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EVR feiert den Halbfinaleinzug in Leipzig

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EV Regensburg
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EV RegensburgRegensburg. (PM) Nur kurz wankte der EV Regensburg am Ostermontag in Taucha. Am Ende gab es aber einen deutlichen 8:2-Sieg und das Erreichen der Runde der letzten vier Teams. 

 

Von über 250 mitgereisten Gästefans unterstützt waren die Oberpfälzer Kufencracks hoch motiviert, um kein fünftes Spiel im Viertelfinale zuzulassen. Dabei war weiterhin der verletzte Barry Noe nicht mit dabei, dafür erneut Xaver Tippmann. Bei den Hausherren kehrte Damian Martin zurück, dafür musste Routinier Esbjörn Hofverberg mit zwei gebrochenen Rippen passen. Erneut waren es in der Endabrechnung nur vierzehn Feldspieler bei den Sachsen, die somit auf dem Zahnfleisch daher kamen.

 

Schon in den Anfangsminuten war zu erkennen, dass Regensburg aus dem ersten Spiel im Eiszelt gelernt hat. Die Domstädter marschierten mit großen Schritten auf das von Sebastian Staudt gehütete Icefighters-Tor. So hagelte es massig Schüsse und ab der 7. Spielminute auch viele Strafzeiten für die Leipziger Gastgeber. Hauptschiedsrichter Hoppe, der eine souveräne Leistung bot, ahndete jedes Foul der Sachsen, natürlich zum Unmut des heimischen Anhangs. Die 1.795 Zuschauer sahen gutes EVR-Powerplay, aber ohne Torerfolg. Als Leipzig endlich wieder in voller Stärke agieren konnte, schlug Regensburg aber doch zu. Benedikt Böhm setzte zum Solo an und traf gekonnt in der 14. Spielminute zum 1:0 aus EVR-Sicht. Nur 67 Sekunden später jubelten erneut die bayerischen Akteure. Diesmal fing Trew die Scheibe ab, spielte mit Gajovsky einen Doppelpass und wurde von Letztgenanntem mustergültig zum problemlosen 2:0 bedient (15.). Mit diesem Ergebnis trennten sich beide Kontrahenten zum ersten Pausentee, doch davor kassierte noch Youngster Xaver Tippmann eine berechtigte Spieldauerstrafe nach einem Kniecheck an Leipzig-Kapitän Eichelkraut.

 

Sven Gerike musste sich etwas einfallen lassen, denn das fünfminütige Überzahl konnte vor der ersten Sirene nicht ausgenutzt werden. Es waren aber noch 01:44 Minuten Zeit, um die Statistik zu verbessern und tatsächlich gelang das auch. Jener Eichelkraut, der wieder auf dem Eis war, traf per Nachschuss zum 1:2 (22.). Danach stand das Geschehen plötzlich wieder auf Spitz und Knopf und der EVR erlaubte sich erneut einen kleinen Durchhänger, welcher aber nicht so schlimm war, wie noch im ersten Spiel in Taucha. Die Icefighters trafen aber dennoch zum Ausgleich und zwar in Person von Denis Fominych, der in Minute 29 einen Schuss von Jari Neugebauer unhaltbar für Regensburgs Keeper Brenner zum 2:2 abfälschen konnte. Es dauerte aber keine zwei Minuten, da startete die Show der Gäste, die für die endgültige Serienentscheidung sorgte. Vitali Stähle traf nach tollem Zuspiel von Yannick Drews in der 31. Spielminute zunächst zum 3:2 für den Gast. Nur achtzehn Sekunden später erhöhte Kapitän Billy Trew auf 4:2. Weiter ging es dann in der 32. Spielminute, als Verteidiger Kevin Schmitt mit einem Gewaltschuss auf 5:2 erhöhen konnte. Damit war auch der Arbeitstag für Sebastian Staudt im IFL-Tor beendet, der von Erik Reukauf ab sofort vertreten wurde. Auch dieser konnte die weiteren Einschläge nicht verhindern. Wie aus dem Lehrbuch wurde der Backup im Tic-Tac-Toe-Modus ausgespielt und am Ende von Jeff Smith zum 6:2 in der 33. Spielminute überwunden. Nikola Gajovsky traf dann noch in der 37. Spielminute zum 7:2-Pausenstand.

 

Somit stand schon vor dem letzten Abschnitt fest, dass Leipzig in die Sommerpause und Regensburg ins Halbfinale einziehen wird. Dementsprechend war auch die Luft und das Tempo auf der nach wie vor klitschnassen Eisfläche raus. Was war mit der Eisfläche? Die Bedingungen waren am Montag wahrlich nicht die Besten, da in Leipzig die Sonne schien und auf das Zeltdach traf, welches das kühle Nass doch sichtbar strapazierte. Das Wasser der Eismaschine wollte gar nicht anfrieren, sodass das Spielfeld sehr “tief“ war und der Kräfteverschleiß dementsprechend höher. Doch das interessierte am Ende keinen der Akteure mehr. Den Schlusspunkt setzte Lukas Heger in Spielminute 48 mit einem sehenswerten Solo, bei dem er auch noch Reukauf im Leipziger Gehäuse eiskalt zum 8:2 aussteigen lies. Die letzten Minuten wurden danach noch runtergespielt, beide Fanlager feierten ihre Teams und vor allem im EVR-Block wurde ein Bierzelt-Hit nach dem anderen gesungen.

 

Nun steigt ab kommenden Freitag für den EV Regensburg das Halbfinale und das hat es in sich. Der Gegner wird am Mittwoch in Spiel fünf der Serie Bayreuth – Halle ermittelt und somit wartet ein echter Härtetest auf die Irwin-Schützlinge. Das Halbfinale ist von immenser Wichtigkeit, nicht nur um ins Finale einzuziehen, sondern es geht auch hier schon ziemlich sicher um den Aufstieg in die DEL2. Da Tilburg gegen Peiting spielt und die Niederländer nicht aufsteigen dürfen und Peiting erst gar nicht die Bürgschaft für die zweithöchste deutsche Spielklasse hinterlegt hat, steigt wohl ziemlich sicher der Gewinner aus der Serie mit EVR-Beteiligung auf. Hierfür wird der Finaleinzug Tilburgs benötigt. Peiting werden außerdem nicht allzu viel Chancen gegen Tilburg eingeräumt, sodass diese Konstellation sehr realistisch ist. Dementsprechend wichtig wird auch die Unterstützung der Zuschauer in der Domstadt ab Freitag sein, denn gemeinsam kann der nächste Schritt gemacht werden.

 

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