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Iserlohn: Endlich wieder „Roostershockey“ für die Fans – Denis Shevyrin verwandelt Penalty eiskalt

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Denis Shevyrin - © by Eh.-Mag. (MK)
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Denis Shevyrin - © by Eh.-Mag. (MK)
Denis Shevyrin – © by Eh.-Mag. (MK)

Iserlohn. (MK) „Wir haben den Kampf angenommen. Sehr glücklich bin ich für unsere Fans. Die haben endlich mal Roosterhockey gesehen. Kampfbetontes, einfaches, sehr geradliniges Hockey mit vielen Torchancen gegen eine sehr gute Kölner Mannschaft“, so Iserlohns Trainer Jari Pasanen nach dem 3:2 Heimsieg nach Penaltyschießen der Iserlohn Roosters.

Damit beschrieb Iserlohns Übungsleiter das Spiel seines Teams sehr genau auf den Punkt. Gegenüber den Heimauftritten gegen Schwenningen oder auch Bremerhaven waren die Roosters kaum wiederzuerkennen. Kampfbetont, läuferisch stark und fast jeden Check nicht nur zu Ende fahrend, sondern geradezu den Körperkontakt zum Gegner stets suchend, kauften sie den Haien durchaus den Schneid ab. Insbesondere Matt Dziurzynski, der so einige Male seine Gegner in die Bande „integrierte“, oder auch Blair Jones und Greg Rallo sind hier als Vorbilder für ein Team zu nennen, das es ihnen fast jederzeit gleichtun wollte.

Bezeichnend für die veränderte Einstellung war unter anderem auch, dass sich die Roosters auch durch den 0:1 Rückstand durch Kölns Salomonsson nicht vom „Gameplan“ abbringen ließen. Blair Jones´ toller Treffer zum 1:1 Ausgleich war ebenso ein Highlight, wie sein entscheidender Penalty, der den Zusatzpunkt für Iserlohn bedeutete.

Der zwischenzeitliche Führungstreffer zum 2:1 (37.) war zugleich der DEL-Premierentreffer für Denis Shevyrin. Er wusste bis zum Vormittag gar nicht, dass er überhaupt zum Einsatz kommt. Die kurzfristigen Ausfälle von Marcel Kahle und Dieter Orendorz ließen ihn erst ins „Lineup“ rutschen. Zum Glück, denn der 21- jährige zeigte nach einem Foul an ihm bei seinem Penalty keinerlei Nerven und verwandelte eiskalt im Stile eines alten Hasen. Es ist im Eishockey gute Tradition, dass der Spieler nach seinem ersten Treffer den Puck als Andenken behalten darf. Der „Glückspuck“ befindet sich natürlich schon im Besitz des Torschützen, wie Denis Shevyrin nach dem Match im Interview freudig berichtete.

Die Frage, ob er denn nun nach zuletzt vier Einsätzen beim Kooperationspartner in Bietigheim auch wieder regelmäßig am Seilersee aufläuft, verwies der bescheidene Allrounder an den Trainer. Der wiederum wollte sich auch nicht so ganz in die Karten schauen lassen. „Die Spiele in Bietigheim haben ihm gut getan. Wir wissen in jedem Fall, dass wir mit Denis eine gute Alternative haben“, so Jari Pasanen.

Hörte man sich nach dem Spiel mal ein wenig unter den Fans um, dann wurde schnell klar, dass diese ihn schon lange nicht mehr nur als Alternative sehen und fest in ihr Eishockeyherz geschlossen haben. „Der müsste immer spielen, weil er jung ist und auch nicht mehr Fehler macht, als die anderen“ oder „Der Junge ist klasse, er hat mehr Vertrauen verdient“, lautete der Tenor der Anhänger.

Keine wirklich schlüssige Erklärung hat Jari Pasanen für die Leistungsschwankungen seines Teams. Der November war für die Roosters insgesamt mit nur sechs von 21 erzielten Punkten kein befriedigender Monat. Wie eng die Spiele waren verdeutlicht, dass jedes Spiel mit nur einem Tor Unterschied entschieden wurde.

Nach zuletzt fünf Spielen innerhalb von zehn Tagen, können die Roosters nun bis zum kommenden Freitag etwas durchschnaufen und die Grippewelle hoffentlich aus der Kabine vertreiben. Gegen die sehr konstant spielenden Grizzlys aus Wolfsburg werden dann wieder die kämpferischen Tugenden der Roosters gefragt sein.

Fotostrecke zum Spiel gegen Köln

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Interview mit Denis Shevyrin und Stimmen zum Spiel


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