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Selb. (PM Wölfe) „Wir wollen in dieser Saison mit vier Sturmreihen auflaufen – und das ohne Förderlizenzspieler“ – so die klar ausgegebene Devise von... Selb: Ex-DNL-Torjäger bereit für den nächsten Schritt

Selb. (PM Wölfe) „Wir wollen in dieser Saison mit vier Sturmreihen auflaufen – und das ohne Förderlizenzspieler“ – so die klar ausgegebene Devise von Wölfe-Coach Herbert Hohenberger. Die Wölfe halten Wort und machen Nägel mit Köpfen.

Mit Robert Hechtl präsentieren die Wölfe-Verantwortlichen einen weiteren Neuzugang und Stürmer Nummer 12. Der 20-jährige Offensivmann, der in der abgelaufenen Spielzeit beim Ligakonkurrenten ERC Bulls Sonthofen unter Vertrag stand, wechselt in der kommenden Saison 2020/2021 zu den Selber Wölfen und wird mit der Rückennummer 69 auf Torejagd gehen.

„Duftmarke“ in DNL-Saison gesetzt

Mit dem gebürtigen Ingolstädter, der einen Einjahresvertrag unterzeichnete, zogen sich die Wölfe einen vielversprechenden Nachwuchsstürmer für die neue Spielzeit an Land. Hechtl, hochtalentiert und bestens ausgebildet, durchlief alle Nachwuchsmannschaften der Schanzer in Ingolstadt und sammelte vorletztes Jahr in Höchstadt und zuletzt in Sonthofen auch Oberligaspielpraxis. Zuvor trumpfte Hechtl vor allem in der DNL groß auf: In der Saison 2018/2019 gehörte er mit rekordverdächtigen 47 Toren und 33 Vorlagen in 32 Pflichtspielen zu einem der herausragensten Akteuren der DNL.

Jung, aufstrebend und ein Rechtsschütze

„Er ist mir wärmstens empfohlen worden – nicht zuletzt von Lukas Slavetinsky, der große Stücke auf ihn hält. Robert ist ein junger, aufstrebender Spieler. Er hatte meines Wissens sogar die Chance, in der DEL2 unterzukommen. Umso mehr sind wir froh, dass er sich für uns entschieden hat. Für Selb sprach die ihm sichere Eiszeit, anstatt in der DEL2 vielleicht mehr die Bank zu drücken“, so Wölfe-Coach Herbert Hohenberger. Was Hohenberger als einen enorm wichtigen Vorzug von Hechtl ins Feld führt: „Robert ist Rechtsschütze – diese findet man nicht so einfach. Aber mit ihm, Steven Deeg und Herbert Geisberger haben wir drei davon.“

Ehemaliger sportlicher Leiter (wieder) neuer Teamkollege

Sein Talent und seine Fähigkeiten blieben auch der Oberliga nicht verborgen. Jung, hungrig, charakterlich stark – so bezeichnete der einstige sportliche Leiter des ERC Bulls Sonthofen, Lukas Slaventinsky, im letzten Jahr den Transfer von Hechtl ins Allgäu. Slavetinsky und Hechtl sind nun wieder vereint – beide tragen in der kommenden Serie das Trikot der Selber Wölfe. Lukas war aber nicht hauptausschlaggebend für den Wechsel von Robert nach Oberfranken.

„Nein, aber umso mehr freut es mich, dass wir wieder in einem Team stehen“, so Robert, der andere Gründe für seinen Wechsel zu den Wölfen ausmacht:

„Als ich das Angebot aus Selb erhielt, war ich sehr erfreut und fühlte mich geehrt. Die Wölfe gehören seit vielen Jahren zu den Topteams der Liga, die Organisation ist hochprofessionell aufgestellt und die Stimmung in der NETZSCH-Arena ist Ligen-übergreifend sehr weit oben angesiedelt“, so der Wölfe-Neuzugang.

Ingolstädter Eishockeylegende sein großer Förderer

Wer ist nun dieser Robert Hechtl, der am 28. September 1999 in Ingolstadt das Licht der Welt erblickte?
Dass es Robert letztendlich zum Eishockey zog, war seinem sieben Jahre älteren Bruder Christoph zu verdanken. Christoph spielte Eishockey und somit war es keine Überraschung, dass auch Robert mit fünf Jahren auf den Kufen startete. All seine bisherigen Trainer äußerten sich überaus positiv über Robert. Einer, der ihn sicherlich am meisten forderte und förderte, war Petr Bares. Die Ingolstädter Eishockey-Legende, welche von 1993/1994 bis 2001/2002 rekordverdächtige 18 Jahre (!!) das Trikot des ERC Ingolstadt trug und neben Trainertätigkeiten auch der sportliche Leiter des Ingolstädter Gesamtnachwuchses wurde, war der große Förderer von Robert.

„Von Petr habe ich wahrscheinlich am meisten gelernt. Wer weiß, ob und wie ich mich ohne ihn entwickelt hätte“, so Robert zurückblickend.

Turbulente letzte Spielzeit prägte ungemein

Der gebürtige Ingolstädter weilt aktuell bei seinen Eltern in der Audimetropole und bereitet sich dort auf die neue Saison vor. Hechtl:

„Zuerst lief vieles über Fitness-Apps ab, doch seit sie wieder geöffnet haben, wird wieder kräftig in den Fitnessstudios geschwitzt und sich geschunden.“

Er sieht die Selber Wölfe als einen großen, weiteren Schritt in seiner sportlichen Karriere. Robert ist grundsätzlich ein Optimist, blickt lieber nach vorne als zurück. Dennoch ging die turbulente Spielzeit letztes Jahr in Sonthofen auch an ihm nicht spurlos vorbei:

„Der letzte Winter war alles andere als einfach. Ich versuchte, das alles nicht an mich ran zu lassen und mich aufs Eishockey zu konzentrieren. Auch so eine Saison mit wenig Höhen und noch mehr Tiefen prägt einen.“

Ein großer Wunsch: Endlich mal Playoffs spielen

Die Wölfe sind für Robert Hechtl die dritte Oberligastation in seiner noch jungen Karriere. Nachdem er sich sowohl mit Höchstadt als auch Sonthofen sportlich meist in den hinteren Bereichen der Tabelle aufhielt, hat sich Robert für seine Aufgabe in Selb einiges vorgenommen:

„Ich will endlich mal Playoffs spielen…und keinen verbitterten Abstiegskampf. Darauf freue ich mich und dafür will ich alles geben.“

Vorfreude auf alles ist riesengroß

Die Selber Wölfe sind Robert Hechtl aufgrund des Aufeinandertreffens mit seinen früheren Arbeitgebern Höchstadt und Sonthofen bekannt, von der Stadt selbst weiß er hingegen wenig.

„Natürlich ist mir Selb als Stadt des Porzellans ein Begriff, wir haben selbst ein namhaftes Kaffeeservice einer Porzellanfirma aus Selb. Aber ansonsten weiß ich über Selb nicht viel. Das wird sich ändern, ich freue mich auf die neue Umgebung, das Fichtelgebirge und auf alles, was mich in Selb erwartet.“

Robert wird alleine nach Selb kommen. Wann genau, ist noch unklar. Aktuell ist sein Plan, den Umzug zwischen Anfang bis Mitte September zu planen. Bis dahin wird er den Sommer in Ingolstadt verbringen, wo Tag für Tag die Vorfreude auf sein Abenteuer Selber Wölfe steigt.

„Ich freu mich auf die neue große, sportliche Herausforderung…und auf ein Team mit viel Qualität, von dem ich ein Teil sein darf.“

Selber Wölfe, Oberliga

NEUZUGANG                                          zuletzt ERC Bulls Sonthofen (Oberliga Süd)

                                                                         Spiele   Tore      Vorlagen     Strafminuten
Robert Hechtl
Geburtstag:      28.09.1999                          46          11                20                     14
Geburtsort:       Ingolstadt
Größe:              185 cm
Gewicht:             84 kg
Schießt: rechts
Position: Stürmer
2116
Würden Sie auch dann die Heimspiele ihres Klubs besuchen, wenn während des gesamten Spiels aus Hygieneschutzgründen Maskenpflicht bestehen würde?
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