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DEB Präsident Franz Reindl: „Kann Basis für große Zukunft sein“ – Sportdirektor Stefan Schaidnagel: „Lohnt sich, mit dem Nachwuchs zu arbeiten“ – Bundestrainer Toni... Nach dem Draft – Tim Stützle: „Glaube, dass es unheimlich gut klappen könnte in Ottawa“ – Lukas Reichel: „Man darf natürlich nicht aufhören“

DEB Präsident Franz Reindl: „Kann Basis für große Zukunft sein“ – Sportdirektor Stefan Schaidnagel: „Lohnt sich, mit dem Nachwuchs zu arbeiten“ – Bundestrainer Toni Söderholm: „Alle Drei haben das Potenzial“

(L-R) Marcel Goc, Tim StŸtzle und Moritz Seider von den Adler Mannheim während des Draft-Events in Mannheim – © Sörli Binder/City-Press GmbH

München. (PM DEB / EM / Starbulls) Die Chancen standen gut, nun ist das bislang beste deutsche Ergebnis bei einem NHL-Draft perfekt. Nie zuvor wurde mehr als ein deutscher Nachwuchsspieler von den Teams der besten Eishockey-Liga der Welt in der ersten Runde ausgewählt, bei der diesjährigen Talentziehung waren es in Tim Stützle und Lukas Reichel gleich zwei – und bei John Peterka, dem dritten Erstrundenkandidaten, wurde allgemein erwartet, dass er als einer der ersten Spieler des zweiten Draft-Tages gezogen würde.

Außerdem bestand im Vorfeld auch für Maximilian Glötzl (Köln), Florian Elias (Mannheim), Filip Reisnecker (Bremerhaven) sowie Maksymilian Szuber und Jakub Borzecki (beide Red Bull Akademie) zumindest die Möglichkeit, am Mittwoch in einer späteren der insgesamt sieben Runden ausgewählt zu werden.

Stützles Name riefen die Ottawa Senators als insgesamt dritten nach den beiden Kanadiern Alexis Lafreniere (New York Rangers) und Quinton Byfield (Los Angeles Kings) auf, der Stürmer der Adler Mannheim gehört damit künftig zur Organisation eines NHL-Gründungsmitglieds. An Position 17 wählten die Chicago Blackhawks dann Lukas Reichel von den Eisbären Berlin, der damit bei dem Team landete, für das er als Kind schwärmte. Letzter Deutscher im Trikot der Blackhawks war Dominik Kahun, zuvor spielte auch Christian Ehrhoff für Teile einer Saison dort. Bei den Senators kamen in der Vergangenheit Christoph Schubert und Rick Goldmann zum Einsatz.

Das sagen Tim Stützle und Lukas Reichel

Tim Stützle: „Ja, es war natürlich alles sehr aufregend. Aufgrund von Corona konnten wir den Draft ja nicht in Montreal verfolgen. Ich denke aber, dass wir das Beste daraus gemacht haben und mir hat es super viel Spaß gemacht das Ganze mit meinen Mannschaftskollegen und mit meiner Familie zu verfolgen und zu feiern.
Es war sehr sehr stressig mit vielen Interviews danach. Ich habe eigentlich kaum mit meinen Mannschaftskollegen und mit meiner Familie geredet. Aber es ist natürlich ein unbeschreibliches Gefühl und ich kann es kaum erwarten. Mein Ziel war es in den Top-3 gezogen zu werden. Und das ist mir gelungen. Ich habe eigentlich von Anfang an gesagt, dass es mir egal ist von welchem Team ich gezogen werde, Hauptsache sie wollen mich haben und ich spiele so schnell wie möglich.
Ich glaube, dass es unglaublich gut klappen kann in Ottawa, weil sie auch eine junge Mannschaft haben und gerade alles im Umwerfen sind. Sie haben viele sehr junge gute Prospects und ich glaube, dass es in ein paar Jahren eine sehr gute Mannschaft sein kann. Deswegen freue ich mich jetzt umso mehr, dass es auch mit Ottawa geklappt hat. Ich kann es kaum erwarten rüber zu fliegen und alles kennen zu lernen und dann hoffentlich auch in die Camps zu gehen.“

Lukas Reichel: „Als ich meinen Namen hörte, war es natürlich ein unbeschreibliches Gefühl. Ich habe, ähnlich wie Tim, auch eine Draft-Party mit meinen Mannschaftskollegen und mit meiner Familie gemacht und bin natürlich sehr happy. Ich kann es immer noch nicht glauben. Wenn man jetzt in der ersten Runde gedraftet wurde, dann darf man natürlich nicht aufhören, man muss noch härter trainieren und seinen Weg gehen.“

Reaktionen des Deutschen Eishockey-Bundes zum NHL-Draft

DEB-Präsident Franz Reindl: “Für unsere Spieler ist ein Traum in Erfüllung gegangen, der Basis für eine große Zukunft sein kann! Das ist ein hohes Prädikat, nicht nur für die Spieler, sondern auch für die harte und effektive Nachwuchsarbeit in unserem Sport in Deutschland. Darauf können alle Beteiligten stolz sein.“

DEB-Sportdirektor Stefan Schaidnagel: „Das Ergebnis des diesjährigen Drafts ist für unsere deutschen Spieler in dieser Form einzigartig. Es sollte uns gerade in der momentan für das deutsche Eishockey schwierigen Zeit daran erinnern, dass es sich mehr als lohnt, mit dem Nachwuchs zu arbeiten, ihn auszubilden und zu fördern. Die Leistungen und die Entwicklung der Spieler haben Symbolkraft für diesen Weg und stehen als sehr positive Beispiele für sich. Das deutsche Eishockey sollte den Fokus weiterhin auf diese Art der langfristigen Spielerentwicklung legen.“

Bundestrainer Toni Söderholm: „Das ist ein ganz besonderer Moment für unsere Spieler und auch für die vielen Trainer, die an der Entwicklung beteiligt gewesen sind. Alle dürfen sehr stolz sein. Von meiner Seite möchte ich auch ein großes Kompliment an die Jugendtrainer der Spieler richten, diese Arbeit ist nicht hoch genug einzuschätzen. Sie haben die Jungs in die Spur gebracht und auf dem Weg motiviert. Dem Traum von der NHL sind sie jetzt ein Stück nähergekommen. Das sollte sie aber auch zukünftig motivieren, noch mehr und noch zielgerichteter zu arbeiten. Der Kampf um die Plätze in der NHL ist unglaublich hart, aber Tim, Lukas und JJ haben absolut das Potenzial, da eine Rolle zu spielen. Ich gratuliere allen, die sich ins Blickfeld der NHL gespielt haben.“

Stolz bei den Starbulls Rosenheim auf den Draft von Lukas Reichel

„Herausragendes Talent mit unbändigem Willen“

„Dass Lukas über ein herausragendes Talent verfügt, sah man ihm schon in ganz jungen Jahren an. Dieses Talent hilft dir aber nur bedingt, wenn du nicht den unbändigen Willen hast, um jeden Tag hart an dir zu arbeiten. Nur dann kannst du wirklich ganz große Dinge in deiner Karriere erreichen und genau diese Arbeitsauffassung ist tief in Lukas als Spieler und Mensch verwurzelt. Ich bin unglaublich stolz auf ihn, dass er nun diesen weiteren ganz großen Schritt auf der Karriereleiter gegangen ist und drücke ihm von Herzen die Daumen, dass er bald den Sprung über den Teich nach Nordamerika schafft“, sagt Oliver Häusler, ehemaliger Coach von Lukas Reichel und Nachwuchs-Cheftrainer bei den Starbulls Rosenheim.

Stolz auf Lukas – Enorme Auszeichnung für das Rosenheimer Eishockey

Marcus Thaller, erster Vorstand des Starbulls Rosenheim e.V. ergänzt: „Der gesamte Verein freut sich unbändig für Lukas und seine ganze Familie. Wir sind unglaublich stolz auf ihn und sind uns schon heute sicher, dass Lukas Weg noch sehr sehr weit nach oben führen wird. Er verkörpert eine starke Mischung aus jeder Menge Talent, einer starken Einstellung zu seinem Sport und einer sehr positiven bodenständigen Art. Wir als Starbulls sind natürlich auch unheimlich stolz auf den ersten Spieler aus dem eigenen Nachwuchs, der in der ersten Runde eines NHL-Drafts gezogen wurde. Dies beweist uns wieder einmal, welch tolle Arbeit im Starbulls Nachwuchs durch alle Trainer und Betreuer geleistet wird und ist für uns alle ein Ansporn, diese Nachwuchsförderung weiter zu intensivieren. Ebenfalls hoffe ich, dass dies ein weiterer Ansporn für unsere jungen Nachwuchstalente ist, immer hart an sich zu arbeiten und das sie dadurch noch mehr spüren, was für einen großartigen Werdegang man durch die Talentförderung bei den Starbulls gehen kann. Eine solche Auszeichnung ist natürlich auch ein enorm positives Aushängeschild für den Rosenheimer Eishockeysport und trägt den Namen der Stadt Rosenheim in die große Sportwelt hinaus. Abschließend möchte ich Lukas im Namen des gesamten Vereins alles Gute für seine weitere sportliche und private Zukunft wünschen. Dein Heimatverein steht immer hinter dir und drückt dir bei jedem weiteren Schritt fest die Daumen.“

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