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Krefeld. (RSe) Zum letzten Spiel des Jahres 2020 empfingen die Krefeld Pinguine die DEG zum Straßenbahnderby. Für die Schwarz-Gelben startete erneut Marvin Cüpper für... DEG holt letzten Sieg des Jahres 2020 im Straßenbahnderby – Krefeld Pinguine blicken auf ein turbulentes Jahr zurück

Alexander Blank erzielte seinen ersten DEL Treffer- © Sportfoto-Sale (DR)

Krefeld. (RSe) Zum letzten Spiel des Jahres 2020 empfingen die Krefeld Pinguine die DEG zum Straßenbahnderby.

Für die Schwarz-Gelben startete erneut Marvin Cüpper für den angeschlagenen Belov im Tor. Der Torhüter sollte auch im Mittelpunkt des ersten Drittels stehen, zweimal ließ er die Scheibe in Unterzahl prallen und jedes Mal war ein Düsseldorfer zur Stelle und vollstreckte. In der 8. Minute zog Fischbuch aus spitzem Winkel ab und der Abpraller landete genau auf dem Schlittschuh von Olimb und von dort im Tor.

Bei der nächsten Überzahl der Gäste war es ein Schuss von Nowak von der blauen Linie den Cüpper nicht festhalten konnte, diesmal reagierte Flaake am schnellsten – 0-2. Nur gute zwei Minuten später war es Karachun, der – von den Krefelder Verteidigern im Slot unbehelligt – Maß nehmen konnte und das Ergebnis auf 0-3 stellte.

Zum Mitteldrittel überraschte der Krefelder Trainer Svarinskis mit der Entscheidung Cüpper vom Eis zu nehmen und Nikita Quapp zu bringen. Der erst 17-jährige feierte damit sein DEL Debut ohne ein DEL2 Spiel absolviert zu haben. Mit einer Förderlizenz von den Ravensburg Towerstars versehen, ist sein einziger Einsatz in dieser Spielzeit ein Spiel für den EV Lindau in der Oberliga Süd. Seine Ausbildung als Torhüter holte er sich in der RB Akademie in Salzburg.

Dieser Wechsel sorgte bei den Pinguinen für mehr Stabilität und Einsatzwille. Plötzlich war man nicht wie im ersten Abschnitt immer einen Schritt zu spät. Man gestaltete die Paarung trotz des 3 Tore Rückstandes offen und konnte in der 33.Minute durch Alexander Blank auf 1-3 verkürzen, dies war der erste DEL Treffer des Sohnes von Co-Trainer Boris Blank. Kapitän Martin Schymainski war dies sofort bewusst und er holte sich vom Linienrichter die Scheibe für den Trophäenschrank seines jungen Mitspielers. Mit Ablauf der Spielzeit holte sich der ansonsten unauffällige Neuzugang Martins Karsums seine zweite 2 Minuten Strafe des Spieles ab. So startete die DEG mit einem Überzahlspiel in die letzten 20 Spielminuten 2020.

Der Trainer der Landeshauptstädter Harold Kreis erwischte in der Pause die richtigen Worte, denn sein Team knüpfte an die gute Leistung vom Beginn an und kam, unterstützt durch Krefelder Undiszipliniertheiten, auch zu mehreren Überzahlsituationen. Dem Druck und der Spielfreude von Fischbuch, Barta und Co. hatten die Pinguine nicht viel entgegenzusetzen. Folglich resultierend aus diesem Kräfteverhältnis Treffer zum 1-4 (Barta, 43.), 1-5 (Ehl, 43.- ebenfalls erster DEL Treffer für ihn) und Jensen zum 2-6 (53. PP5-3). Den Treffer zum zwischenzeitlichen 2-5 konnte Karsums in Überzahl erzielen (46. PP5-4). Den letzten Treffer im Kalenderjahr 2020 erzielte Brett Olson auf Zuspiel von Karsums in Überzahl.

Stimmen zum Spiel – bei MagentaSport

Alexander Ehl – © Sportfoto-Sale (DR)

Krefeld Pinguine – Düsseldorfer EG 3:6 – Erstes Drittel verpennt!

Die Krefeld Pinguine bleiben auch nach ihrem 4. Saisonspiel ohne Punkte. Alexander Blank war bedient: „Wir wollten Fans einfach zeigen, dass wir kämpfen. Wir haben das 2. Drittel eigentlich gut gespielt. Aber wenn man das 1. Drittel so verpennt, dann ist es schwer zurückzukommen.“ Zum „verpennten“ 1. Drittel: „Eigentlich hatten wir uns viel vorgenommen. Aber wenn wir zweimal in Unterzahl ein Tor kassieren.“

Düsseldorfs Alexander Ehl über den Moment, als er sein erstes DEL-Tor erzielte: „Ich musste noch zittern, weil sich die Schiedsrichter das erst noch angeguckt haben. Aber ich freue mich brutal! Zum Spiel: „Wir hatten uns vorgenommen, viel Druck im letzten Drittel zu machen. Die Chancen haben wir gut genutzt. Das hat gut geklappt.“

Düsseldorfs Daniel Fischbuch war unzufrieden mit dem 2. Drittel. Da stand´s „nur“ noch 3:1 für die DEG: „Wir laufen zu wenig, investieren zu wenig. Überlassen Krefeld viel zu sehr das Spiel.“ Seine Parole fürs letzte Drittel: „Defensive verstärken. Einfach spielen, und raus!“

Krefelds Laurin Braun nach einem schwachen ersten Drittel, das die DEG zur 3:0-Führung nutzte: „Nein, alles, was besprochen wurde, ist nicht so gelaufen. Wir schmeißen die Scheibe unnötig weg, wir werden nervös. Hauen sie weg, immer dahin, wo der Gegner steht. Das muss sich ändern!

Chronologie der Ereignisse um die Krefeld Pinguine 2020

Krefelds Geschäftsführer Matthias Roos – © by Eh-Mag. TV (DR)

Januar 2020: Geschäftsführer Matthias Roos ist weiter im Clinch mit der Energy Consulting Europe GmbH.

Februar 2020: Der Gesellschafterstreit ist beigelegt. Ponomarevs GmbH verkauft ihre Anteile an Dirk Wellen.

März 2020: Für die Pinguine endet die Saison 19/20 auf Platz 12 mit 20 Punkten Rückstand auf einen Pre-Playoff Platz. Am 10.03.2020 sagt die DEL die Playoffs ab und beendet die Spielzeit ohne einen Meister.

April 2020: verschiedene Vertragsverlängerungen werden bekannt gegeben. Unter anderem wird Daniel Pietta mit einem laufenden Vertrag aufgeführt.
Die Save`s AG aus der Schweiz übernimmt 120 der 150 Anteile an der Krefeld Pinguine GmbH. Roger Nicholas wird als Berater installiert

Mai 2020: Matthias Roos zieht sich zurück. Roger Nicholas wird Sportlicher Leiter und Geschäftsführer in Personalunion. Sergejs Saveljevs kommt als Assistent der Geschäftsführung. Glen Hanlon wird als Cheftrainer verpflichtet. Daniel Pietta wird von Roger Nicholas in einer Pressemitteilung der Pinguine „abgesägt“.
Die PM im Wortlaut:
Die neuen Strukturen der Krefeld Pinguine unter der Geschäftsführung von Roger Nicholas folgen einem neu erarbeiteten Konzept, das die nachhaltige und langfristige Sicherung des Krefelder Stand-orts herbeiführen soll. Das Konzept ist auf die Stärken der Krefeld Pinguine ausgelegt und soll das Beste aus dem Standort entwickeln. „Wenn wir ohne Daniel arbeiten, haben wir deutlich mehr Budget zur Verfügung. Es macht Platz für Krefelder und junge talentierte Spieler“, erklärt Nicholas.

Die Entscheidung der Geschäftsführung sei eine unglaublich schwierige gewesen und man sei sich über die Rolle als Leistungs- und Imageträger bewusst. „Wir wissen um seinen bestehenden Vertrag und wünschen, dass Daniels Karriere nach oben geht. Wir wollen für Ihn persönlich eine optimale Lösung finden, die sportlich und wirtschaftlich fundiert, aber keinesfalls emotionsgeleitet entschieden wird.“, so Roger Nicholas.

Juni 2020: Das neue Leitbild der Pinguine: Familie. Heimat. Nähe.

Juli 2020: Pinguine erhalten die Lizenz für die DEL Saison 2020/21, über den Sommer gibt es einige Neuverpflichtungen

Oktober 2020: Roger Nicholas übergibt seine Aufgaben etwas überraschend an Sergejs Saveljevs

November 2020: Saisonstart wird für den 17.12. angesetzt. 8 Teams treten zum Magenta Sports Cup an.
Krefeld verpflichtet für dieses Vorbereitungs- und Coronamaßnahmen- Testturnier mehrere Spieler, die nach dem Cup den Verein wieder verlassen.

Dezember 2020: Kapitän Ankert und weitere Spieler verlassen die Pinguine.
An Heiligabend veröffentlicht man eine Pressemitteilung, in der in einem Absatz die Auflösung des Vertrages mit Daniel Pietta in beiderseitigem Einvernehmen bekannt gemacht wird. Zuvor hat eine Richterin des Krefelder Arbeitsgerichts 350.000€ für eine angemessene Abfindung bezeichnet.
Vom letztjährigen Kader stehen nur noch 6 Spieler im aktuellen Line-up unter den Abgängen auch die 3 Topscorer des Teams.

Nach allem was in diesem Jahr in Krefeld um die Pinguine passierte, kann man eigentlich nur froh sein, dass hier noch DEL Eishockey gespielt wird und auch wenn es den treuen Anhängern der Pinguine schwerfällt zu akzeptieren – Das ist die gute Nachricht aus 2020.

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Reglement-Anpassung während Corona in der DEL: Stehen einem Club mindestens ein Torhüter und zehn Feldspieler zur Verfügung, muss die Mannschaft antreten. Ist das eine richtige Anpassung?

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