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Kassel. (PM Huskies) Zwei Minuten sind in der Verlängerung gespielt. Troy Rutkowski zieht über die rechte Seite vor das Tor und gibt nach innen.... Huskies feiern ersten Heimsieg!

Corey Trivino – © Sportfoto-Sale (SD)

Kassel. (PM Huskies) Zwei Minuten sind in der Verlängerung gespielt. Troy Rutkowski zieht über die rechte Seite vor das Tor und gibt nach innen.

Dort steht Corey Trivino und drückt die Scheibe zum 4:3-Siegtreffer der Kassel Huskies über die Line. Die mit 2447 Zuschauern gefüllte Kasseler Eissporthalle explodiert förmlich. Endlich gewinnen die Schlittenhunde das erste Spiel in ihrem „neuen“ Zuhause.

Und auch der Start ins Heimspiel gegen den ESV Kaufbeuren lief endlich einmal nach Plan aus Sicht der Nordhessen. Keine zwei Minuten sind gespielt, da traf Jamie MacQueen zur Führung für die Hausherren. Elf Minuten später können die Mannen von Tim Kehler, der verletzungsbedingt auf Jake Weidner verzichten musste, erhöhen. Tim Lucca Krüger behielt in einem Gewühl vor ESVK-Goalie Stefan Vajs die Übersicht und stellte auf 2:0. Aber auch die Gäste machten ein gutes Spiel und hatten gute Möglichkeiten. Die beste vereitelte Jerry Kuhn in der zehnten Minute. Gut sechs Minuten vor der ersten Pause markierte Lillich mit einem satten Schuss in den Winkel dann aber doch den Anschlusstreffer.

Im zweiten Abschnitt knüpften die Hausherren an die starke Leistung an. Die Huskies drückten und hatten beste Gelegenheiten. Doch sie scheiterten zumeist an sich selbst oder am stark aufgelegten Gäste Schlussmann Vajs. Keussen per Rückhand, Shevyrin freistehend vor dem Tor und Cameron bei einem Zwei-auf-Eins-Konter verpassten es die Führung auszubauen. Und so kam es wie es meistens kommt. Die Allgäuer stachen eiskalt zu. Zunächst traf Spurgeon in Überzahl, dann nutzte Pavlu seinen eigenen Rebound, bei der die Kasseler Hintermannschaft das Spielgerät völlig aus den Augen verlor. Der ESVK drehte die Partie in nicht einmal drei Minuten.

Für die Schlittenhunde ging es somit erneut mit einem Rückstand in den Schlussabschnitt. Anders als in so mancher Partie zuvor stimmten aber Einstellung, Kampfgeist und Wille. Die Huskies drückten auf den Ausgleich, haderten aber erneut mit der eigenen Chancenverwertung, Und so musste es ein Geniestreich sein, der für den Ausgleich sorgte. Nach einem Keussen-Versuch landete die Scheibe hinter dem Kasten bei Corey Trivino. Der Kanadier schaltete schnell und schoss ESVK-Torhüter Vajs so an, dass die Scheibe von dessen Schoner ins eigene Netzt befördert wurde. 3:3 nach 55 Minuten.

Da dieser Spielstand auch nach 60 Minuten bestand hatte, ging es für die Huskies zum ersten Mal in der Saison in die Verlängerung. Es folgte das sehenswerte Zusammenspiel von Troy Rutkowski und eben jenem Corey Trivino, welches für den viel umjubelten ersten Heimsieg der Kassel Huskies in der Saison 2021/22 sorgte.

Joker unterliegen in Kassel mit 4:3 nach Verlängerung

Kaufbeuren. (PM ESVK) DEL2 Spieltag Nummer neun stand heute für den ESV Kaufbeuren auf dem Programm. Dabei gastierten die Joker beim amtierenden Vizemeister der DEL2. Trainer Tray Tuomie konnte dabei auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Im Tor stand Stefan Vajs, sein Backup war Maximilian Meier.

Die Joker hatten dann eigentlich einen guten Start in die Partie. Mussten aber bereits nach zwei Minuten einen Rückstand hinter herlaufen. Jamie MacQueen konnte im Nachsetzen einen Abpraller zum 1:0 für die Schlittenhunde verwerten. In der Folge hatten die Joker die besseren Chancen und der Ausgleichstreffer hätte dabei eigentlich fallen müssen. Tat er aber leider nicht und in der neunten Minute wurde es dann etwas kurios. Die Partie wurde kurzerhand, aufgrund einer Verletzung von einer Linesperson, mit nur drei Schiedsrichtern geleitet und als einer der beiden Hauptschiedsrichter seinen Arm hob, ging Stefan Vajs davon aus, dass eine Strafe gegen die Huskies angezeigt wird, darauf hin verließ der Kaufbeurer Torhüter seinen Kasten und es kam wie in einer solchen Situation üblich, der sechste Feldspieler auf das Eis. Als dem Kaufbeurer Torhüter wohl klar war, dass der Hauptschiedsrichter keine Straf angezeigt hatte, machte er sich wieder auf den Weg in seinen Kasten. Darauf hin bekamen die Joker eine Strafe wegen zu vieler Feldspieler auf dem Eis aufgebrummt. Eine höchst unglückliche Aktion also. Der ESVK verteidigte das anschließende Powerplay der Kasseler aber gut und hatten bei einem Konter riesen Pech, als ein Schuss von Max Oswald vom Innenpfosten wieder aus dem Tor heraus sprang. In der 13. Minute konnten die Huskies dann ihren zweiten Treffer erzielen. Wiederum bekamen die Kaufbeurer eine Situation vor dem eigenen Tor nicht geklärt und Stefan Vajs war dann im vierten Nachschuss aus kürzester Distanz geschlagen. Torschütze war dabei Tim Lucca Krüger. In der Folge hatten die Huskies dann doch etwas Oberwasser und verbrachten viel Zeit in der Zone der Joker. Diese Mal aber konterten die Joker gut. John Lammers spielte bei einer drei auf zwei Situation Markus Lillich frei und dieser traf humorlos in den Winkel zum 2:1 Anschlusstreffer. Kurz vor der Pause hatte dann Branden Gracel noch eine dicke Chance für den ESVK liegen gelassen und so ging es mit einem Spielstand von 2:1 in die erste Pause.

Im zweiten Abschnitt taten sich die Kaufbeurer lange Zeit sehr schwer. Die Huskies setzten die Joker immer wieder in deren Defensivzone fest und kamen dabei auch zu vielen guten Torabschlüssen. Stefan Vajs war aber stets zur Stelle und verhinderte mehrfach den dritten Treffer der Hessen. In der 35. Spielminute kamen die Joker dann zu ihrem ersten Powerplay in dieser Partie und konnten dies auch zum Ausgleichstreffer nutzen. Über Sören Sturm und John Lammers kam die Scheibe schnell vor das Tor zu Tyler Spurgeon und der Kapitän des ESVK traf aus der Drehung heraus durch die Schoner von Gerald Kuhn zum 2:2. Der ESVK war nun auch wieder besser im Spiel und konnte in der 39. Spielminute sogar in Führung gehen. Joey Lewis legte seitlich vor dem Tor stehend auf den eingelaufenen Jan Pavlu, dessen Schuss wurde dann unglücklich geblockt, die Scheibe blieb nämlich neben Kassels Torhüter Gerald Kuhn liegen. Jan Pavlu reagierte am schnellsten und drückte die Hartgummischeibe zum 2:3 aus Sicht der Huskies über die Linie. Die Joker konnten das Spiel also trotz einer langen Druckphase der Kasseler im zweiten Abschnitt zu ihren Gunsten drehen und gingen mit einer 2:3 Führung in die zweite Pause.

Das dritte Drittel war dann ein sehr ausgeglichenes, wobei die Huskies ein kleines Chancenplus zu verbuchen hatten. Stefan Vajs war aber für die Hausherren einfach lange Zeit nicht zu überwinden. Es dauerte bis zur 54. Spielminute und dann hatten die Huskies wohl auch das nötige Glück was es brauchte um den Kaufbeurer Schlussmann doch noch zu überwinden. Ein abgefälschter Schuss ging seitlich knapp am Tor vorbei und Corey Trivino schoss Stefan Vajs direkt von hinter dem Tor an und die Scheibe lag im selbigem. Von den Spielanteilen her war der Ausgleich für den letztjährigen Vizemeister aber auch verdient. Beide Mannschaften hatten in den Schlussminuten dann irgendwie aber auch nicht mehr den unbedingten Willen das Spiel mit aller Macht zu entscheiden und vielleicht dadurch selbst noch den entscheidenden Fehler zu machen. So ging es mit einem Spielstand von 3:3 in die Overtime. Diese war dann keine drei Sekungen alt, als Hauptschiedsrichter Marcus Brill ESVK Kapitän Tyler Spurgeon unverständlicherweise wegen „Haken“ auf die Strafbank schickte. Der ESVK verteidigte die anschließende Unterzahl stark und konnte sogar nach einer Minute wieder vollzählig agieren, da Kassels Verteidiger Joel Keussen ebenfalls auf die Strafbank musste. Sekunden bevor die Joker dann selbst in Überzhal hätten agieren können, machten die Kasseler bei drei gegen drei Feldspieler noch den Gamewinner. Denis Shevyrin brachte die Scheibe von der Seite kommenden vor das Tor und dort konnte Corey Trivino ungehindert zum 4:3 für die Hessen einschießen. Die Joker mussten also nach fünf Siegen in Folge wieder einmal eine Niederlage einstecken. Der Garant für den Punkt war dabei einmal mehr eine kämpferisch starke Leistung und ein überragender Stefan Vajs.

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