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Ca. 25 Deutsche Ü 23-Spieler mussten nach der Saison 2020/2021 ihren Platz in der DEL räumen und wechselten hauptsächlich in die DEL2, aber auch... “Die Drittelpause”: Deutsche DEL-Spieler in der DEL2 – (K)eine Chance auf Rückkehr  oder Aufstieg in die DEL?

Oliver Granz – © Sportfoto-Sale (SD)

Ca. 25 Deutsche Ü 23-Spieler mussten nach der Saison 2020/2021 ihren Platz in der DEL räumen und wechselten hauptsächlich in die DEL2, aber auch in die Oberliga.

Nur ganze sechs Spieler über 23 Jahren gingen den umgekehrten Weg und fanden über die DEL2 den Weg in die DEL(Maximilian Franzreb, Carter Proft, Travis Ewanyuk, Vinny Saponari, Jake Ustorf und Peter Spornberger).

Die Gründe dafür sind klar und viel diskutiert. Eine erweiterte U 23-Regelung und die dazu versäumte Reduzierung der Kontingentspieler hat dafür gesorgt, dass Deutsche Ü 23-Spieler aus der Liga herausgefallen sind und für Deutsche Spieler über 23 Jahren einen Aufstieg oder Rückkehr aus der DEL2 in die DEL fast nicht mehr möglich ist. Auch der DEL dürfte diese Problematik nicht entgangen sein, die Lösung liegt auf der Hand. Die leidtragenden aktuell sind die Deutschen Spieler, hauptsächlich im Alter zwischen 24 und 27 Jahren. Die Personalpolitik bei den meisten Clubs ist auf die maximale Anzahl der Kontingentstellen ausgelegt, dazu die U 23-Stellen und die etablierten Deutschen Spieler. Wo sollen die Spieler über 23 Jahren, die sicher noch das ein oder andere Jahr benötigen um zu reifen, die Spielpraxis in der DEL und einen Vertrag in der Liga bekommen? Ein Michael Wolf gelang der Sprung aus der damaligen 2. Liga in die DEL mit 24 Jahren. Zur Saison 2021/2022 gelang es kaum einem DEL2-Spieler in diesem Alter, einen Vertrag in der DEL zu bekommen. Die Plätze sind Mangelware und ohne eine Reduzierung der Kontingentstellen, werden diese Spieler dauerhaft in unteren Ligen versauern.

Um dies mal etwas näher zu beleuchten, hier mal ein kleiner Überblick über noch entwicklungsfähige Deutsche Ü 23-Spieler im Alter zwischen 24 und 27 Jahren in der DEL2, die das Potential für die DEL hätten:
Beim EC Bad Nauheim gibt es mit Mick Köhler, Stefan Reiter und Christoph Körner drei Stürmer mit DEL-Potential. Marvin Ratmann ging von den Kölner Haien zu den Bayreuth Tigers und ist auch ein technisch versierter Stürmer. Bei den Eispiraten Crimmitschau zeigt Ole Olleff seit einigen Jahren gute Leistungen und Stürmer Luca Gläser zeigte auch schon seine DEL-Tauglichkeit. Bei den Dresdner Eislöwen ist Neuverpflichtung Nicklas Mannes ein DEL-Kandidat, ebenso die Angreifer Timo Walther und Tom Knobloch. Die Löwen Frankfurt haben mit Max Faber einen DEL-tauglichen Verteidiger und der junge Stürmer Yannick Wenzel hat sicher DEL-Format. Bei den Wölfen Freiburg spielt mit Patrick Kurz ein Verteidiger, dem man gerne mal in einem DEL-Team sehen würde. Marcel Kurth ist mit 27 Jahren auch längst noch nicht abgeschrieben. Dass Heilbronns Julian Lautenschlager in die DEL gehört, darüber muss man wohl nicht diskutieren.

Vor allem bei den Kassel Huskies gibt es viele Spieler im Alter zwischen 24 und 27 Jahren, die man gerne in der DEL sehen würde. Die Verteidiger Oliver Granz und Stephan Tramm, sowie die Angreifer Lois Spitzner, Eric Valentin und der letztjährige DEL-Spieler Hans Detsch würden ihre Rollen in der DEL finden. Der ESV Kaufbeuren verfügt mit Simon Schütz und Markus Lilich über zwei technisch versierte Spieler, die mit entsprechendem Vertrauen in der DEL bestehen könnten. Beim EV Landshut wäre Andreas Schwarz eine interessante Personalie, Marco Pfleger gehört vom spielerischen Potential in die DEL. Sehr bedauerlich auch, dass die jungen Fabian Dietz und Vincent Hessler keine DEL-Verträge mehr bekamen und nun bei den Ravensburg Tower Stars spielen.

Diese Aufstellung ist sicherlich auch subjektiv und nicht vollständig, es zeigt aber, dass es genügend Spieler in der DEL2 gibt, denen man in der DEL einfach eine Chance geben sollte. Nur leider lassen es die aktuellen Regelungen und Kontingentierungen nicht zu. Die Nationalmannschaft überstrahlt aktuell die Versäumnisse der Club der DEL. Um aber langfristig mit der Nationalmannschaft erfolgreich zu sein, benötigt man eine noch größere Basis an Spielern und dazu könnte der ein oder andere genannte Spieler in den nächsten Jahren zählen, wenn er in der DEL spielen dürfte.
(Jörg Reich)

Über „Die Drittelpause“: In der sogenannten „Drittelpause“ greifen verschiedene Autoren aktuelle Themen auf und beziehen hier klar persönlich Stellung. Hierbei wird Nebensächliches zur Hauptsache gemacht und umgekehrt. Es wird gerne überspitzt, frech und vielleicht auch manchmal einfach nur „anders“ argumentiert und kommentiert. Mal laut, mal leise, mal mit einem Augenzwinkern und mal mit dem Dampfhammer oder in Satireform. „Die Drittelpause“ ist nicht neutral und ausgeglichen, sie ist die oft persönliche Meinung des Autors / der Autorin und soll Anlass zur Diskussion bieten.

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