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Grefrath. (PM GEG) Die vergangene Saison liegt noch nicht all zu lange zurück, da ist bei der Grefrather EG bereits die erste wichtige Personalentscheidung... Headcoach Joschua Schmitz verlässt die Grefrather EG

Joschua Schmitz – © D. Krämer / GEG Media

Grefrath. (PM GEG) Die vergangene Saison liegt noch nicht all zu lange zurück, da ist bei der Grefrather EG bereits die erste wichtige Personalentscheidung gefallen.

Demnach stehen bei den Blau-Gelben wohl einige Zeichen auf Veränderung. Headcoach und Sportlicher Leiter in Personalunion Joschua Schmitz wird die GEG verlassen und künftig als hauptamtlicher Trainer im Nachwuchsbereich eines höherklassigen Eishockeyvereins tätig sein.

Aus Sicht des Vereins ist der nun feststehende Abschied von Joschua Schmitz wohl so etwas wie die andere, die sprichwörtliche B-Seite des Erfolgs, welche somit zur Herausforderung für den Niers-Club wird. Der gerade einmal 21-jährige B-Lizenz-Inhaber hatte zum Ende der Saison 2021/22 in einer sportlich sehr schwierigen Situation das Traineramt beim Landesligisten Grefrath Phoenix übernommen und der nicht gerade erfolgsverwöhnten Mannschaft viele neue und offenbar wertvolle Impulse gegeben. In der vergangenen Spielzeit führte Schmitz die Blau-Gelben bei 15 Siegen in 19 Spielen zu Platz 2 der Landesliga-Hauptrunde und bis ins Halbfinale der anschließenden Playoffs. Auch am deutlichen sportlichen Aufwärtstrend im Nachwuchsbereich und dem Erfolg der neu gegründeten Damen-Mannschaft hatte Joschua Schmitz in seiner Rolle als Sportlicher Leiter bzw. Trainer großen Anteil. Insgesamt stehen für die Blau-Gelben in der zurückliegenden Saison drei Meisterschaften, ein deutlicher Mitgliederzuwachs sowie ein qualitativ stark ausgebautes Trainings-Angebot zu Buche, so weit, wie es die Gegebenheiten am nicht immer einfachen Eishockey-Standort Grefrath bis dato eben zuließen.

Die Eishockey-Szene ist klein und gut vernetzt und so verwundert es wenig, dass der sportliche Erfolg, wohl aber auch das außergewöhnliche Engagement des jungen Trainers und sportlichen Leiters bei anderen Clubs nicht unbemerkt geblieben ist und entsprechende Job-Angebote nicht auf sich warten ließen. Ein solches gab es auch von der Grefrather EG, welche nur zu gerne mit Joschua Schmitz verlängert und die erfolgreiche Zusammenarbeit mit ihm fortgesetzt hätte.

Nun hat sich Schmitz jedoch entschieden, sein Engagement beim Phoenix nicht fortzuführen und stattdessen eine neue Herausforderung als hauptamtlicher Trainer im Nachwuchsbereich eines höherklassigen Eishockeyvereins anzunehmen.

„Ich habe mir die Entscheidung die GEG zu verlassen alles andere als leicht gemacht, zumal ich selbst Grefrather bin, bislang immer nur in Grefrath gespielt und gecoacht habe und mich absolut verbunden fühle mit diesem Standort. Als junger Trainer ist es gleichzeitig mein Wunsch, den Eishockeysport zu meinem Beruf zu machen. Nun bekomme ich an anderer Stelle die Möglichkeit dazu. Zudem ist es für mich wichtig, jetzt den nächsten Schritt zu gehen und gleichzeitig weitere wichtige Erfahrungen zu sammeln“.

GEG-Vereinsvize Christof Hackstein bedauert Schmitz’ Entscheidung, kann dessen Beweggründe jedoch durchaus nachvollziehen: „Dass Joschua den Verein verlässt, bedauern wir nach einer so tollen Saison natürlich sehr. Dies ist sehr schade und für den Verein angesichts seines enormen geleisteten Engagements erst einmal ein großer Verlust. Joschua hat entscheidenden Anteil an der Rückkehr des Erfolgs und an der Weiterentwicklung des Standorts Grefrath. Wir müssen seinen Wunsch, hauptberuflich als Trainer zu arbeiten aber respektieren. Aus seiner Perspektive ist es der absolut richtige Schritt. Es wäre ganz sicher nicht fair, ihm jetzt Steine in den Weg zu legen. Wir danken Joschua sehr für sein außerordentlich großes Engagement für die GEG und sind uns sicher, dass er auch andernorts erfolgreich sein wird. Bei uns wird er auch in Zukunft immer herzlich willkommen sein“.

So ganz weg sein, wird Schmitz jedoch nicht und dem Verein weiterhin in beratender Funktion zur Seite stehen, lässt dieser selbst wissen. „Ganz sicher wird man mich auch immer wieder mal in der Eishalle antreffen“, verspricht Schmitz, der künftig jedoch nicht mehr in der Rolle als Trainer hinter der Bande stehen wird.

Die wichtigen Entscheidungen, wer stattdessen die Verantwortung als Sportliche Leitung im Verein und als Trainer für die erste Mannschaft übernehmen wird, sollen bereits zeitnah getroffen werden. „Im Moment stellen wir unser Trainer-Team für die kommende Saison zusammen und hoffen, schon in den nächsten Tagen erste Ergebnisse präsentieren zu können“, so Christof Hackstein. Spätestens Anfang Mai, wenn die Ligentagung stattfindet und die Saison-Planungen etwas konkreter werden, soll bei der Grefrather EG die „Mannschaft hinter den Mannschaften“ stehen.

Mit dem Saisonabschlussfest am kommenden Dienstag, 30. April ab 16:00 Uhr mit buntem Rahmen-Programm für Groß und Klein, für Vereinsmitglieder, Fans und Interessierte endet die Saison 2023/24 und markiert gleichzeitig den Startpunkt für die neue Spielzeit, wenn auch dann mit der einen oder anderen personellen Veränderung.




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