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Augsburg. (MK) Das war nichts für schwache Nerven! Nach einer frühen 2:0 Führung der Augsburger Panther gewinnen die Iserlohn Roosters im alt-ehrwürdigen Augsburger Curt-Frenzel-... „Big Points“ für die Roosters in Augsburg, aber Baxmanns Ausscheiden schmerzt

Joe Whitney (mitte), Casey Bailey (re.) und Bobby Raymond (limks) – © ISPFD

Augsburg. (MK) Das war nichts für schwache Nerven! Nach einer frühen 2:0 Führung der Augsburger Panther gewinnen die Iserlohn Roosters im alt-ehrwürdigen Augsburger Curt-Frenzel- Stadion eine denkwürdige Partie am Ende mit 2:5.

Für beide Mannschaften war ein Sieg fast Pflicht, um weiter im Rennen um die Playoffs zu bleiben.

Mann des Abends war aus Iserlohner Sicht Alex Grenier, der mit seinen beiden Toren zum zwischenzeitlichen 2:3 und 2:4 für die Entscheidung im Match sorgte. Bitter aus Iserlohner Sicht ist allerdings der verletzungsbedingte Ausfall von Verteidiger Jens Baxmann.

„Wir wissen schon, dass wir ein anders Gesicht zeigen müssen als in den letzten Spielen“, unkte Iserlohns Abwehrroutinier Jens Baxmann vor dem Spiel bei MagentaSport. Trainer Brad Tapper hatte schon nach der Pleite gegen Straubing Veränderungen in den Reihen angekündigt. So rutschte unter anderem Riefers an seiner ehemaligen Wirkungsstätte in den Sturm an die Seite von Weidner und Lowry. Raedeke bildete die vierte Reihe mit Lautenschlager und Fleischer. Steve Whitney fehlte und der zuletzt nicht berücksichtigte Buschmann verteidigte an der Seite von Reinhart. Eigenbauspieler Elten stand als siebter Verteidiger ebenfalls im Lineup. Im Tor stand erneut Jenike.

Augsburger Blitzstart

Der hatte dann auch gleich in den Anfangsminuten ein Déjá Vu. Pantherstürmer Max Eisenmenger (3.) tanzte Iserlohns Keeper Jenike zum 1:0 der Panther sehenswert aus. Nur 75 Sekunden später bugsierte McClure die Scheibe zum 2:0 in die Maschen. Im dritten Spiel in Folge gerieten die Sauerländer damit sehr früh in Rückstand. Iserlohns Fehlstart in die Partie war damit perfekt. Sichtlich geschockt vom Rückstand lief bei den Roosters erstmal nicht viel zusammen. Augsburg versuchte weiter Druck aufzubauen, ließ aber weitere Chancen liegen. Hafenrichters harter Check gegen Baxmann (15.) brachte dem Augsburger zwei milde Strafminuten und Baxmann das vorzeitige Ende des Arbeitstages. Wie lange der Routinier fehlen wird, ist aktuell offen. Grenier und Jentzsch verpassten während des nachfolgenden Powerplays den Iserlohner Anschlusstreffer. McClure (18.) scheiterte auf der Gegenseite. In der Schlussphase des Drittels bauten die Gäste wieder Druck auf. O´Connors Schlagschuss und Lowry, der frei vor Keller vergab haderten mit dem Torabschluss.

Keller und Jenike mehrfach mit Glanzparaden

Zu Beginn des zweiten Drittels verhängten die Referees zunächst einige Strafen. Daraus resultierte eine 4-3 Überzahl für de Roosters, die Bailey in der 25. Minute zum 2:1 Anschlusstreffer nutzte. Whitney und Aubin (beide 26.) scheiterten am sehr starken AEV-Keeper Keller. Auf der Gegenseite verhinderte Jenike (28.) den dritten Panthertreffer durch Sternheimer. Eine Handgreiflichkeit (32.) zwischen Iserlohns Kapitän Ankert und Panther Abbott bescherte den Gastgebern das nächste Powerplay. In Unterzahl vergab Raedeke auf Pass von Bailey die Riesenchance am linken Pfosten zum Ausgleich. Glänzend allerdings auch die bärenstarke Parade von Keller in dieser Szene. Bis zur zweiten Pause boten beide Teams einen aufopferungsvollen Kampf mit vielen Emotionen. Highlight war eine Iserlohner Doppelchance in Überzahl (Strafe Clarke), als Bailey und Whitney am Augsburger Teufelskerl Keller im Panthertor scheiterten. 29:36 Torschüsse wies die Statistik nach vierzig Minuten aus.

Grenier ebnet den Weg zum Sieg

Mit 1:27 Minuten Überzahl (erneute Strafe Clarke) starten die Gäste ins Schlussdrittel. Und erstmals im Spiel gelang ein Powerplaytreffer an diesem Abend. Lowry brachte nach 55 Sekunden den Puck zum 2:2 Ausgleich im Augsbu8rger Kasten unter. Das Spiel blieb emotional und extrem spannend. Tölzers Strafe (43.) überstanden die Panther mühelos. Clarke (47.) scheiterte frei vor Jenike, der mit einem starken Schonerreflex gegen den Ex-Iserlohner rettete. Auch die nächste Augsburger Strafe gegen Ex-Kapitän Tölzer überstanden die Panther. Es eröffnete sich für Hafenrichter sogar eine gute Konterchance (48.), die Jenike aber entschärfte. Valentines Puckverlust nutzten die Gäste in der 50. Minute zum Konter. Grenier zögerte den erwarteten Querpass lange hinaus und als er den Puck spielte, wurde dieser von Holzmann bei dessen Abwehrversuch unglücklich ins eigene Tor zum 2:3 abgefälscht. Keller war sichtlich überrascht und das Spiel war damit gedreht. Nach dem frühen 2:0 Rückstand lagen die Sauerländer nun mit 2:3 vorne. Und es kam noch besser für das Team von Trainer Bard Tapper. Grenier spielte sich durch die tatenlose AEV-Abwehr durch und netzte eiskalt zum 2:4 in der 53. Minute ein. Augsburg gab sich keineswegs geschlagen, zog früh den Goalie für einen sechsten Feldspieler und kassierte 55 Sekunden vor dem Ende das Empty-Net-Goal zum 2:5 Endstand durch Bailey.

Roosters wieder voll im Playoff-Rennen – Tuomie sieht noch Chancen

In der Tabelle springen die Roosters zurück auf Platz drei der Nord-Staffel. Augsburg hat als Tabellen-Sechster im Süden fast nur noch theoretische Chancen auf die Playoffs.

Am Dienstag geht es für beide Teams weiter. Iserlohn empfängt Schwenningen und die Panther müssen daheim gegen Düsseldorf erneut alles auf Sieg setzen.

Augsburgs Trainer Tray Tuomie erklärte nach dem Spiel bei MagentaSport: „Wir haben zu viele Strafen genommen. In Unterzahl haben wir dadurch zu viel Energie verbraucht. Natürlich ist noch alles offen. Wir haben gut gespielt, bis wir die Strafen genommen haben. Wir müssen weiter dranbleiben, mehr Tore schießen und die Kleinigkeiten richtig machen

Doppeltorschütze Alex Grenier: „Ich glaube wir sind jetzt auf dem richtigen Weg. Hoffentlich gibt der Sieg uns weiter Auftrieb, sodass wir in die Playoffs kommen können.“

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