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Königsbrunn. (PM EHC) Mit 4:3 nach Penaltyschiessen verliert der EHC Königsbrunn seine Auswärtspartie gegen den ESC Dorfen. Doch statt nur einem Punkt Ausbeute wären... Königsbrunn verliert in Dorfen: Ein Zeitnehmer entscheidet die Partie

Goalie Donatas Žukovas war Dank seiner überragenden Paraden bester Spieler der Königsbrunner – © EHC Media/PR

Königsbrunn. (PM EHC) Mit 4:3 nach Penaltyschiessen verliert der EHC Königsbrunn seine Auswärtspartie gegen den ESC Dorfen.

Doch statt nur einem Punkt Ausbeute wären drei möglich gewesen, denn kurz vor Abpfiff lagen die Brunnenstädter noch in Führung.

Der EHC trat bis auf den berufsbedingt fehlenden Top-Scorer Julian Becher mit komplettem Kader in Dorfen an. Von den zuletzt in Quarantäne befindlichen Spielern konnten sich alle freitesten und die Reise zu den Oberbayern antreten.

Doch zunächst verschliefen die Königsbrunner das erste Drittel, die Hausherren bestimmten die ersten Minuten. Dorfen agierte giftig und mit viel Zug zum Tor, die Brunnenstädter gewannen kaum Bullys und Zweikämpfe. In der zwölften Spielminute belohnten sich die Eispiraten in Überzahl für ihren Einsatz mit der 1:0 Führung gegen pomadig auftretende Gäste. Königsbrunn fand keinen Zugang zur Partie und zeigte Schwächen im Umschaltspiel nach hinten, so dass Dorfen mit der verdienten Führung in die Pause ging. Der bis Spielende fehlerfreie Königsbrunner Goalie Donatas Žukovas verhinderte durch seine Paraden einen höheren Rückstand.

Im mittleren Spielabschnitt steigerten sich die Brunnenstädter und kamen zu Torchancen, fingen sich aber immer wieder gefährliche Konter ein. In Unterzahl setzte sich dann Hayden Trupp schön durch und netzte zum Ausgleich ein. Weitere Treffer fielen aber nicht mehr im Mitteldrittel in einer Partie auf eher niedrigen Bayernliganiveau, so dass beide Teams mit dem 1:1 Unentschieden ein letztes Mal in die Kabine gingen.

Nach dem Pausentee konnte Marc Barchmann in der 44. Spielminute den Puck im Dorfener Tor versenken und Königsbrunn zum ersten Mal in Führung bringen, doch nur eine Minute später fanden die Eispiraten die richtige Antwort und trafen zum 2:2 Ausgleich. Vier Minuten vor Spielende bekamen die Königsbrunner noch einen Penalty zugesprochen, den Hayden Trupp souverän zur erneuten Führung einschoss. Kurz vor Abpfiff nahmen die Gastgeber dann ihren Goalie zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis und setzten alles auf eine Karte. Die Strategie ging voll auf, denn als die Stadionuhr 59:59 anzeigte, zappelte der Puck Tor der Brunnenstädter, die Begegnung ging nun durch das Unentschieden in die Verlängerung. Doch die Königsbrunner Verantwortlichen reklamierten gleich nach dem Treffer, dass die Zeitnahme vor der letzten Aktion die Uhr einige Sekunden zu spät laufen ließ und der Treffer so außerhalb der regulären Spielzeit fiel. Die Schiedsrichter sahen dies anders und entschieden trotzdem auf Tor.

In der Verlängerung konnte sich keine Mannschaft durchsetzen, so dass die Entscheidung im Penaltyschiessen fallen musste. Nachdem beim EHC alle drei Schützen vergaben, gewannen die Eispiraten durch den Treffer von Vrba den Extrapunkt.

Sichtlich enttäuscht war Königsbrunns Coach Andy Becher: „Im ersten Drittel sind wir nicht gut gestartet und haben gleich in der ersten Unterzahlsituation einen Treffer kassiert. Nachdem wir im zweiten Drittel den Ausgleich erzielt hatten, wollten wir im Schlussabschnitt mehr Tempo ins Spiel bringen und sind auch in Führung gegangen, haben aber im selben Wechsel das 2:2 bekommen. In der Verlängerung hatten wir zwei, drei Chancen, und Penaltyschiessen ist halt immer Glückssache.“

Vom Ergebnis her geht der Sieg für Dorfen aufgrund des Spielverlaufs sicherlich in Ordnung und ist nicht unverdient, doch der letzte Treffer der Eispiraten sorgt für viel Aufregung beim EHC. Sichtlich angefressen ist Königsbrunns erster Vorstand Tim Bertele, er fühlte sich nach dem Spiel um den Sieg betrogen: „Wir haben bereits während des Spiels reklamiert, dass die Uhr drei bis vier Sekunden zu spät gestartet wurde. Demnach wäre der Treffer nach der regulären Spielzeit gefallen. Die Videoaufzeichnung belegt das auch eindeutig, Wir haben daher bereits Beschwerde beim Verband eingelegt. Es ist eine Sauerei, dass solch ein unsportliches Verhalten in der Bayernliga überhaupt noch stattfindet. Ich bin maßlos enttäuscht vom ESC Dorfen.“

Tore: 1:0 Fischer (Schröpfer, Rosenkranz) (12.), 1:1 Trupp (28.), 1:2 Barchmann (Bitomsky, Bullnheimer) (44.), 2:2 Hrazdíra (Schröpfer, Obermaier) (45.), 2:3 Trupp (Penalty) (56.), 3:3 Rosenkranz (Sodja, Dietrich) (60.), 4:3 Vrba (Penalty) (65.)

Strafminuten: ESC Dorfen 2 EHC Königsbrunn 6 Zuschauer: 158

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