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Leipzig/ Taucha. (MB) Der letzte Testspiel-Gegner den die IceFighters sich herausgesucht hatten sollte es in sich haben. Dies war aber in zweifacher Hinsicht so...

Leipzig/ Taucha. (MB) Der letzte Testspiel-Gegner den die IceFighters sich herausgesucht hatten sollte es in sich haben. Dies war aber in zweifacher Hinsicht so gewollt. Zum einen sollten vor dem Oberliga-Ost-Auftakt am Freitag gegen F.A.S.S. Berlin noch mal viele Ansatzpunkte zur Verbesserung aufgezeigt werden vom Zweitligisten und zum anderen wollte man dem Publikum ein Highlight bieten. Erstmals in der nun dreijährigen Vereinsgeschichte gastierte ein Bundesligtst beim Oberligisten. Mit den Dresdner Eislöwen kam nicht nur ein Verein der aus der Nähe kommt, sondern ein Verein, der ähnliche Probleme mit seiner Spielstätte hatte, wie die IceFighters. Insofern war dieses Duell mit viel Vorfreude erwartet worden, weil beide Vereine es geschafft haben am Leben zu bleiben.

Es war von Beginn an ein Spiel, wo sich alle Fans fast verwundert die Augen rieben. Wer damit rechnete, dass den Leipzigern nach ihrer blamablen Vorstellung in Rostock nun eine Lehrstunde erteilt wird, musste schnell seine Meinung revidieren und staunen. Ohne jeglichen Respekt griffen die Messestädter schnell an und überrumpelten die Landeshauptstädter aus Dresden. Schon mit dem ersten Versuch trafen die Gastgeber. Sebastian Alt wurde einwandfrei angespielt und in dem entstehenden 2 auf 1 Konter spielte er auf Jiri Mikesz, welcher dem Goalie Kellen Briggs keine Chance ließ. Die Stimmung war schon am Anfang einzigartig. Die Feldspieler der IFL spielten entfesselt weiter. Die besten Chancen hatten Emanuel Grund und Lars Müller. Die Torschüsse verfehlten knapp ihre Ziele. Der Gast aus Dresden war nur spärlich in Aktion und machte vorerst nur mit einem Schuss an das Torgestänge auf sich aufmerksam. Wie es besser geht sah man nach gut 15 Minuten. Fabian Hadamik wurde von Jiri Mikesz nach einem Bully angespielt und der fackelte nicht lange und netzte zum 2:0 ein. Wahrscheinlich waren die Leipziger selber noch so überrascht und begeistert über das neue Ergebnis an der Anzeigetafel, sodass Sekunden nach Wiederanpfiff Jan Zurek zum Anschlusstreffer kam. Es sollte dabei erst einmal bleiben.

Im zweiten Drittel wurde zu Beginn gleich ein Torhüterwechsel auf Dresdner Seite vollzogen. Der Stammgoalie Kellen Briggs war keinesfalls schlecht, aber er hatte im ersten Drittel so viel zu tun, dass sich Trainer Popiesch für die Spielpraxis von Christian Hacker entschied. Der Zweitligist kam auch nun besser zur Entfaltung und riss das Spiel an sich. Klare Chancen waren jedoch weiterhin Mangelware. Die beste hatte vorerst wieder der Gastgeber durch Tomas Vrba. Er hätte bei seiner Breakchance auf 3:1 stellen können, aber Christian Hacker blieb ganz cool. Auch Leipzig tauschte dann, wie abgesprochen, nach 30 Minuten die Goalies. Während Erik Reukauf einen sehr guten Abend erwischt hatte, schien Nicolas Sievers noch nicht ganz wach zu sein. Unter kräftiger mithilfe von ihm kamen die Eislöwen zum Ausgleich durch Veit Holzmann. Leipzig reagierte zu der Zeit nur noch und konnte sich nach diesem Patzer total auf Sievers verlassen und bei ihm bedanken. Mehrmals rettete er das Unentschieden, somit blieb es beim 2:2.

In den letzten Abschnitt ging Leipzig wieder etwas mutiger zur Sache. Die wahnsinnig fightenden IceFighters wollten nicht so einfach Klein bei geben. Die Eislöwen haben trotz der mehreren Ausländerstellen im Kader ihre deutliche spielerisch höhere Klasse bzw. Veranlagung selten zeigen können. Als in der 48 Minuten Kasperczyk, der Ex-Hallenser, zur erneuten Führung für die IFL traf, schien der Oberligist sehr nah an der Überraschung zu sein. Einer der besten Leipziger, Jiri Mikesz, welcher auch vor der Saison in Halle ein Thema war, hatte kurz darauf noch eine Riesenchance auf einen Zwei-Tore-Vorsprung zu stellen. Ausgenutzt hat er die hochkarätige Chance nicht und so wurden natürlich auch die Angriffe der Dresdner von Minute zu Minute wütender. Dass die Fans der IceFighters Leipzig die besten der Liga sind, ist nicht ganz unbegründet. Besonders bei Unterzahl der eigenen Mannschaft steht das Publikum wie eine Wand hinter ihrem Team. So auch rund 5 Minuten vor dem Ende. Trotzdem mussten die Gastgeber durch Jan Zurek den Ausgleich hinnehmen. Eigentlich war es ein gutes Penalty-Killing von Leipzig, aber einen Moment passte die Hintermannschaft nicht auf. Das Überwasser von den Eislöwen wurde immer größer, der Druck auf das Gehäuse von Sievers immer immenser. So ist es keine Überraschung, dass Carsten Gosdeck kurz darauf per platzierten Flachschuss den 3:4 Siegtreffer erzielte. Leipzig versuchte alles, Mannix Wolf nahm den Goalie vom Eis, die letzte Chance jedoch nutzten die IceFighters Sekunden vor Ende nicht.

Die Dresdner Eislöwen sind in der Pflichtspielpause bei ihrem Auftritt in der Dicolor Eisarena in Taucha mit einem blauen Auge davon gekommen. Auch wenn es nur ein Testspiel war, von einer Truppe die mitten im Ligabetrieb steht und eine Liga höher spielt, kann man eigentlich erwarten, dass es eine klarere Sache wird. Besonders das erste Drittel muss noch mal thematisiert werden. Die IceFighters können viel Positives aus der Niederlage mitnehmen und nun gut gestimmt in die neue Oberliga Saison starten. Eines steht aber jetzt schon fest: In Leipzig (bzw. Taucha) zu bestehen wird fast schon traditionell für jeden Verein sehr schwer!

 

Statistik:

IceFighters Leipzig – Dresdner Eislöwen 3:4 (2:1/ 0:1/ 1:2)

Tore: 1:0 (01:41) Mikesz (Alt), 2:0 (15:52) Hadamik (Mikesz), 2:1 (16:35) Zurek (Boisvert, Huebscher), 2:2 (32:44) Holzmann (Pietsch, Mücke), 3:2 (47:28) Kasperczyk (Gross, Breiter), 3:3 (55:29) Zurek (Boisvert, Huebscher, PP1), 3:4 (57:15) Gosdeck (Jarrett, Kaartinen)

Strafen: IceFighters Leipzig: 6 Minuten, Dresdner Eislöwen: 4 Minuten

Schiedsrichter: Daniel-Roger Knauss (HS), Maik Preiß, Mike Schmölling

Zuschauer: 1.100

Aufstellungen:

IceFighters Leipzig: Kasperczyk Jedrzej, Ullmann Florian, Vrba Tomas, Müller Jens, Nighbert Kevin, Reukauf Erik, Breiter Sören, Sievers Nicolas, Alt Sebastian, Hrach Petr, Hadamik Fabian, Mikesz Jiri, König Marcel, Beringschmidt Marcus, Gross Arthur, Müller Lars, Eichelkraut Florian, Grund Emanuel

Dresdner Eislöwen: Huebscher André, Kaartinen Sami, Brenninger Florian (FL), Boisvert Hugo, Mücke André, Heider Martin, Pietsch Jari, Benda Jan, Jarrett Patrick, Lüsch Florian (FL), Ziolkowski Thomas, Hajek David, Hacker Christian, Zurek Jan, Reckers Aaron, Briggs Kellen, Stein Gregor, Kurtz Justin, Holzmann Veit, Gosdeck Carsten

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