:35) Andersen (Uher) SH1
3:2 (43:00) Jeglic (Alber)

Schiedsrichter: Marc Iwert, Gordon Schukies (Denis Kyei-Nimako, Joep Leermakers)
Strafen: KEC – 6, BHV – 8

Michaela-Ross

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