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Nürnberg. (STM) Nach zuletzt vier Spielen in der Fremde feierten die Ice Tigers einen ungefährdeten 6-3 Heimsieg gegen die Bietigheim Steelers. Vor 3213 Zuschauern... Ice Tigers siegen gegen Bietigheim – Rick Schofield im Anflug

Bietigheims #26 Evan Jasper (unten) und Nürnbergs #71 Andrew Bodnarchuk (oben) hatten eine handfeste Auseinandersetzung.
– © ISPFD

Nürnberg. (STM) Nach zuletzt vier Spielen in der Fremde feierten die Ice Tigers einen ungefährdeten 6-3 Heimsieg gegen die Bietigheim Steelers.

Vor 3213 Zuschauern war das funktionierende Powerplay der Schlüssel zum Erfolg. Die Nürnberger Tore erzielten MacLeod (2), Sheehy, Schmölz, Karrer und Weber.

Lange Zeit schien es ein gebrauchtes Wochenende für die Nürnberg Ice Tigers zu sein. Am Freitagmorgen, vor dem Gastspiel in Frankfurt, brach sich Ryan Stoa ohne Fremdeinwirkung den Knöchel und wird die nächsten drei Monate ausfallen. Für die Ice Tigers ein echter Tiefschlag, präsentierte sich Stoa doch bisher in starker Verfassung und war mit acht Treffern der mit Abstand treffsicherste Nürnberger.

Nach der schweren Verletzung von Nick Welsh ist Stoa schon der zweite Leistungsträger, auf den die Ice Tigers langfristig verzichten müssen. Auch der Freitagabend gestaltete sich aus Sicht der Ice Tigers alles andere als positiv. Dreimal waren das Team von Tom Rowe in Führung gegangen und konnte eine 3-2 in den Schlussabschnitt transportieren, ehe zwei Treffer das Spiel für Frankfurt entschieden.

So waren die Ice Tigers heute gegen die Bietigheim Steelers gefordert, wollte man nicht den Anschluss an die oberen Tabellenregionen verlieren. Positive Nachrichten gab es immerhin bereits vor dem Spiel. Sportdirektor Stefan Ustorf hatte sich nach dem Ausfall von Stoa sofort auf die Suche nach einem Ersatz gemacht und konnte heute bereits Vollzug melden. Auch wenn der Vertrag noch nicht unterschrieben sei, gehe Ustorf davon aus, bereits am Dienstag mit Rick Schofield einen neuen Mittelstürmer präsentieren zu können.

„Ich kenne Rick aus unserer Zeit in Linz, er ist ein herausragender Spieler, wir haben eine gute Beziehung und er ist topfit“, so Tom Rowe nach Spielschluss. Laut Aussage von Rowe soll Schofield einen Vertrag bis Saisonende unterschreiben.

Rick Schofield (Black Wings Linz) – © by Eisenbauer BWL Media


Auch so gab es personell etwas Entwarnung, Jake Ustorf kehrte in den Kader zurück und gab Tom Rowe die Möglichkeit, mit vier kompletten Sturmreihen agieren zu können. Die Steelers hingegen mussten kurz vor Spielbeginn auf ihren Torhüter Cody Brenner verzichten, der auf einmal bewusstlos wurde. Brenner wurde umgehend zu weiteren Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht. Der Ersatz von Cody Brenner hatte einen denkbar schlechten Start, nach gerade einmal 35 Sekunden musste Leon Doubrawa das erste Mal hinter sich greifen. Gregor Macleod reagierte nach einem Schuss von Mebus am schnellsten und drückte den Nachschuss über die Linie (1.).

Doch war erwartet hatte, dass es in diesem Tempo so weitergeht, hatte sich getäuscht. Die Steelers, die bereits am Freitag zu Hause gegen Düsseldorf eine empfindliche 2-8 Heimniederlage hinnehmen mussten, zeigten in den Folgeminuten die erheblichen Probleme der Ice Tigers in Unterzahl mehr als deutlich auf. Gleich die ersten beiden Gelegenheiten in Überzahl nutzten die Gäste eiskalt aus.

Zuerst war es Chris Wilkie, der ein feines Zuspiel von Daniel Weiß zum 1-1 vollendete (5.), wenig später sorgte Evan Jasper mit dem 1-2 erst einmal für Stille in der Arena (6.). „Wir hatten keinen guten Start, mussten einen frühen Gegentreffer hinnehmen, sind aber sofort wieder zurückgekommen und sind in Führung gegangen“, so Daniel Naud. Die Ice Tigers benötigten ein paar Minuten, bekamen dann aber Spiel und Gegner wieder in den Griff. Auch, weil an diesem Abend das Powerplay ausgezeichnet funktionierte.

So erzielten die Gastgeber drei Treffer alle in Überzahl. Daniel Schmölz traf aus dem Slot wie nur Daniel Schmölz aus dem Slot treffen kann (11.), ehe im Mitteldrittel Tyler Sheehy (29) und Marcus Weber (38.) erfolgreich waren. Zwischenzeitlich hatte Julius Karrer bei numerischer Gleichheit getroffen. (36.). Hätten nicht Reimer und Sheehy nur die Latte getroffen, wäre das Spiel schon nach zwei Dritteln entschieden gewesen.
„Wir haben im zweiten Drittel zu viele Strafzeiten genommen und dadurch den Faden verloren, Nürnberg hat viel Qualität auf dem Eis und hat das im Powerplay eindrucksvoll bewiesen“, so Daniel Naud.

Die Steelers aber steckten zu keinem Zeitpunkt auf und kamen nach Wiederbeginn zum 5-3 Anschlusstreffer durch Teemu Lepaus, der Treutle mit einem platzierten Schuss bezwang (41.). Auch diesen Gegentreffer steckten die Nürnberger aber gut weg, Gregor MacLeod stellte mit seinem zweiten Treffer den alten Abstand wieder her (47.). Die Steelers gaben sich nicht auf, versuchten irgendwie wieder in dieses Spiel zukommen, fanden aber kein Mittel gegen konzentriert verteidigende Ice Tigers, die sich am Ende über einen souveränen Heimsieg zum Abschluss eines Wochenendes freuen konnten, das gar nicht gut begonnen hatte, aber doch einen versöhnlichen Abschluss gefunden hatte.

„Unser Powerplay war so gut, wie noch nie in dieser Saison. Wir mussten das Spiel unbedingt gewinnen, um nicht den Anschluss in der Tabelle zu verlieren. Wir wollten mehr Schüsse aufs Tor bringen und ich habe viele positive Dinge heute gesehen“, so das Fazit von Tom Rowe.

Weiter geht es für die Ice Tigers am Mittwoch zu Hause gegen den ERC Ingolstadt, vermutlich schon mit Rick Schofield.

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