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München. (JR) Für die Spieler der Jahrgänge 2003 und 2004 geht es in dieser Saison auch darum, sich für die U20-WM 2022 in Kanada... Die U 20-Nationalmannschaft auf dem Weg zur WM 2022 in Kanada – welche Spieler kommen in Frage und wo spielen sie in der Saison 2022/2023?

Julian Lutz von Red Bull – © Red Bull München / City-Press

München. (JR) Für die Spieler der Jahrgänge 2003 und 2004 geht es in dieser Saison auch darum, sich für die U20-WM 2022 in Kanada zu empfehlen.

Wir haben versucht, die Kandidaten für diesen Kader ein wenig genauer zu betrachten. Wer sind diese Spieler und bei welchen Clubs kommen sie in dieser Saison zum Einsatz?

Tor: Nikita Quapp steht bei den Eisbären Berlin unter Vertrag und wird in dieser Saison wohl überwiegend bei den Lausitzer Füchsen in der DEL2 spielen. Im letzten Jahr noch die Nr. 2, dürfte er die Nummer eins bei der anstehenden WM sein. Leider hat er sich zu Saisonbeginn verletzt, sodass man abwarten muss, wie schnell er wieder gesund wird.
Simon Wolf, Torhüter des Jahrgangs 2004, dürfte der größte Konkurrent von Nikita Quapp sein. Der gebürtige Nürnberger wird in der laufenden Saison für die Red Bull Hockey Juniors in der Alps Hockey League spielen. Leider hat auch er sich in der Vorbereitung verletzt, Ausfallzeit offen.
Mit Philipp Dietl vom EV Landshut und Matthias Bittner von den Krefeld Pinguinen stehen zwei weitere Goalies des Jahrgangs 2004 zur Verfügung. Beide können schon Einsatzzeiten bei den Profiteams vorweisen und haben dort ihr Können spektakulär nachgewiesen.
Als zweiter Goalie des Jahrgangs 2003 kommt Luca Ganz in Frage. In den vergangenen Spielzeiten spielte er für die Jungadler Mannheim, versucht aber nun sein Glück in Nordamerika in der NAHL bei den Amarillo Wranglers. Sollte sich nicht noch ein anderer Torhüter mit überragenden Leistungen in den Vordergrund spielen, müssten die drei Plätze unter diesen fünf Spielern ausgemacht werden.

Verteidigung: Vom Kader der letzten WM weiterhin spielberechtigt sind Adrian Klein (Straubing Tigers), Leon van der Linde (ESV Kaufbeuren) und Nils Elten (Iserlohn Roosters/Herner EV). Weitere Kandidaten des Jahrgangs 2003 dürften Maxim Rausch (Iserlohn Roosters), Malte Krenzlin (Heilbronner Falken), Sandro Mayr (Krefeld Pinguine), Kai Zernikel (Schwenninger Wild Wings), Julian Wäser (Lausitzer Füchse), Niklas Hane und Michael Gottwald (beide Herner EV), Markus Freis (Löwen Frankfurt) und Sten Fischer (Red Bull Hockey Juniors) sein. Aus dem Jahrgang 2004 dürften wohl vor allem Rayan Bettahar (Swift Current Broncos/WHL) und Leo Hafenrichter (EC Bad Nauheim) in Frage kommen. Bei der vergangenen WM waren Luca Münzenberger, Maksymilian Szuber und Maximilian Glötzl herausragende Verteidiger. Leider ist zu befürchten, dass die Jahrgänge 2003 und 2004 keinen Verteidiger dieser Leistungsstärke stellen können. Eventuell werden auch die beiden 2005er-Verteidiger Edwin Tropmann (Kölner EC) und Paul Mayer (Jungadler Mannheim) auf dem Notizzettel von Bundestrainer Tobias Abstreiter stehen. Einsatzzeit in der DEL wird wohl nur Adrian Klein bei den Straubing Tigers erhalten und bei der WM wohl als Verteidiger Nr. 1 gelten. Doch auch bei ihm ist die zu erwartende Eiszeit aufgrund der Konkurrenz bei den Tigers zu gering, um diese Rolle mit Selbstsicherheit ausfüllen zu können. Da die anderen Spieler überwiegend DEL2 oder Oberliga spielen werden, muss man damit rechnen, dass es auf U 20-Weltniveau enorm schwer werden wird. Man muss darauf hoffen, dass der ein oder andere Spieler über sich hinauswachsen wird und sich im Laufe der Saison enorm weiterentwickelt. Hoffnungsträger dafür sind sicherlich auch die beiden 2004er Verteidiger Bettahar und Hafenrichter.

Nils Elten – © Sportfoto-Sale (JB)


Angriff: Bei der vergangenen Sommer-WM hatten aus dem Jahrgang 2003 vor allem Haakon Hänelt (Gatineau Olympiques/QMJHL), Bennet Roßmy (Eisbären Berlin) und Yannick Proske (Iserlohn Roosters) überzeugt. Diese drei könnten die erste Sturmreihe bilden. Bereits bei der letztjährigen WM dabei waren auch Nikolaus und Thomas Heigl (Red Bull Hockey Juniors), sowie Ryan Del Monte (Barrie Colts/OHL). Aus dem Jahrgang 2003 dürften sich weiterhin Robin van Calster, Kevin Niedenz, Pascal Steck, Justin Büsing (alle Kölner Haie/EC Bad Nauheim), Sebastian Cimmermann (EHC Red Bull München), Connor Korte (HC Davos), Roman Zap (Amarillo Wranglers/NAHL), Philipp Feist (Schwenninger Wild Wings), Maximilian Heim, Kevin Handschuh (beide Eisbären Berlin/Lausitzer Füchse) und Quirin Bader (Red Bull Hockey Juniors) Chancen auf eine Teilnahme ausrechnen. Mit Julian Lutz (EHC Red Bull München) wird ganz bestimmt ein Stürmer des Jahrgangs 2004 dabei sein. Der Zweitrundendraftpick der Arizona Coyotes dürfte zu den interessantesten Spielern im deutschen Kader gehören. Mit dem gebürtigen Krefelder Luca Hauf (Edmonton Oil Kings/WHL) war bereits ein Stürmer des Jahrgangs 2004 bei der vergangenen WM dabei. Mit Roman Kechter (Nürnberg Ice Tigers), Eric Hördler (Eisbären Berlin/Lausitzer Füchse), Veit Oswald und Philipp Krening (beide EHC Red Bull München), sowie Moritz Elias (Adler Mannheim/Heilbronner Falken) gibt es noch weitere Spieler des Jahrgangs 2004, die für den WM-Kader in Frage kommen. Leider entwickelten sich gerade die Spieler des Jahrgangs 2004 in den vergangenen Jahren nicht so wie erhofft. Viele Verletzungen und Wechsel der Clubs gaben den Spielern keine Sicherheit. Wünschenswert wäre, dass die Spieler in der kommenden Saison gesund bleiben und sich damit auch für den WM-Kader 2022 empfehlen können.

Einschätzung vor Beginn der Saison 2022/2023: Im Tor ist man gut aufgestellt, im Angriff gibt es ebenfalls viele interessante Spieler. Ein großes Fragezeichen dürfte hinter der Verteidigung stehen. Können die altersbedingten Abgänge aufgefangen werden und bekommen die Spieler die entsprechende Eiszeit in den Vereinen, um sich weiterentwickeln zu können? Leider muss man da auch die DEL in die Kritik nehmen. Die Einsatzzeiten und das Vertrauen in junge deutscher Spieler, vor allem in Verteidiger, ist nicht ausreichend vorhanden und die interne Konkurrenz in den Vereinen zu groß. Verändern können dies nur die Clubs der DEL selbst, in dem sie die Anzahl der Kontingentstellen senken und jungen Spielern mehr Vertrauen schenken. Internationale Erfolge sind wichtig, auch im U-Bereich, mit den derzeitigen Strukturen aber wohl nur in Ausnahmefällen möglich. Aber vielleicht kann ja die neu gegründete Kommission für Nachhaltigkeit an diesen Regelungen etwas verändern und die Clubs zum Umdenken bringen. (Jörg Reich)

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