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Das Online Glücksspiel in der Schweiz durchlief die letzten zwei Jahre starke Veränderungen. Konnten Schweizer Spieler bis Ende 2018 noch problemlos auf europäische Online Casinos zugreifen, um beispielsweise das Fire Joker Automatenspiel zu spielen, war ab 2019 plötzlich alles anders. Im Juni 2018 wurde mit 72,9 % per Volksentscheid über das neue Geldspielgesetz abgestimmt, das zur Folge hatte, dass ab Anfang 2019 alle Online Glücksspiel Webseiten gesperrt wurden, die in der Schweiz keinen Sitz hatten. Die Regierung wies die Provider an, alle Webseiten ohne Schweizer Domain zu blockieren.

Das Gesetz hatte aber auch bewirkt, dass landbasierte Spielbanken auch ein virtuelles Casino anbieten dürfen. Diese Entscheidung wurde sehr kontrovers diskutiert. Während sich die Betreiber der landbasierten Casinos darüber freuten, konnten sie Angebote mit nur geringer Konkurrenz ins Netz bringen, sprachen Gegner des Gesetzes von Zensur und einen Eingriff in die Informationsfreiheit.

Online Casinos und das Schweizer Geldspielgesetz

Der Beschluss der Schweizer Regierung ist im Grunde einfach zu verstehen. Ausschließlich Spielbanken, die auch Lizenzen für den Betrieb einer landbasierten Spielstätte besitzen, können auch eine Konzession für eine Online Glücksspiel Plattform beantragen, um Spielautomaten Echtgeld Versionen anbieten zu dürfen. Indes erstellten die Lotterie- und Wettkommission (Comlot) und die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) eine Sperrliste, auf der alle nicht legitimierten Online Casinos aufgeführt sind. Diese Liste wird regelmäßig aktualisiert und kann öffentlich eingesehen werden. Mittlerweile sind mehrere hundert Casinos auf der Liste.

Schweizer Online Glücksspiel nur für Schweizer Spieler

In der Schweiz gibt es derzeit 21 lizenzierte Spielbanken, die das Recht haben, eine Lizenz für Online Glücksspiel zu beantragen. Ausschließlich Spieler mit Wohnsitz in der Schweiz können auf die Plattformen zugreifen. Es wird auch keine reinen Online Casino Anbieter geben. Viel Konkurrenz dürften die Betreiber also nicht zu fürchten haben. Der Grund dafür ist, dass alle Steuereinnahmen in die Schweizer Staatskassen fließen sollen und nicht ins europäische Ausland wie nach Malta, wo die meisten europäischen Online Casinos lizenziert sind.

Doch nicht nur die Steuereinnahmen hatten Relevanz bei dieser Entscheidung. So wollte der Bundesrat gewährleisten, dass die Spieler in einem sicheren und fairen Umfeld spielen können. Bei der Vergabe einer Konzession sind die Maßnahmen in Bezug auf den Spielerschutz und Prävention gegen Spielsucht ausschlaggebende Kriterien.

Schweizer Online Glücksspielmarkt entwickelt sich

Mitte 2019 war es schließlich soweit und die Spielbanken Pfäffikon und Davos sowie die Grand Casinos in Luzern und Baden erhielten die ersten Konzessionen. Schon im April 2019 erhielten sie die Genehmigung der ESBK. Das Casino Baden bietet mit dem Jackpots Online Casino seine Spiele, während das Grand Casino Luzern die Plattform Mycasino online gebracht hat. Das Casino Davos beschert den Spielern Unterhaltung mit dem Casino 777, Interlaken hat StarVegas online gebracht und das Grand Casino Bern empfängt im 7Melons Casino seine Gäste.

Doch auch im Jahre 2020 erfreuten sich die Schweizer Spieler an den Neuzugängen im virtuellen Glücksspielmarkt. Im November ging mit Pachino, betrieben vom Casino du Lac Meyrin in Genf, die siebte Online Casino Webseite ins Netz.

Weicht die anfängliche Kritik allmählicher Begeisterung?

Als die ersten Online Casinos live gingen, reagierte die Community enttäuscht, denn im Vergleich zu den ausländischen Anbietern waren die Spielangebote in den Schweizer Online Casinos recht übersichtlich. Nnach und nach kommen weitere Angebote hinzu. So hatte das Pachino in den ersten Wochen nur 56 Spielautomaten, sieben Tischspiele und immerhin 46 Live Casinospiele zur Auswahl, während die ausländischen Pendenten oft über 1.000 Releases präsentieren können.

Grund dafür ist, dass die Glücksspielbehörde und die in Genf ansässige Internationale Organisation für Normung (ISO) die einzelnen Spiele der Softwareunternehmen zuerst ausführlichen Prüfungen unterziehen, bevor sie für die Online Casinos genehmigt werden. Der Zulieferer für die Live Casinos ist der Spieleentwickler Evolution Gaming. Virtuelle Automatenspiele wurden am Anfang von den Softwareschmieden Gaming1, Red Tiger Gaming, NetEnt und iSoftBet bezogen.

Ende 2019 konnten die Portfolios erweitert werden, denn Greentube, das Tochterunternehmen des österreichischen Glücksspielkonzerns Novomatic, erhielt die Genehmigung, seine Produkte anzubieten. Mit einem Schlag hatten die Casinos 50 Spiele mehr im Angebot, unter anderem die populären Novomatic Slots Book of Ra, Sizzling Hot, Lucky Lady’s Charm und viele mehr. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sich die Portfolios mit der Zeit füllen werden, da sich immer mehr Softwareunternehmen um Schweizer Konzessionen bemühen.

Jetzt auch Online Poker in Schweizer Casinos

Zwar gibt es seit Mitte 2019 lizenzierte Online Casinos in der Schweiz, die Automatenspiele anbieten, aber Pokerspieler hatten es schwer, adäquate Angebote zu finden. Nach Verabschiedung des Schweizer Geldspielgesetzes waren große Anbieter wie PokerStars, PartyPoker und Bwin gezwungen, sich vom Markt zurückzuziehen. Wer gutes Poker spielen wollte, musste sich entweder auf Reisen ins benachbarte Österreich oder Liechtenstein begeben.

Das hat sich nun geändert, denn im lizenzierten SwissCasino online gibt es seit Mitte November 2020 endlich legales Online Poker im konzessionierten iPoker Netzwerk von Playtech. Das Playtech Poker Online Angebot ist derzeit das einzige auf dem legalen Glücksspielmarkt in der Schweiz, jedoch mit einem Angebot, das sich durchaus sehen lassen kann. Geboten werden Texas Hold´em, Omaha Pot Limit sowie Multi Table Turniere und SnGs. Schon mit Buy-ins ab 0,50 CHF können sich die Spieler in Turniere einkaufen.

Doch die Konkurrenz ist ebenfalls um einen Markteintritt bemüht. So hat das Schweizer Casino Davos bereits im Mai 2019 eine Konzession für Online Poker beantragt. Allerdings sei die Prüfung für Online Poker nach Angabe der Behörden weitaus komplizierter als bei Automatenspielen. Daher dauerte es auch so lange, bis das iPoker Netzwerk in der Schweiz online gehen konnte. Doch es ist davon auszugehen, dass die von Swiss Casino beantragte Lizenz mit seinem Partner PokerStars bald ebenfalls mitmischen wird. 

+18 Glücksspiel kann süchtig machen.
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