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Bietigheim. (MR) Im vorletzten Testspiel vor der Heim-WM 2017 unterlag die Deutsche Nationalmannschaft in der Verlängerung Lettland mit 3:4. Mit einigen Änderungen in der... Deutsche Nationalmannschaft zeigt Comeback-Qualitäten
David Wolf parkt vor dem lettischen Tor ein - © by EH-Mag. (DR)

David Wolf parkt vor dem lettischen Tor ein – © by EH-Mag. (DR)

Bietigheim. (MR) Im vorletzten Testspiel vor der Heim-WM 2017 unterlag die Deutsche Nationalmannschaft in der Verlängerung Lettland mit 3:4.

Mit einigen Änderungen in der Aufstellung im Vergleich zum vergangenen Wochenende (7:4 und 3:4 gegen Tschechien) trat das Team von Bundestrainer Marco Sturm in Bietigheim gegen Lettland an. Neu mit dabei waren die Goalies Thomas Greiss (NY Islanders) und Danny Aus den Birken (Red Bull München) sowie auf dem Feld Justin Krüger (SC Bern) und von den DEL-Finalisten Brooks Macek, Konrad Abeltshauser, Yannic Seidenberg, Gerrit Fauser und Dominik Kahun. Dafür fehlten neben den Goalies der ersten Spiele (Endras, Pielmeier, Niederberger) Christian Ehrhoff, Patrick Hager, Yasin Ehliz, Tobias Rieder und Marcel Noebels – entsprechend bekam fast jede Reihe ein anderes Aussehen. Überzeugt hat diese Formation im Startabschnitt indes nicht, Torschüsse im einzigen Überzahlspiel waren Mangelware, und Lettland ging mit einem 1:0 in die erste Pause.

Im mittleren Durchgang konnte Deutschland sich mehr Spielanteile erarbeiten, mehr Scheiben auf das Tor bringen, der Treffer fiel jedoch auf der anderen Seite hinter Thomas Greiss, der diesmal nichts sehen konnte. Gegen Drittelende, als man schon verzweifeln wollte, dass nichts reinging, arbeitete Markus Kink vor dem gegnerischen Tor nach, sodass man mit einem 1:2 Rückstand die Seiten wechselte. In der Werbeunterbrechung (3. Drittel) musste Lettlands Goalie das Eis Richtung Kabine verlassen, wenig später durfte der 2. Mann auch einen Puck aus den Maschen klauben – Frederik Tiffels hatte ihn um den Pfosten gedrückt, es war sein erstes Tor bei seinem 7. Einsatz in der Senioren-Nationalmannschaft. Es blieben noch acht Minuten, Deutschland kam auch im zweiten Überzahlspiel nicht zu zwingenden Torchancen, man rechnete bereits mit der Verlängerung. Nachdem Brooks Macek in der 59. Spielminute eine hundertprozentige Vorlage (Kahun) nicht hatte verwerten können, schepperte es auf der anderen Seite im direkten Gegenzug, und von der lettischen Bank sowie den vielen lettischen Schlachtenbummlern unter den 4165 Zuschauern schallten Jubelstürme. Doch zu früh gefreut: bei 59:15 verließ Greiss seinen Kasten, und Frank Hördler arbeitete das Spielgerät über den Strich – jetzt war der Jubel auf der anderen Seite!

Die Overtime ist schnell erzählt: hier kassierte Team Germany die einzige Strafe des Spiels, es traf Macek mit 2+2 Minuten, sodass das DEB-Team vier Minuten der Overtime in Unterzahl eigentlich nur verteidigen konnte und musste. Die Letten brachten letztlich trotzdem die Scheibe unter zum Endstand von 3:4.

Bundestrainer Marco Sturm musste dann auch bestätigen, dass die heutigen „Neuzugänge“ im Team doch ihre 20 bis 30 Minuten gebraucht hätten, um sich in ihre Reihe und das Spiel einzufinden. Gefallen haben übrigens besonders die beiden jüngsten Spieler der Mannschaft, Frederik Tiffels und Dominik Kahun, die Bewegung und frischen Wind ins Spiel brachten! Patrick Reimer hingegen fehlte definitiv der angestammte Sturmpartner Ehliz…

Am morgigen Sonntag treffen beide Teams noch einmal aufeinander, ehe für Sturm die schwierige Aufgabe kommt, den finalen Kader für die WM zu benennen, die am Freitag beginnt, und die überzähligen Spieler zu verabschieden.

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Michaela-Ross

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