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Iserlohn. (MK) Die DEL Saison 20/21 ist in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich. Spiele an einem Montagabend gehören für die Iserlohn Roosters in ihrer fast 21-... Derbytage gegen die Haie: Roosters geben in fast letzter Sekunde noch einen Punkt ab – So plant Headcoach Jason O´Leary das Rückspiel am Mittwoch

Andreas Jenike – © Sportfoto-Sale (JB)

Iserlohn. (MK) Die DEL Saison 20/21 ist in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich. Spiele an einem Montagabend gehören für die Iserlohn Roosters in ihrer fast 21- jährigen DEL-Historie zumindest in die Kategorie Seltenheit.

In dieser Corona-Spielzeit ist der Montag allerdings häufiger an der Tagesordnung. Das Duell in Köln konnten die Sauerländer nach einer dramatischen Schlussphase am Ende im Penaltyschießen mit 3:4 für sich entscheiden.

Roosters lassen in einer krassen Schlussphase einen Punkt liegen

Nach dem torlosen Anfangsdrittel besorgte Whitney nur 13 Sekunden nach Wiederbeginn den Iserlohner Führungstreffer. Sein Schuss wurde von Kölns Dominik Tiffels entscheidend abgefälscht. Köln glich in der 24. Minute durch Sheppards Beinschuss zum 1:1 aus. Die Kölner Freude hielt aber nicht lange. 42 Sekunden später gelang Jentzsch mit seinem ersten DEL-Treffer die erneute Iserlohner Führung zum 1:2. Im Schlussdrittel erhöhten die Haie den Druck, aber Aubins platzierter Schuss zum 1:3 (51.) schien in diesem spannenden Derby schon die Vorentscheidung zu sein. Lautenschlager verpasste mit einem vergebenen Penalty (53.) vielleicht sogar die endgültige Entscheidung. Köln versuchte in Überzahl (56.) mit der frühzeitigen Herausnahme von Keeper Weitzmann für einen sechsten Feldspieler noch einmal das Ruder herumzureißen. Mit Erfolg, denn Mo Müller traf 67 Sekunden vor dem Ende zum 2:3 Anschlusstreffer und 6,8 Sekunden vor dem Ende war Namensvetter Marcel Müller zum 3:3 zur Stelle. Für die Roosters eine ganz bittere Schlussphase gegen Haie, die zumindest eine riesige Moral zeigten. Allerdings war der Sieger auch in der Overtime noch nicht gefunden. Im anschließenden Penaltyschießen verwandelte zunächst Sheppard (nach Videobeweis!) für die Haie. Iserlohn war damit heftig unter Druck, zog aber durch zwei sehr stark verwandelte Penaltys von Grenier und Jentzsch doch noch zwei Punkte an Land.

Stimmen zum Spiel

Iserlohns Torhüter Andreas Jenike war bei MagentaSport nach dem aufreibenden, erfolgreichen Spiel dennoch etwas zerknirscht: „Wir haben uns viel vorgenommen, dass wir gut starten. In den letzten Sekunden müssen wir einfach die Scheibe tief bringen, das Spiel zu Ende bringen. Das haben wir nicht geschafft und haben dann da absolut überflüssig den Ausgleich bekommen, ohne Köln von der Leistung etwas abschreiben zu wollen. Gut, wir haben den Extra-Punkt geholt. Auch wenn es etwas frustrierend ist, weil die 3 Punkte hätten holen müssen….. Gerade ärgern wir uns. Weil: das ist Quatsch da, 6 Sekunden vor dem Ende!“

Kölns Moritz Müller erklärte bei MagentaSport: „Unter den Umständen nehmen wir den Punkt gerne mit. Erstens muss man sagen, dass wir auf eine sehr gute Mannschaft getroffen sind. Wir haben uns zunächst schwer getan vorne. Uns hat so in bisschen die Leichtigkeit gefehlt, Chancen zu entwickeln. Je länger das Spiel gedauert hat, desto besser sind wir geworden.“ In 2 Tagen treffen beide Teams erneut aufeinander, was nimmt Müller mit für dieses Duell? „Wir waren zu verkrampft anfangs. Vor allem unsere Forechecker müssen mehr Druck machen, dass wir´s schaffen, das Spiel von Iserlohn in deren Drittel zu unterbrechen.“

Einsatz von Jens Baxmann noch nicht sicher

Keine 45 Stunden nach Spielende werden sich die beiden Teams am Mittwochabend in Iserlohn erneut gegenüberstehen. Die verletzten Hoeffel (Reha), O´Connor (Fällt nach OP noch mindestens sechs Wochen aus) werden auch dann den Roosters nicht zur Verfügung stehen. Ein Fragezeichen steht noch hinter Verteidigerroutinier Jens Baxmann. Kapitän Torsten Ankert, der an seiner alten Wirkungsstätte einiges hat einstecken müssen, ist dagegen einsatzfähig. Am heutigen Dienstag hatten die Roosters trainingsfrei. Es gilt die Akkus für das Derby am Mittwochabend (20:30 Uhr) wieder aufzuladen.

Trainer Jason O´Leary hingegen war auch am freien Tag bereits wieder mit der Vorbereitung auf das Rückspiel beschäftigt. Rückblickend auf den Auftritt seines Teams in der Domstadt sagte er: „Es war ein enges Spiel, wie wir es erwartet haben. Schade, dass wir einen Punkt verlieren, aber auswärts in Köln zwei Punkte zu holen ist keine schlechte Sache. Ich glaube, dass wir vieles aus diesem Spiel lernen werden. Man kann lernen konsequenter mit der Scheibe zu sein und nicht so ´fucking´ locker.“

Sonderlob für Taro Jentzsch

Taro Jentzsch – © Sportfoto-Sale (JB)

Ein Sonderlob verdiente sich an diesem Abend ohne Zweifel der 20- jährige Taro Jentzsch. Er erzielte den wichtigen 2:1 Führungstreffer und verwandelte den am Ende entscheidenden Penalty. „Er hat viele gute Sachen gemacht, hat viele Chancen bekommen und hat viel Selbstvertrauen. Taro weiß, dass es manchmal Schritt für Schritt geht. In den ersten Spielen hat er in der ersten Reihe gespielt, dann auch in den anderen Reihen. Er weiß was man von ihm hier erwartet. Einfach spielen und dann auch manchmal etwas Spezielles, so wie von jedem Spieler. Er muss nicht in jedem Einsatz ein ´Coast to Coast´ Tor machen. Aber er muss für die Scheibe kämpfen und etwas mehr Intensität ins Spiel bringen. Und das hat er gemacht. Zeigt er seine Leistung, hat den Fokus und bringt er seine Intensität, dann ist er immer ein guter Spieler auf dem Eis. Das erste Tor ist immer ein Highlight in der Karriere. Ich bin stolz auf ihn, aber es ist nur ein kleiner Schritt für einen Spieler mit viel Potenzial “, so Jason O´Leary.

Keine Veränderungen geplant

Für das Spiel am Mittwochabend sind getreu dem Motto „Never change a winning Team“ keine großen Veränderungen geplant. Neal Samanski wäre dann erneut überzähliger Spieler. Im Tor wird wieder Andy Jenike beginnen.

Mit einem Sieg könnten die Iserlohner die zwei Punkte hinter ihnen stehenden Haie weiter auf Distanz halten und ihren aktuell hervorragenden zweiten Tabellenplatz in der Nord-Division weiter festigen. Nach dem Derby folgen für die Sauerländer zwei schwere Auswärtsaufgaben. Am Freitag zunächst in Wolfsburg und nächste Woche erneut an einem Montag in Düsseldorf.

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