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Köln. (MR) Iserlohn hatte drei der letzten fünf Westderbys gewonnen, auch die erste Begegnung in dieser Saison (5:4 am Seilersee). Das wurde heute nicht... Die Kölner Haie waren im Duell gegen die Iserlohn Roosters „die mit Abstand bessere Mannschaft“, befand Gästetrainer Greg Poss
Landon Ferraro trifft für die Haie – © Sportfoto-Sale (DR)

Landon Ferraro trifft für die Haie – © Sportfoto-Sale (DR)

Köln. (MR) Iserlohn hatte drei der letzten fünf Westderbys gewonnen, auch die erste Begegnung in dieser Saison (5:4 am Seilersee). Das wurde heute nicht bestätigt, im Gegenteil feierten die Kölner Haie in ihren Jubiläumstrikots einen 7:1 Kantersieg.

Ein zügiges Spiel entspann sich, und früh konnte McIntyre für Jubel sorgen (4.). Kurz danach hielt die Halle die Luft an: Iserlohns Poirier spielte tief, und der Bandenrückpraller lief quer durch den Torraum – Glück aus Kölner Sicht, dass hier nichts und niemand noch die Flugbahn änderte. Es waren noch keine 8 Minuten gespielt, da stand Ferraro am Torkreis goldrichtig und verlängerte zum 2:0 (7.) – seinen Vater wird’s auch gefreut haben: NHL Legende Ray Ferraro war heute zu Gast in der Lanxess Arena und hat seinen Filius erst das zweite Mal live in einem DEL-Trikot spielen sehen. Die Roosters suchten nach Möglichkeiten, doch meist war der eine oder andere Hai einen Schritt oder einen Gedanken schneller. Die erste Strafe des Spiels nahmen die Roosters mit in den zweiten Abschnitt und hatten dann noch gut eine Minute Unterzahl. Es passierte aber nichts. Besser klappte es in der nächsten Überzahl, McIntyre mit seinem heute zweiten Tor stellte auf 3:0. Allerdings hielt dieser Abstand nicht lange, ganze 39 Sekunden später konnte sich auch der Roosters Anhang über den Überzahltreffer von Labrie freuen (26.). Fortan die Roosters etwas besser im Spiel, doch es waren die Haie, die das nächste Tor feierten. Wieder war es ein Powerplay, Proft fälschte Matsumotos Schuss in die Maschen (34.). Von den Roosters kam nicht mehr viel, die Domstädter schnürten sie meist im Verteidigungsdrittel ein. Und bei angezeigter Strafe – wieder sollte es einen „Kampfhahn“ treffen – schoss Matsumoto aus eigentlich unmöglichem Winkel zum 5:1 Pausenstand ein.

Haie mit überzeugender Leistung und viel Zug zum Tor

Es blieb dabei, auch im Schlussabschnitt waren die Gäste aus dem Sauerland zunächst mehr als harmlos. Erst als die Haie in Unterzahl gerieten, brachten die Roosters mehrere Schüsse auf das Tor an. Nach dem letzten Powerbreak wurde es etwas zerfahren mit vielen Scheibenverlusten auf beiden Seiten. Roach trug eine Befreiung ins Angriffsdrittel und warf den Puck einfach mal aufs Tor. Und es passte zum Spielverlauf, dass auch dieser Schuss passte, 6:1 nach genau 53 gespielten Minuten. Eine kleine Bambule um das Tor von Weitzmann wurde mit Ermahnungen für beide Seiten „übergangen“. Es wurde auch noch Eishockey gespielt, doch selbst die nominell erste Reihe Iserlohns mit Bailey, Daugavins und Cornel hatte kein Scheibenglück. Kölns Aubry setzte sich an der Bande durch und bediente Kammerer, der artig zum Endstand von 7:1 versenken konnte (59.). Danach ließen sich die Haie mit ihren Kindern auf dem Eis für den höchsten Saisonsieg feiern. Auf der anschließenden Pressekonferenz zeigte sich Iserlohns Trainer Greg Poss sehr zugeknöpft: „Es waren die Kleinigkeiten, die hat Köln besser gemacht, und das schmerzt.“ Ausfälle läßt er nicht als Entschuldigung gelten, dann müssten andere ihre Chance nutzen.

Stimmen und Fotostrecke zum Spiel


Kölner Haie - Iserlohn Roosters
© by Eishockey-Magazin / Sportfoto-Sale / D. Ross 2022
« von 24 »

Es spielten:
KEC
– 30 Mirko Pantkowski – 77 Alex Roach, 91 Moritz Müller – 13 Nick Baptiste, 26 David McIntyre, 21 Mark Olver; 7 Nick Bailen, 57 Brady Austin – 36 Andreas Thuresson, 15 Louis-Marc Aubry, 9 Maximilian Kammerer; 18 Ryan Stanton, 67 Stanislav Dietz – 39 Landon Ferraro, 10 Jon Matsumoto, 42 Luis Üffing; 17 Jan Luca Sennhenn – 40 Julian Chrobot, 24 Zach Sill, 55 Carter Proft
IEC – 67 Hannibal Weitzmann – 14 Sena Acolatse, 79 Colin Ugbekile – 61 Kaspars Daugavins, 18 Eric Cornel, 93 Casey Bailey; 81 Torsten Ankert, 15 Erik Buschmann – 11 Chris Brown, 19 Emile Poirier, 10 Lean Bergmann; 6 Ryan O’Connor, 16 Hubert Labrie – 52 Sven Ziegler, 12 Maciej Rutkowski, 95 Eugen Alanov; 29 Valentin Busch – 71 Yannick Proske, 24 Sebastian Streu, 22 John Broda

Die Tore erzielten:
1:0 (03:56) McIntyre (Bailen, Olver)
2:0 (06:13) Ferraro (Müller, Matsumoto)
3:0 (24:22) McIntyre (Austin, Matsumoto) PP1
3:1 (25:11) Labrie (Brown, Weitzmann) PP1
4:1 (33:26) Proft (Matsumoto, Müller) PP1
5:1 (39:47) Matsumoto (Aubry, Thuresson) EA
6:1 (53:00) Roach (Thuresson)
7:1 (58:22) Kammerer (Aubry)

Schiedsrichter:
17 Kilian Hinterdobler, 4 Eduards Odins (65 Christoffer Hurtik, 70 Joep Leermakers)

Strafen: KEC – 6 Min.; IEC – 8 Min.

Zuschauer:
12.807

Michaela-Ross

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