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Iserlohn. (MK) Nach der bitteren 1:6 Heimpleite gegen die Augsburger Panther vor drei Wochen schien die Saison für die Iserlohn Roosters, zumindest im Hinblick... Das sagt Iserlohns Sportchef Christian Hommel über den Aufschwung der Roosters, die Kooperation mit Bietigheim und zu weiteren Personalplanungen

Iserlohns Sportchef Christian Hommel – © Sportfoto-Sale (JB)

Iserlohn. (MK) Nach der bitteren 1:6 Heimpleite gegen die Augsburger Panther vor drei Wochen schien die Saison für die Iserlohn Roosters, zumindest im Hinblick auf das Saisonziel Playoff-Teilnahme, gelaufen zu sein.

Nach diesem sportlichen Tiefschlag haben sich die Roosters aber „aufgerappelt“ und mittlerweile fünf Siege aus den letzten sechs Partien eingefahren. Lediglich in Mannheim blieb man ohne Erfolg. Mit aktuell zehn Punkten Rückstand ist der Abstand zu Platz zehn zwar immer noch recht groß, aber man darf doch zumindest wieder ein wenig auf das Erreichen der lukrativen Playoff-Runde hoffen.

Schneeballeffekt hat eingesetzt

Für Iserlohns Sportchef Christian Hommel hat bei den Roosters ein Schneeballeffekt eingesetzt. „Du fängst mit einem an, nimmst es mit ins Zweite und dann verschwindet natürlich auch irgendwann der Gedanke keine Tore schießen zu können. Es steht und fällt immer mit Punkten, um auch mental dann immer auf der Höhe zu sein. Wir haben einfach lange Zeit nicht viele Tore geschossen. Das nimmt das Selbstvertrauen, obwohl die Chancen da waren. Und wenn Du die nicht machst, dann zweifelst Du irgendwann. Und das ist etwas, würde ich sagen, das momentan schon verflogen ist. Die Jungs treffen jetzt öfters. Und somit gibt uns das dann auch die Chance ein Spiel zu gewinnen.“

Und weiter: „Ich kann mich da nur wiederholen. Der Charakter der Mannschaft ist top in Schuss. Wir waren jetzt drei Mal in Rückstand und wir kommen immer wieder zurück. Es ist völliger Humbug, wenn Leute sagen, dass es in der Mannschaft nicht stimmt. Es hat uns an offensiver Qualität gefehlt. Das haben die Coaches mittlerweile auch gut n den Griff bekommen. Die Änderungen, die wir in der Zeit November / Dezember vorgenommen haben fruchten jetzt mehr. Man muss es jetzt aber auch nicht zu hoch loben. Wir sind jetzt in der Tabelle hoch gerutscht und haben den zehnten Platz noch immer im Visier. Aber es wird eine extrem harte Wanderung.“

Christian Hommel: „Gute Kooperation mit Bietigheim“

Seit Saisonbeginn kooperieren die Iserlohn Roosters neben dem Oberligisten Herner EV auch mit DEL2-Klub Bietigheim Steelers. Im bisherigen Saisonverlauf kamen mit Tim Fleischer (5 Spiele) und Julian Lautenschlager (2 Spiele) lediglich zwei Spieler im Ellental zum Einsatz. Bietigheims Aufsichtsratsvorsitzender Gerhard Kaufmann hatte am Donnerstag in einem offenen Brief, neben verschiedenen Aussagen zur Vergangenheit und zur aktuellen Lage bei den Steelers, auch einige harte Worte über die Kooperation mit den Roosters angemerkt. „Verletzungen und die nicht eingehaltene Zusage unseres Förderlizenzpartners Iserlohn ständig 3 Spieler für uns abzustellen, haben dieses Konzept torpediert“, wird Kaufmann zitiert.

Roostersmanager Christian Hommel erklärt dazu: „Die Kooperation mit Bietigheim lief aus der sportlichen Sicht für mich gut. Die Kommunikation zwischen den Coaches läuft absolut gut. Wir waren am Tabellenende und in einer Situation, in der wir viele verletzte Spieler hatten. Unsere jungen Burschen mussten in die Bresche springen und sind aber auch DEL-tauglich. Für mich steht dann im Vordergrund diese Jungs auch mit der besten Liga in Deutschland zu fördern. Wir haben Fleischer und Lautenschlager in Bietigheim gehabt. Ich will nicht sagen, dass wir etwas torpediert haben. Wir hätten gerne mehr ausgeholfen, aber es war uns dann auch nicht möglich. Auch wir waren in einer Lage, in der wir die Jungs gebraucht haben. Diese Jungs waren ja sogar zeitweise unsere besten Spieler, wenn wir ehrlich sind. Fleischer und Buschmann haben ja zum Teil überragende Leistungen gezeigt. Von daher kann ich diesen Bericht nicht hundertprozentig bestätigen. Ich weiß aber auch, dass Bietigheim in einer schwierigen Situation ist. Ich halte Bietigheim immer noch für eine Top-Organisation in der DEL2 mit Potenzial vielleicht auch in Zukunft wieder am Oberhaus anzuklopfen. Wir haben nie gesagt, dass wir immer drei dort unten haben“, stellt Christian Hommel abschließend klar.

„Der Spieler muss einfach entscheiden, wo er denkt die beste Förderung zu bekommen“

Die Planungen für die kommende Spielzeit laufen natürlich auch am Seilersee bereits im Hintergrund auf Hochtouren. Ein besonderes Augenmerk liegt weiterhin auf deutschen Spielern. Be der U20 WM hat Christian Hommel viele interessante Spiele und Spieler gesehen. Einen Kandidaten hat er dabei für seine Roosters besonders im Visier, ist sich aber auch bewusst, wie schwierig es ist einen aktuellen U20 Nationalspieler an Land zu ziehen. Hier stehen die Roosters, wie könnte es anders sein, auch mit den großen DEL Organisationen in Konkurrenz. „Der Spieler muss einfach entscheiden, wo er denkt die beste Förderung zu bekommen“, so der 38- jährige.

„Bleiben unserer Linie treu“

Keine Hoffnung kann Christian Hommel den Iserlohner Fans übrigens auf die in Mannheim „frei“ werdenden Spieler Brent Raedeke (29 Jahre, von 2013 – 2015 bereits in Iserlohn) und Phil Hungerecker (25) machen. „Das sind utopische Preise. Ich glaube, dass sich sechs bis acht andere Vereine dieses Zückerli schnappen werden, weil sie einfach viel mehr Geld haben. Es sind beides super deutsche Spieler. Aber wir werden unsere Organisation im Etat niemals in die „Nicht-Waage“ setzen. Wir wollen immer seriös arbeiten. Wir arbeiten immer auf Kante und versuchen immer das Maximale herauszuholen. Aber wir werden auch durch den etwas erhöhten Druck eines Abstieges unserer Linie treu bleiben und solide arbeiten.“
Nicht ausgeschlossen ist in der kommenden Saison ein erneutes Leihgeschäft.

Für die Länderspielpause Anfang Februar hat der Manager bereits einige interessante Scoutingziele in Europa im Auge, um möglichst wieder gute Spieler für die Roosters gewinnen zu können.

Roosters in München Außenseiter

Bereits am heutigen Samstag ist der Iserlohner Mannschaftstross nach München aufgebrochen, wo am Sonntag das schwere Auswärtsspiel bei Spitzenreiter München ansteht. Mit der kleinen Siegesserie im Rücken sind die Roosters auch in München sicherlich nicht völlig chancenlos, aber klar in der Außenseiterrolle. Den ersten Vergleich Mitte Oktober verloren die Sauerländer an der Isar mit 5:2. Noch in bester Erinnerung ist vielen der knappe 1:0 Sieg Mitte Dezember in Iserlohn, als Nachwuchsgoalie Jonas Neffin seine DEL-Feuertaufe gleich mit einem Shutout bravourös meisterte. Erstes Bully ist am Oberwiesenfeld um 19 Uhr.

Die Trainerstimmen zum Spiel gegen Schwenningen

Fotostrecke zum Spiel Roosters – Wild Wings

Iserlohn Roosters - Schwenninger Wild Wings
© Sportfoto-Sale.de (JB)
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