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Iserlohn. Die 19. Jahreshauptversammlung des Iserlohner EC e.V. war mit 138 Anwesenden von insgesamt 612 Mitgliedern bestens besucht. So viele Mitglieder hatten sich bislang...

Iserlohn. Die 19. Jahreshauptversammlung des Iserlohner EC e.V. war mit 138 Anwesenden von insgesamt 612 Mitgliedern bestens besucht. So viele Mitglieder hatten sich bislang noch nie für die Jahresbilanz interessiert.

 

Traditionell eröffnete Klubchef Brück die Versammlung und zog in gewohnt lockerer Art seine sportliche Bilanz. Brück bewertete das Erreichen des zehnten Platz in der letzten Saison als positiv. Damit sei es gelungen ein großes Ziel zu erreichen. Schließlich hatte man vor einem Jahr die Parole ausgegeben in Zukunft häufiger in den Playoffs zu sein, als eben nicht in der lukrativen Endrunde zu stehen. Gleichzeitig räumte er ein, dass auch sogar noch etwas mehr drin gewesen sei. So sei der Kader zwar nominell und qualitativ gut besetzt gewesen, aber die schwerwiegenden Ausfälle von Wolf und York seien auch aufgrund der fehlenden Kadertiefe nicht zu kompensieren gewesen. Als in der Entwicklung positiv hob er beispielsweise die Spieler Hommel und Caron hervor. Auf der anderen Seite habe es aber auch im Kader Spieler gegeben, die menschlich einwandfrei und loyal gewesen seien, aber eben nicht die erhoffte Leistung auf dem Eis gezeigt hätten.

Wirtschaftlich vergab der Klubchef seinem „Unternehmen“ für das abgeschlossene Geschäftsjahr die Note 2- bis 3+.

 

Diese Note bestätigte auch das Zahlenwerk von Geschäftsstellenleiter Bernd Schutzeigel. So erwirtschaftete der e.V. einen Überschuss von 11.456,29 Euro. Die Roosters GmbH schrieb mit 33.811,17 eine sehr beachtliche schwarze Zahl, was in „Eishockey-Deutschland“ nach wie vor alles andere als „normal“ ist. Die Gesamteinnahmen der GmbH beliefen sich auf insgesamt 5.247.197,44 Euro.

Bei lediglich sieben Enthaltungen wurde die Vorstandschaft von den Mitgliedern entlastet.

Nach drei Jahren Amtszeit stellten sich der 1. Vorsitzende Wolfgang Brück und sein 2. Vorsitzender Josef Jost erneut zur Wiederwahl.

Ohne Gegenkandidaten gingen beide quasi glatt über die Ziellinie. Zwei Nein-Stimmen und eine Enthaltung für Brück, sowie lediglich zwei Enthaltungen für Jost waren einmal mehr ein riesiger Vertrauensbeweis für das Führungsduo.

 

Bernd Schnieder, Nachwuchsvorsitzender legte in seinem Bericht für die Nachwuchsabteilung ebenfalls beeindruckende Zahlen vor. So konnte das Sponsoring um 70 % gesteigert werden. Schnieder selbst hatte 2006 sein Amt noch mit erheblichen Verbindlichkeiten der Vorgänger angetreten.  In Zukunft soll die Sichtung von Talenten weiter ausgebaut werden. In der vorgestellten Agenda 2016 sind die Ziele mittel bis langfristig ausgelegt. So will man 13/14 das Ziel DNL wieder in Angriff nehmen.

Iserlohns neuer und alter 1. Vorsitzender: Wolfgang Brück – © by Eishockey-Magazin

 

In seinem Ausblick und unter dem Punkt „Verschiedenes“ gingen Brück, als auch Jost auf diverse Themen ein.

In der nächsten Saison will man erneut das Ziel, wie könnte es anders sein, Playoffs ausgeben. Helfen soll dabei Neuzugang Alex Nikiforuk, der als Center der dritten Reihe eingeplant ist (siehe Bericht unten).

 

Erörtert wurde auch der Eigentümerwechsel der Eissporthalle. So sei nun die städtische Bädergesellschaft neuer Besitzer. Die DSBG sei nun auch aus steuerlichen Gründen nur noch Dienstleister in der Halle. Damit verbunden gebe es ein neues Betreiberkonzept. Die Roosters bleiben Mieter der Halle. Mit der Bädergesellschaft hat es bereits Gespräche gegeben. Man suche eine für beide Seiten tragfähige Basis. Die Rahmenbedingungen, wie unter anderem die Vermarktungsmöglichkeiten, seien noch nicht abschließend geklärt, aber man sei auf einem guten Weg, so Brück.

 

Zum Dauerthema Videowürfel gab es den Vorschlag als Alternative Leinwände in den Ecken der Halle zu installieren. Dieses sei durchaus bei den Roosters ein Thema und könne eventuell in ein bis zwei Jahren realistisch sein. Brück erläuterte, dass es für die Verantwortlichen immer ein großer Konflikt sei in welchen Bereich man Geld investiere.

 

Eingehen wollte Brück auch noch einmal auf die „Banneraffäre“. Ihm sei es wichtig, dass jeder seine Meinung selbstverständlich äußern dürfe. Konstruktive Kritik sei immer erwünscht. Beschimpfungen und persönliche Angriffe würden aber nicht toleriert.

Er räumte ein, dass der Einfluss bestimmter Fangruppen nicht zu groß werden dürfe. Für ihn selbst seien die Vorkommnisse Anlass gewesen wieder mehr auf die Fanbasis zuzugehen.

 

Positiv angetan war der Rechtsanwalt auch vom neuen Spielplan, der in einer Woche bekannt gegeben wird. Der Spielbeginn am Sonntag sei noch nicht endgültig geklärt. Auch aufgrund des neuen TV-Partners Servus TV sei ein Spielbeginn am Sonntagnachmittag denkbar, aber noch nicht beschlossen. Apropos Servus TV: Die Entscheidung für den neuen TV Partner sei nach insgesamt 17 Jahren Sky (Premiere) am Ende leicht gefallen. Die ähnlich hohe finanzielle  Gegenleistung und die Empfangbarkeit im Free-TV, sowie die hohe Übertragungsqualität seien gute Argumente für Servus TV gewesen.

Vom Sender wurden die Roosters mit zwei Kameras ausgestattet, um für die Spieltagszusammenfassung entsprechende Bilder liefern zu können.

 

Thematisiert wurde auch der neue Kooperationsvertrag zwischen DEL und DEB. Nun gebe es klare Regelungen, der Sport könne juristisch nicht diskutiert werden und stehe deutlich mehr im Fokus.

 

Deutliche Kritik wurde an der Außendarstellung der Roosters geübt. In diesem Bereich sei der Klub nicht mitgewachsen, Spielberichte auf der Homepage seien nicht neutral und die Bekanntgabe von Spielerverpflichtungen finde oftmals erst Wochen nach der eigentlichen Vertragsunterzeichnung statt. Dieser Kritik entgegnete Brück unter anderem mit Kommunikationsrichtlinien. „Wenn ich nichts zu berichten habe, mache ich nicht den Pausenclown“, so der Klubchef. Gleichzeitig räumte er oberflächlich ein, dass man mit den vorhandenen Ressourcen besser arbeiten könne.

 

Auf Personalfragen ging Brück ebenfalls ein. So habe ein Michael Hackert keinen Vertrag, weil man ihn nicht bezahlen könne. Er, so Brück, gehe davon aus, dass Neuzugang Brandon Rogers mit einem deutschen Pass auflaufen werde. Aktuell gebe es keinen neuen Vertrag für Lasse Kopitz, so Brück doch vielsagend. Und ganz wichtig: Sébastien Caron erfüllt seinen Vertrag am Seilersee in der neuen Saison. Insgesamt gehe man sehr ehrlich mit den Spielern um. Viele Personalfragen hängen aktuell vom Vertrag mit dem neuen Hallenbetreiber ab. Oberste Prämisse sei für ihn und Josef Jost nicht mehr Geld auszugeben, als man einnehme.

 

Bezogen auf eine mögliche freiwillige Verkürzung seiner neuen dreijährigen Amtszeit gab er zu Protokoll, dass seine berufliche und private Planung für ihn ausschlaggebend seien. So lange er Freude habe, das Vertrauen genieße und das Gefühl habe etwas bewegen zu können, sei alles in Ordnung.

Und wenn, dann wolle er in jedem Fall einen gut aufgestellten Verein hinterlassen.

Die aktuelle Bilanz und die von Brück positiv skizzierten wirtschaftlichen Aussichten dürften dem geschäftsführenden Gesellschafter jedenfalls so schnell die Freude nicht nehmen.

 

Alex Nikiforuk unterzeichnet Vertrag am Seilersee

Alex Nikiforuk: Über Dänemark und Italien zurück in die DEL zu den Roosters – © by Sportfoto Cologne

Iserlohn. (PM)  Die Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) haben einen weiteren Stürmer für die kommende Saison unter Vertrag genommen. Vom italienischen Serie A-Club aus Valpellice wechselt der Kanadier Alex Nikiforuk an den Seilersee. Er unterzeichnete einen Jahresvertrag. „Alex ist ein unglaublich schneller, technisch starker Stürmer, der seine Chance nutzen will, in der DEL sein Können zu zeigen“, so Manager Karsten Mende.

Nikiforuk startete seine Karriere im Jahr 2003 an der University of Nebraska-Omaha in der NCAA und entwickelte sich dort zu einem zuverlässigen Skorer seines Teams. Sein Engagement und seine Arbeitsbereitschaft sorgten dafür, dass er in den Mannschaftsrat und später zum Assistenzkapitän seines Collegeteams bestimmt wurde. Nach seiner Universitätszeit wechselte der flinke Kanadier, der nie gedrafted wurde, auf Rat seines Manager nach Europa und entschied sich für ein Engagement beim finnischen Eliteligaclub SaiPa aus Lappeenranta. Später im Jahr zog es ihn zum DEL-Club nach Wolfsburg, bevor er über die Zwischenstation im dänischen Herning nach Italien kam. Zuerst in Pontebba, zuletzt zwei Jahre in Valpellice, avancierte Nikiforuk zu einem zuverlässigen Skorer seines Teams und gehörte stets zu den besten Spielern der italienischen Eliteliga.

„Wir wissen, dass wir einen Spieler verpflichtet haben, der lernen muss, sich in unserer Liga durchzusetzen“, so Cheftrainer Doug Mason. Dennoch weiß der Kanadier, dass sein Landsmann aus North Vancouver echte Torjägerqualitäten hat und bereits an die Eisfläche in Europa und die veränderten Lebensumstände gewohnt ist. „Alex wird rackern bis zum Umfallen und uns hoffentlich rasch sein Torjäger-Näschen unter Beweis stellen.“

Karrierestatistiken von Alex Nikiforuk

 

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