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Iserlohn. (MK) Das war ein Satz mit X. Im Westderby gegen die Krefeld Pinguine unterlagen die Iserlohn Roosters am Ende verdient mit 2:4. Insbesondere... Iserlohn Roosters gönnen sich im zweiten Drittel eine kollektive Auszeit – Jason O´Leary kritisiert seine Leitwölfe

Oskar Östlund – © Sportfoto-Sale (JB)

Iserlohn. (MK) Das war ein Satz mit X. Im Westderby gegen die Krefeld Pinguine unterlagen die Iserlohn Roosters am Ende verdient mit 2:4.

Insbesondere im zweiten Abschnitt ließen die Roosters die zwingend erforderliche Bereitschaft zu Kampf und Leidenschaft vermissen. Trainer Jason O´Leary haderte wie in den schlimmen Krisenmonaten November / Dezember mit dem schwachen Powerplay und den fehlenden Führungsqualitäten seiner vermeintlichen Leitwölfe.

Bully, Tor! Krefeld gleicht in allerletzter Sekunde aus

Im fast bedeutungslosen Derby hatten die Roosters den besseren Start. Von Beginn an nahmen die Schützlinge von Trainer Jason O´Leary das von Östlund gehütete Tor unter Beschuss, während die Pinguine ihr Heil in Kontern suchten. Verdienter Lohn war das 1:0 für die Iserlohner in der 10. Minute durch Clarke, der vor dem Kasten der Krefelder einnetzte. Die Gastgeber blieben bis zur ersten Pause das insgesamt bessere Team, wenngleich das Niveau mit zunehmender Spielzeit doch etwas verflachte. Eine Strafe gegen Raymond (19.) nutzten die Gäste in buchstäblich letzter Sekunde nach Bullygewinn durch Bruggissers Schlagschuss zum 1:1 Ausgleich. Die Spielanteile waren damit etwas auf den Kopf gestellt.

Roosters im zweiten Drittel mit einer Auszeit

Maskottchen Icey mag gar nicht mehr hinsehen – © Sportfoto-Sale (JB)

Das änderte sich im Mittelabschnitt, denn der Krefelder Ausgleich war offenbar ein Wirkungstreffer gegen die Roosters. Schymainski (22.) scheiterte noch an IEC–Keeper Peters. Der kassierte in der 24. Minute den nächsten Gegentreffer durch Ewanyk zum 1:2 für Krefeld. Und es kam noch besser für die Gäste. O´Connors völlig unnötiger Puckverlust in Überzahl eröffnete Laurin Braun eine Konterchance, die er zum 1:3 (26.) eiskalt ausnutzte. Getreu dem Motto „Sie waren stets bemüht“ plätscherte das Spiel weiter vor sich hin. Iserlohn ließ zwei Strafzeiten gegen die Pinguine ungenutzt verstreichen und als Krefelds Nationalspieler Pietta in der 39. Minute eine feine Einzelleistung zum 1:4 Pausenstand verwertete, war der „Drops“ fast schon gelutscht.

Östlund hält Krefelds Sieg fest

Abgeschenkt hatten die Roosters das Spiel dann aber doch noch nicht. 29 Sekunden nach Wiederbeginn verkürzte Baxmann aus spitzem Winkel unter gütiger Mithilfe des Hinterteils von Trivellato zum 2:4. In der Folgezeit übernahmen die Gastgeber wieder verstärkt die Regie im Spiel. Halmo (44. / 50.), Clarke (47.), Fleischer (51.) scheiterten mit guten Chancen an KEV-Goalie Östlund. Der Schwede erntete nach dem Spiel von beiden Trainern ein Sonderlob, denn auch in der Schlussphase ließ der Krefelder Goalie nichts mehr anbrennen. Daran änderte auch das branchenübliche Szenario des sechsten Feldspielers nach Herausnahme des Iserlohner Torhüters nichts mehr. Krefeld nahm am Ende drei verdiente Punkte mit und hat nun sechs Punkte Luft auf die Roosters.

Laurin Braun träumt noch von Playoffs, O´Leary übt scharfe Kritik

Laurin Braun, Torschütze zum zwischenzeitlichen 1:3, freute sich nach dem Spiel bei MagentaSport über den Sieg. „Der Sieg war für uns sehr wichtig. Wir wollen die Saison gut beenden und wer weiß, vielleicht sind ja sogar die Playoffs noch drin“, so der Ex-Berliner. Damit dürfte er aber zu den wenigen kühnen Optimisten in Krefeld zählen. Die Tabelle spricht mit 14 Punkten Rückstand bei noch sieben ausstehenden Spielen eine andere Sprache.

Iserlohns Trainer Jason O´Leary nahm nach dem Spiel kein Blatt vor den Mund. Er lobte den Einsatz der jungen Spieler. Sie, so O´Leary, hätten gut gekämpft. Tim Fleischer konnte sich im Powerplay beweisen und auch Youngster Alex Blank, der erstmals ohne Gitter spielte, rechtfertigte das in ihn gesetzte Vertrauen während seiner 6:43 Minuten Eiszeit. Iserlohns Bandenchef kritisierte aber einmal mehr die an diesem Abend vermissten Leitwölfe in seinem Team von denen erwartet, dass sie Spiele entscheiden.

Bereits am Dienstag geht es für die Iserlohn Roosters mit dem Auswärtsmatch in Berlin weiter. Krefeld empfängt am Mittwoch die Schwenninger Wild Wings.

Tore: 1:0 (09:33) Clarke (Samanski/Fleischer), 1:1 (19:59) Bruggisser (Pietta) 5-4PP, 1:2 (23:31) Ewanyk (Hospelt/Kuhnekath), 1:3 (25:48) Braun 4-5 SHG, 1:4 (38:59) Pietta (Costello), 2:4 (40:29) Baxmann (Petan/O’Connor)
Schiedsrichter: Bauer/Hunnius
Strafen: Roosters 8 – Pinguine 12
Zuschauer: 3.955

Traierstimmen zum Spiel

Fotostrecke zum Spiel

Iserlohn Roosters - Krefeld Pinguine
© by Sporfoto-Sale 2020 (JB)
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