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Miesbach. (PM TEV) In den aktuellen schwierigen Zeiten gibt es wahrlich wichtigeres als Eishockey, dennoch möchten wir eine außergewöhnliche Saison nochmal Revue passieren lassen.... TEV Miesbach: Mitreißende Duelle, Emotionen und der Bayerlinga Titel – Ein Saisonrückblick

© TEV-Miesbach Media/PR

Miesbach. (PM TEV) In den aktuellen schwierigen Zeiten gibt es wahrlich wichtigeres als Eishockey, dennoch möchten wir eine außergewöhnliche Saison nochmal Revue passieren lassen.

Bekanntlich wurde die Eishockey Saison weltweit vorzeitig durch die andauernde Corona Pandemie beendet. Man ist sich einig, dass diese Maßnahme richtig war, aber natürlich hätte man im TEV Lager die Aufstiegs Play Offs gerne bestritten. Der Rückblick auf die Saison 2019/20 fällt trotz der Umstände durchweg positiv aus, so beendete man die Vorrunde auf Platz 1 und konnte aus 24 Spielen, ganze 17 Siege einfahren. In der Verzahnungsrunde holte der TEV Miesbach, nach anfänglichen Startschwierigkeiten noch den 2. Platz hinter dem ERC Sonthofen. Dies bedeutet auch zugleich die Bayerische Meisterschaft, welche nach genau 10 Jahren erstmals wieder eingefahren werden konnte. In der ganzen Saison konnte die Mannschaft von Headcoach Peter Kathan ganze 25 Siege in 38 Spielen holen, wobei man sich vor heimischem Publikum nur einmal nach 60 Minuten geschlagen geben musste. Schlüssel zum Erfolg war neben der Kaderbreite die Konstanz. Auch wenn der TEV mal nicht so einen guten Tag erwischte, war man schwer zu bezwingen und holte noch kontinuierlich Punkte. Der Overtime Sieg gegen Peißenberg ist nur eines der Highlights von Packenden Spielen im Miesbacher Eisstadion, als man in den letzten 2 Minuten noch einen 0:2 Rückstand aufholte und im Penaltyschießen gewann. Vor der Saison konnte der Kader gezielt verstärkt werden. So kamen mit Andi Nowak, Franz Mangold und Mäx Hüsken, 3 Spieler hinzu die den Kader die nötige Breite gaben und auch qualitativ verstärkten. Zudem konnten auch 2 Transfercoups gelandet werden, als die Kaderplanung eigentlich bereits beendet war. Mit Beppo Frank und Dusan Frosch kamen zwei echte Kracher an die Schlierach, die mit ihrer Erfahrung und spielerischen Klasse die Mannschaft führten. Frank übernahm zugleich das Amt des Assistenzkapitäns und führte die TEV Defensive, ebenso wie das stärkste Torhüterpaar der Liga mit Anian Geratsdorfer und Timon Ewert, die den geringsten Gegentorschnitt aufwiesen. Die drei TEV Topscorer diese Sasion waren Bobby Slavicek (66 Scorerpunkte), Filip Kokoska (65 Scorerpunkte) und Dusan Frosch (55 Scorerpunkte). Hervorzuheben sind auch die Leistungen unserer „Eigenbau“ Spieler wie Felix Feuerreiter, Michael Grabmaier oder Johannes Bacher, der in dieser Sasion zum Absoluten Stabilisator der TEV Defensive avancierte. Ebenso wurde vor der Saison auf der Trainerposition auf eine bewährte Lösung gesetzt. „ Wir haben gewusst, dass wir einen starken und breiten Kader haben. Die Ergebnisse waren in Ordnung, wir hatten nur in der Verzahnungsrunde eine Phase, in der die Mannschaft gemeint hat, das Talent alleine reicht.“, resümiert, Vorstand Stefan Moser.

Auch neben den sportlichen Erfolgen, gab es viel positives zu berichten. Die Mannschaft konnte auch eine neue Euphorie entfachen, welche sich in der Fanszene bemerkbar machte. Eine neue Fankultur entstand und die Heimspiele sowie auch viele Auswärtsspiele, wurden mit super Stimmung gefüllt. So ist der TEV Fanclub z.B. mit 2 Fanbussen nach Grafing gefahren und unterstützte die Mannschaft lautstark, was auch den TEV Cracks nicht verborgen blieb und viel Energie brachte. „ Es war eine sehr erfolgreiche Saison. Endlich ist eine neue Fan- Kultur entstanden. Das freut uns als Verein extrem, wenn die Begeisterung überspringt. Selbst die Spieler haben uns angesprochen, was denn jetzt los ist, weil plötzlich Stimmung im Stadion ist. So macht es allen viel mehr Spaß“, erklärt sportlicher Leiter des TEV, Stefan Moser. Auch wenn man zum Saisonstart sich gleich mal gegen den EA Schongau geschlagen geben musste, folgten starke Auftritte gegen Top- Teams der Bayernliga, welche allesamt gewonnen werden konnten. Besonders herauspicken könnte man da, die spielerische Glanzleistung beim 6:1- Auswärtserfolg gegen den EHF Passau. Wie erwähnt folgte, nach dem Vorrunden-Titel, Verletzungspech und knappe Auswärtsniederlagen, wobei man auch die Spielterminierung der Verzahnungsrunde als äußerst unglücklich empfand. So musste der TEV Miesbach an den ersten 3 Auswärtsspielen zu den vermeintlich stärksten Gegner aus Sonthofen, Höchstadt und Passau. Doch mit einem starken Run am Ende, konnte man dennoch am letzten Spieltag in Landsberg neben Sieg auch den Pokal in die Höhe strecken. Coach Peter Kathan seine Arbeit super weiter gemacht. Er hat das richtige Mittelmaß zwischen semi-professionellem Eishockey, Familie und Beruf gefunden, sowie Euphorie und den Zusammenhalt wieder reingebracht und so das Team wieder zurück in die Erfolgsspur geführt.“, berichtet Moser.

Bitter war dann das vorzeitige Saisonende, sowohl aus sportlicher, wie auch aus finanzieller Sicht. „Es fällt mir etwas schwer, über die Saison zu reden, wir haben zehn Tage auf die Play-offs gewartet und dann kam die Absage. Aber es war die einzig richtige Konsequenz und wir haben viel Verständnis dafür. Aktuell ist der wirtschaftliche Wohlstand vieler Personen und Firmen in der Region gefährdet, das ist viel Schlimmer, als die Absage der Play-offs. Wir müssen jetzt schauen wie es mit Sponsoring und Crowdfunding weitergeht. Uns bleibt sicherlich ein Verlust im fünfstelligen Bereich, aber wir haben mit der Schließung der Halle die Kosten reduziert. Der TEV wird das sicher überleben, ich hoffe, dass das auch für alle Sponsoren gilt.“, sagt Moser weiter.

Nun laufen bereits die Planungen für die neue Saison. „Bisher wurden keine Wechselwünsche an uns heran getragen. Es wird sich aber auf einigen Positionen etwas ändern, weil wir mehr Spielzeit für junge Spieler zur Verfügung stellen möchten. Das Ziel ist es, ein oder zwei Spieler aus der U20 und weitere junge Cracks perspektivisch einzubauen. Jetzt wissen wir noch nicht wie es weitergeht, ob es Auf- und Abstieg gibt. Außerdem steht auch hinter der nächsten Saison noch ein Fragezeichen. Aktuell steht die energetische Sanierung im Vordergrund, dann werden wir weitere Gespräche mit den Spielern führen. Es wird aber auf jeden Fall ein paar Änderungen geben, unabhängig von der Liga in der wir spielen.“, blickt Moser nach vorne.

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