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Iserlohn. (MK) Im Kampf um einen der begehrten Playoff-Plätze treffen die Iserlohn Roosters am Wochenende auf zwei Teams, die „nur“ drei Punkte vor ihnen... Iserlohn Roosters: Trainer O´Leary greift vor dem Wolfsburg-Spiel zu ungewöhnlicher Maßnahme

Jason O’Leary – © Sportfoto-Sale (JB)

Iserlohn. (MK) Im Kampf um einen der begehrten Playoff-Plätze treffen die Iserlohn Roosters am Wochenende auf zwei Teams, die „nur“ drei Punkte vor ihnen in der Tabelle stehen. Am Freitagabend empfangen die Roosters zunächst die Grizzlys Wolfsburg, Und am Sonntag treten die Sauerländer im Augsburger Curt-Frenzel-Stadion mit der Unterstützung von über 800 blau-weißen Sonderzugfahrern im Rücken bei den Augsburger Panthern an.

Duelle gegen direkte Playoff-Kontrahenten

Beide Spiele haben, allein schon aufgrund der Tabellenkonstellation, den Charakter eines „Sechs-Punkte-Spiels“. Mit einem Sieg gegen die Grizzlys könnten die Roosters am Freitagabend mit den Wolfsburgern nach Punkten gleichziehen. Verzichten muss Cheftrainer Jason O´Leary auf die verletzten Marko Friedrich und Michael Clarke. Marko Friedrich ist noch immer nicht belastbar und muss sich nach seiner schweren Gehirnerschütterung weiter in Geduld üben. „Der erste Schritt ist, dass er wieder gesund wird, dann schauen wir weiter“, erklärt Headcoach Jason O´Leary. Wie immer will sich der Headcoach offen lassen, wie seine Reihenkombinationen genau aussehen und wem er im Tor den Vorzug geben wird. Nachdem Andreas Jenike am Sonntag beim Stand von 4:0 gegen Anthony Peters nach dem ersten Drittel ausgewechselt wurde und dieser zwei Drittel lang seinen Kasten sauber halten konnte, spricht zumindest einiges für einen Starteinsatz des Kanadiers Peters. Bis kurz vor Spielbeginn wird aber auch diese Entscheidung letztendlich noch offen bleiben.

Die Grizzlys konnten zuletzt in Bremerhaven und Berlin in der Overtime bzw. nach Penaltyschießen gewinnen. Mit den nachverpflichteten Lucas Lessio (Sieben Scorerpunkte in sechs Spielen), Nationalstürmer Fabio Pfohl (zuvor Kölner Haie) und Defensivverteidiger Chris Casto haben die Niedersachsen noch einmal qualitativ hochwertig nachgerüstet. Torwart Chet Pickard, Verteidiger Ryan Button und Michel Weidekamp als dritter Torwart (Förderlizenz für Oberligist Saale Bulls Halle) haben allesamt eine Iserlohner Vergangenheit und kennen die Atmosphäre am Seilersee noch bestens.

Trainer O´Leary greift vor dem Wolfsburg-Spiel zu ungewöhnlicher Maßnahme

Nach dem ernüchternden Startdrittel am letzten Sonntag in Köln (4:0) haben die Roosters in dieser Woche im Training weiter an ihrem Spiel in der Defensivzone, an ihrem Powerplay und an der Arbeitsleistung gefeilt. Ein besonderer Punkt im Training war es, die Spieler darauf zu sensibilisieren, dass man auch von Beginn an hellwach ins Spiel geht. Zu diesem Zweck hat Jason O´Leary, entgegen den sonstigen Gepflogenheiten, für Freitagmorgen ein intensiveres Training angekündigt. In der Regel wird am Spieltag eher locker trainiert und „angeschwitzt“. Rückblickend erklärt er seine Maßnahme: „Wir haben in Köln für vierzig Minuten gut gespielt, aber für fünf Minuten waren einige Spieler schlecht. Und dann liegt man gegen eine starke Mannschaft hinten. Nimmt man diese fünf Minuten raus, dann wäre es ein knappes Spiel gewesen. Ich glaube nicht, dass es an der Qualität liegt. Man kann auch ein schlechter Spieler sein, aber man kann trotzdem über sechzig Minuten konzentriert sein.“

Seine bereits am Sonntag nach der Niederlage in Köln geäußerte Kritik an den erfahreneren Spielern in seinem Team erläuterte der 41- jährige Coach nochmals: „Irgendwann müssen die erfahrenen Spieler wissen, dass sie auch Führungsspieler sein müssen. Sie müssen auch ein bisschen Verantwortung übernehmen, Kommunikation auf dem Eis übernehmen und mit den jungen Spielern sprechen. Das ist auch ein Teil von den erfahrenen Spielern.“ Lob sprach er nochmals an die jungen Spieler aus: „Sie machen seit 5-6 Spielen ihren Job richtig gut. Und sie machen es mit Freude und freiwillig, ohne dass ich sie dazu auffordern muss. Das ist ein Vorbild für die anderen Spieler.“
Ob diese Maßnahmen von Erfolg gekrönt sein werden, können die Zuschauer am Freitagabend ab 19:30 Uhr in Augenschein nehmen.

„Super Support“ – 800 Fans reisen per Sonderzug zum schweren Auswärtsspiel nach Augsburg

Die Fans feiern die Mannschaft vor dem Spiel. – © Sportfoto-Sale (JB)

Ein besonderes Highlight steht am kommenden Sonntag ab 14 Uhr auf dem Programm. Über 800 Iserlohner Fans werden per Sonderzug zum Auswärtsspiel in Augsburg anreisen und ihr Team in der Fuggerstadt vor Ort unterstützen. Sonderzüge haben bei den Iserlohner Eishockeyteams seit den 80ér Jahren eine besondere Tradition und sind für viele Fans ein Höhepunkt der Saison. Zwar wird die Mannschaft schon am Samstag nach dem Training nach Augsburg aufbrechen und auch die Rückreise nicht im Zug absolvieren, aber die Vorfreude auf dieses besondere Auswärtsspiel ist schon jetzt riesengroß. „Es ist großartig, so einen super Support zu bekommen,“ fasst Trainer Jason O´Leary zusammen. Die Unterstützung kann das Team auch gebrauchen, denn die Panther erwarten am „Familientag“ eine große Kulisse. Das Hinspiel konnten die Roosters am Seilersee übrigens mit 5:3 für sich entscheiden.

Tim Fleischer kämpft in der kommenden Woche um sein U20 WM-Ticket

Das Spiel in Augsburg wird für Stürmer Tim Fleischer voraussichtlich das vorerst letzte Match im Trikot der Roosters sein. Ab dem kommenden Dienstag wird er sich mit der U20 Nationalmannschaft zu den ersten Trainingsmaßnahmen im Bundesleistungszentrum Füssen treffen. Sollte er den Sprung auf den WM-Zug schaffen, dann wird er den Roosters erst wieder am 10. Januar im Heimspiel gegen die Straubing Tigers zur Verfügung stehen. Fraglos würde sich der 19- jährige gebürtige Iserlohner am liebsten mit zwei Erfolgserlebnissen zur U20 Nationalmannschaft verabschieden.

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