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Landeshauptstadt Dresden stimmt Rangrücktritt und Stundung zu

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Der Dachschaden an der Arena, hier ein Archivfoto,  hängt den Eislöwen wie ein Klotz am Bein - © by Eishockey-Magazin (RK)
Der Dachschaden an der Arena, hier ein Archivfoto, hängt den Eislöwen wie ein Klotz am Bein – © by Eishockey-Magazin (RK)

Dresden. (PM) Durchatmen bei den Eislöwen: Der Dresdner Stadtrat bewilligte in der Sitzung am Donnerstagabend den beantragten Rangrücktritt sowie die Stundung der Mitschulden der vergangenen Jahre (61 Ja-Stimmen, 1 Enthaltung). Somit können die Blau-Weißen am Freitag im Rahmen der vorgeschriebenen Zeit die Lizenzunterlagen für eine Beteiligung am Zweitliga-Spielbetrieb 2013/2014 bei der ESBG in München abgeben.

 

„Uns fällt ein großer Stein vom Herzen. Wir sind mehr als nur froh, dass uns die Landeshauptstadt Dresden diese große Unterstützung gewährt und wir nun die nächsten Aufgaben angehen können. Die Kritik des Stadtrates ist angekommen und wir werden uns jedem einzelnen Punkt annehmen. Die Lizenzunterlagen werden morgen früh mit einem Kurier auf den Weg nach München gehen. Wir rechnen damit, in etwa zwei Wochen eine erste Rückmeldung zu erhalten“, sagt Veronika Petzold, die im Kreis der Gesellschafter für die Finanzen zuständig ist. Die Betriebswirtin hatte bereits am Mittwochabend der Presse und den Fans einen Überblick zur finanziellen Situation gegeben (wir berichteten). „Viele hatten diese Stellungnahme früher erwartet. Dafür habe ich Verständnis, allerdings liegen uns schlichtweg erst jetzt alle tatsächlichen Summen vor. Wir wollten keine Halbwahrheiten erzählen, sondern nur Dinge präsentieren, die auch wirklich Hand und Fuß haben“, sagt Petzold, die am Mittwoch auch über die Bilanz der Dresdner Eislöwen zum 30. April 2012 sprach.

 

Da die aufgrund des Dachschadens in den Jahren 2011/2012 und 2012/2013 aufgelaufene und von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer aufgestellte Gesamtforderung von 320.000 Euro nicht in die Bilanz eingestellt werden durfte, beträgt der Verlust für die Saison 2012/2013 jene 320.000 Euro. „Das ist natürlich alles andere als eine erfreuliche Tatsache. Besonders bedeutsam ist jedoch der Fakt, dass für die Erteilung einer Lizenz keine Unterbilanzierung vorliegen darf. Zwar hatte uns ein Sponsor schon mit einer Patronatserklärung den Weg geebnet, doch um die Überschuldung der Bilanz zu verhindern war neben einem Verzicht der Gesellschafter auf ihre Darlehen auch die Zustimmung zum Rangrücktritt und der Stundung durch die Landeshauptstadt notwendig“, so Petzold, die bereits seit 2001 die Dresdner Eislöwen unterstützt und damit rechnet, dass die Blau-Weißen einen Anhörungstermin bei der ESBG nicht vermeiden können. „In diesem Fall gilt es dann zur klären, ob der negative Fehlbetrag des Vorjahres neben der Spielbürgschaft durch eine zusätzliche Bürgschaft abgesichert werden muss“, sagt Petzold.

 

Die neue Saison steht ohne Frage unter der Prämisse zu sparen. „Der Spieleretat muss mehr als gesenkt werden. Natürlich geht es in diesem Fall vordergründig um den Kader, aber wir stellen alle Punkte auf den Prüfstand“, so Petzold. Auch Trainer Thomas Popiesch muss sich mit der neuen Situation auseinandersetzen: „Egal wie die Vorgaben aussehen, mir ist nicht bange, dass wir keine Mannschaft auf das Eis stellen können, die es schafft die Anhänger Woche für Woche zu begeistern. Wir müssen jetzt nach vorn schauen und vor allem an einem Strang ziehen.“

 

Die Dresdner Eislöwen möchten an dieser Stelle all jenen „Danke“ sagen, die – auf welche Art auch immer – in den letzten Wochen die Blau-Weißen und den Eishockeysport in der sächsischen Landeshauptstadt unterstützt haben.
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