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Zug. (MR) Nach der Vorrunde, die ein paar knappe, meist aber eindeutige und teils haushohe Ergebnisse gesehen hatte, standen die Teilnehmer der Viertelfinals fest....
Der Schweizer Auguste Impose trifft doppelt gegen Russland - © by Eishockey-Magazin (DR)

Der Schweizer Auguste Impose trifft doppelt gegen Russland – © by Eishockey-Magazin (DR)

Zug. (MR) Nach der Vorrunde, die ein paar knappe, meist aber eindeutige und teils haushohe Ergebnisse gesehen hatte, standen die Teilnehmer der Viertelfinals fest. So waren hier neben den Favoriten (Vorjahres-Medaillisten USA, Tschechien und Kanada) auch die Slowaken – trotz einer 0:10 Klatsche gegen die USA – und Gastgeber Schweiz mit dabei, wobei letztere bisher auch enttäuscht hatten. Auch die Schweden (3 Punkte) waren hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

In Zug kreuzten zunächst Kanada und Schweden die Schläger. Das Spiel fand fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt – es sollen sich gerade einmal 1000 Zuschauer in der Bossard Arena verlaufen und ein munteres Spiel gesehen haben. Hier hatte man zwei Teams, die zunächst auf Augenhöhe geschmeidiges Eishockey boten. Das änderte sich, als Kanada binnen 54 Sekunden gleich zwei Male erfolgreich war. Zwar kam „Tre Kronor“ wenig später im Powerplay heran, doch fortan dominierten die Nordamerikaner das Spiel. Wenige Sekunden vor der ersten Pause gelang gar der dritte Treffer für die „Ahornblätter“. Das schien sich im mittleren Drittel umzudrehen, denn nachdem Schweden in eigener Unterzahl die Scheibe geklaut und mit schönem Move eingeschossen hatte (23.), schienen die Kanadier etwas geschockt und vergaben beste Chancen. Gegen Drittelende konnte Kanada aber nochmals jubeln, als sie mit einer Dreierkette vorgerückt waren (38.). Im Schlussabschnitt ging es hin und her, und dann kam eine Kuriosität, die man selten sieht: Strafe war angezeigt gegen Schweden, Kanadas Goalie hatte seinen Kasten verlassen – und ein Rückpass geht zwischen zwei Spielern an der Linie durch und kullert ins verwaiste Tor! Der 3:4 Anschluss für die Schweden! Der Treffer wurde dem foulenden Spieler gutgeschrieben, der danach natürlich noch seine Strafe absitzen musste. Diese Überzahl nutzten die Kanadier aber, um auch das richtige Tor zu treffen, das war dann auch der Endstand.

Abends trafen die Eidgenossen auf den Sieger der anderen Gruppe, Russland. Als die Schweiz in der 8. Spielminute den ersten Treffer erzielte, war alles noch normal. Allerdings sah das Spiel der Gastgeber sehr gefällig aus – sie ließen Russland nicht zum Zuge kommen. Gutes Forechecking und schnelles Umschalten machten es die Russen schwer bis unmöglich, oftmals überhaupt ins Angriffsdrittel zu kommen. Im mittleren Abschnitt zogen die Russen etwas die Zügel an, doch zu wirklich gefährlichen Möglichkeiten kamen sie kaum. Und wenn doch, dann war der Schweizer Goalie Joren van Pottelberghe zur Stelle. In Überzahl stand Auguste Impose goldrichtig am Pfosten, um den Abpraller über die Linie zu drücken (33.). Und es kam noch besser aus Sicht der Eidgenossen: erst konnten sie eine dumme Unterzahl wegen zu vieler Spieler schadlos überstehen, dann war es erneut Impose, der Sekunden vor der Sirene die Halle kurzfristig explodieren ließ. Mit einer 3:0 Führung wurden nochmals die Seiten gewechselt. Das Spiel lief weiter fast in einer Einbahnstraße. Man konnte noch zwei wunderschöne Tore bewundern – zunächst fuhr der Schweizer Denis Malgin die Scheibe eine gefühlte Ewigkeit spazieren, um dann doch den direkten Weg durch die Mitte und durch gleich vier Gegenspieler zu nehmen. Der Goalie hatte seine Versuche wohl nicht ernst genommen und nicht einmal gezuckt, als der Puck in die Maschen flog (44.). Auch beim letzten Treffer machte der russische Goalie keine gute Figur, den ihm durch die Beine gezimmert wurde (52.) Das war es dann für die Sbornaja!

In Luzern schlugen derweil die USA Tschechien mit 7:2, und Finnland besiegte die Slowakei glatt mit 3:0. Damit stehen die Halbfinale fest: Kanada trifft auf die USA und Finnland auf Gastgeber Schweiz.

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