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München/Chemnitz. (PM) Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat das erste von zwei Spielen gegen Rekord-Weltmeister Russland in Chemnitz erst im Penaltyschießen mit 0:1 (0:0, 0:0, 0:0,...
Pat Cortina, DEB Bundestrainer und Sportdirektor - © by ISPFD (sportfotocenter.de)

Pat Cortina, DEB Bundestrainer und Sportdirektor – © by ISPFD (sportfotocenter.de)

München/Chemnitz. (PM) Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat das erste von zwei Spielen gegen Rekord-Weltmeister Russland in Chemnitz erst im Penaltyschießen mit 0:1 (0:0, 0:0, 0:0, 0:0) verloren. Im 101. Vergleich gegen die „Sbornaja“ war es die 90. Niederlage für das deutsche Team, das bereits am Mittwoch in Dresden (19:30 Uhr) Gelegenheit zur Revanche hat.

Vor 3.316 Zuschauern in der ausverkauften Eishalle am Küchwald starteten beide Mannschaften erwartungsgemäß mit hohem Tempo, ohne dabei aber die Defensivarbeit zu vernachlässigen. So erlebten die Fans ein abwechslungsreiches erstes Drittel, in dem Felix Schütz (Kölner Haie), Martin Hinterstocker (EHC Red Bull München) und Patrick Hager (ERC Ingolstadt) bei doppelter Überzahl die besten Gelegenheiten für die Truppe von Bundestrainer Pat Cortina hatten.

Im Mittelabschnitt begannen die Gastgeber zunächst in Überzahl, doch die „Sbornaja“ ließ hinten kaum etwas anbrennen und leitete ihrerseits eine Druckphase ein. Russland brachte in dieser Phase deutlich mehr Schüsse aufs deutsche Tor, in dem sich Felix Brückmann (Adler Mannheim) mehrfach mit glänzenden Paraden auszeichnen konnte.

Pech hatten die Hausherren bei einem Konter über Marcel Müller (MoDo Hockey/Schweden), der in einer Zwei-auf-Eins-Situation den mitgelaufenen Martin Buchwieser (EHC Red Bull München) bedienen wollte. Doch Müller traf beim Paßversuch ausgerechnet den Schlittschuh des russischen Verteidigers. Nur wenig später verfehlte ein Kracher von Verteidiger Denis Reul (Adler Mannheim) von der Blauen Linie sein Ziel nur hauchdünn.

Auch im Schlußdurchgang schenkten sich beide Teams nichts. Der größeren spielerischen Finesse setzte das deutsche Team eine hohe Kampfkraft entgegen. Frank Mauer (Adler Mannheim) und Felix Schütz hatten dennoch die Entscheidung auf der Kelle, scheiterten aber beide knapp, so dass das Remis auch nach der regulären Spielzeit Bestand hatte.

 

Da auch in der Nachspielzeit beide Torhüter ihr Gehäuse sauber halten konnten, musste das Penaltyschießen die Entscheidung bringen. Hier hatten die Gäste das Glück auf ihrer Seite und in Nikita Filatov den Mann mit den besten Nerven.

 

Stimmen zum Spiel:

Pat Cortina (Bundestrainer): „Es hat heute Spass gemacht zu spielen. Es war eine gutes Spiel, wir haben hart gekämpft. Die russische Mannschaft hat uns nicht erlaubt, uns spielerisch zu entfalten. Aber ich bin mit der Art und Weise zufrieden wie wir gekämpft haben und das Duell beendet haben. Heute war gut um zu lernen.“

Kapitän Patrick Hager (ERC Ingolstadt): „Beide Teams hatten zwar ihre Chancen, aber auch jeweils tolle Goalies. Je länger die Partie dauerte, um so offener wurde sie geführt. Schade für uns, aber im Penaltyschießen kann immer alles passieren.“

Benedikt Kohl (Grizzly Adams Wolfsburg): „Es war ein Spiel auf Augenhöhe, in dem beide Defensivreihen hervorragend gestanden haben. In Dresden wird es noch einen Tick schneller zugehen.“

Felix Schütz (Kölner Haie): „Für die Fans war das heute sicher schön anzuschauen. Aus einer sicheren Abwehr konnten wir die Partie immer offen gestalten. Das gibt Selbstvertrauen.“

Sinan Akdag (Krefeld Pinguine): „Es war ein ausgeglichenes Duell, das in hohem Tempo geführt wurde. Im letzten Drittel wollten beide Teams die Entscheidung erzwingen. Leider fehlte uns im Penaltyschießen das letzte Quentchen Glück.“

Statistik:

Deutschland: Brückmann (Treutle) – Reul, Reiss; Hager, Schütz, Mauer – Ankert, Akdag; Driendl, Buchwieser, Ma. Müller – Ebner, Kohl;  Oppenheimer, Festerling, Wolf; Bittner, Sturm – Plachta, Fauser, Hinterstocker.

Penaltyschießen
 Deutschland  Russland

Schütze

Spielstand

Martin Hinterstocker

nein

Marcel Müller

ja

Felix Schütz

nein

Spielstand

Schütze

ja

Dmitry Kagarlitskiy

nein

Emil Galimov

ja

Nikita Filatov

Gesamt:    1

    2

 

Strafminuten:

Deutschland: 6

Russland: 14

Zuschauer: 3.316

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