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Zuschauerphänomen Eishockey in Passau – Liebe kennt keine Liga

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Logo der EHF Passau Black HawksPassau. (PM) Mit etwas gemischten Gefühlen gingen die Passau Black Hawks nach ihrem Rückzug in die Bezirksliga Bayern in diese Saison. In der Kalkulation der Zuschauereinnahmen blieb man sehr vorsichtig, wusste man doch die Treue der Passauer Eishockeyfans nicht richtig einzuschätzen. Wandern die Fans möglicherweise Richtung DEL nach Straubing oder in die 2. Bundesliga nach Landshut ab?

Das glückliche Fazit der Hawks-Verantwortlichen nach über der Hälfte der Ligaspiele in der Passauer Eis-Arena: Weder noch.

Schon die Vorbereitungsspiele im September und Oktober zeigten: Die Eishockeyeuphorie ist ungebrochen. In den Testspielen kamen jeweils über 400 Zuschauer in die Passauer Eishalle. In der Folge steigerten sich dann die Zuschauerzahlen von Spiel zu Spiel, und spätestens im Nachbarderby mit über 1.200 Besuchern gegen den ESV Waldkirchen herrschte wieder Oberligastimmung auf den Rängen.

Auch gegen weniger attraktive Gegner kommen mittlerweile wieder 800 Zuschauer und mehr, um die heiße Stimmung auf den Rängen zu genießen. Das freut nicht nur den Kassier, sondern auch die Sponsoren, die ebenso wie die Fans wahre Treue zeigten. Damit sind die Hawks weiterhin der Zuschauerkrösus in Passau und Umgebung.

Licht aus, Wunderkerzen an, heiße Girls von der Cheerleadertruppe und dann den schnellsten Mannschaftssport der Welt – das gibt es eben nur bei den Black Hawks. Dazu in den Drittelpausen Spaß mit Events wie Puckschießen oder Auftritte von Eiskunstläuferinnen. Die Mischung aus hartem Sport und Event macht es wohl aus. „Wir haben am Rahmenprogramm nichts verändert, Bewährtes erhalten und liegen damit wohl richtig“, so Hawks-Chef Roman Pulec.

Die Stimmung in der Eis-Arena war gerade beim letzten Heimspiel gegen den ESV Gebensbach (12:1-Sieg) ausgelassen wie selten in den letzten Jahren. „Oh wie ist das schön“ kam es aus dem prall gefüllten Fanblock der Hawks, und auch nach dem Spiel mussten die Spieler nochmal raus aufs Eis, um mit den Zuschauern zu feiern und sich mit der Raupe von den Fans zu verabschieden. „Das ist doch unglaublich, was hier in Passau in der Bezirksliga passiert, es macht wieder so richtig Spaß bei den Hawks“, freut sich Sebastian Höhn, ein Hawks-Fan der ersten Stunde.

Tatsächlich können die Passauer stolz sein auf ihre Fans: „Liebe kennt keine Liga!“ steht auf den Fan-Schals, und das ist durchaus wörtlich zu nehmen. Zu den Auswärtsfahrten gibt es Wartelisten bei den Bussen, allein nach Erding begleiteten etwa 200 Passauer Fans die Mannschaft und sorgten dort für Heimspielatmosphäre. Auch viele neue Gesichter sieht man jetzt im Eisstadion, die Nähe zu den Spielern, die fast alle aus der Region kommen, ist wieder gegeben. Und natürlich ziehen die Spieler aus dem eigenen Nachwuchs Mama, Papa und die ganze Familie mit zum Eishockey.

Selbstverständlich ist auch der aktuelle sportliche Erfolg ein schlagendes Argument für die Liebe zum Eishockey in Passau. Nach dem 3:3 beim größten Mitkonkurrenten um den Aufstieg – der Reserve des Drittligisten aus Erding – haben es die Hawks nun selbst in der Hand: Nicht nur der Zwei-Punkte-Vorsprung wurde verteidigt, auch der direkte Vergleich mit den Oberbayern geht dank des 5:2-Heimerfolgs im Hinspiel an die Truppe von Spielertrainer Andreas Popp; große Ausrutscher dürfen sich die Hawks dennoch keine mehr erlauben. Spannung bis zum Schluss ist also garantiert, die 1.000er-Marke bei den Zuschauern wird spätestens in den entscheidenden Spielen wieder fallen – somit wird das Eis in der Eis-Arena noch des Öfteren brennen.

Eins ist jetzt schon sicher: Auch am kommenden Sonntag ab 18:30 Uhr, wenn es gegen den EV Bruckberg um zwei wichtige Punkte geht, werden die Fans dafür sorgen, dass die Eis-Arena wieder zum Tollhaus wird!

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