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Berlin. (EM) Trotz der Corona-Krise und der Ungewissheit, wann wirklich wieder Eishockey vor Zuschauern gespielt werden kann, haben die Eisbären Berlin in den letzten... Berlins „Denkmal“ und U20 Co-Trainer Rene Bielke muss die Eisbären verlassen

Rene Bielke – © Sportfoto-Sale (DR)

Berlin. (EM) Trotz der Corona-Krise und der Ungewissheit, wann wirklich wieder Eishockey vor Zuschauern gespielt werden kann, haben die Eisbären Berlin in den letzten Tagen viele positive Meldungen verbreitet.

Sei es der Transfercoup von Deutschlands aktuell wohl konstantestem Torwart, Mathias Niederberger, die Verpflichtung der Bremerhavener Zengerle und Espeland oder zuletzt die Vertragsverlängerung mit Publikumsliebling P. C. Labrie. Bei den Eisbären schien man trotz aller Unwägbarkeiten die nächste Saison fest im Visier zu haben und damit konnte man auch große Vorfreude bei den Fans wecken.

Nicht so ganz ins positive Bild passt allerdings eine nun publik gewordene Entscheidung, die den Unterbau der Berliner betrifft. Rene Bielke (57) war zu DDR-Zeiten eine echte Torwartlegende der „Dynamos“. Für die DDR und nach 1990 für die deutsche Nationalmannschaft bestritt er insgesamt 137 Länderspiele (125/12) und nahm an zwei B- und 3 A-Weltmeisterschaften teil. 2001 wurde er in die deutsche Hockey Hall of Fame aufgenommen. In den letzten zehn Jahren coachte er mit Erfolg den Nachwuchs der Eisbären Juniors, zuletzt als Assistenztrainer der U20 Mannschaft und Jahrgangsübergreifender Torwarttrainer.

Doch damit soll nun Schluss sein. Denn in der Eisbären-Schaltzentrale haben sich die Entscheidungsträger Sven Felski (Geschäftsführer Sport bei den Juniors), Peter John Lee (Geschäftsführer der Eisbären) und Stéphane Richer (Sportdirektor der Eisbären) dazu entschieden für den auf Honorarbasis arbeitenden Bielke einen hauptamtlichen Co-Trainer für die U20 zu engagieren.

Rene Bielke äußerte sich gegenüber der Berliner Zeitung wenig begeistert: „Da ich noch mein Hotel in Weißensee betreibe, arbeitete ich bei den Eisbären auf Honorarbasis. Und das sehr gern.
Überraschend erklärte mir Juniors-Geschäftsführer Sven Felski, dass man mit mir nicht mehr plane. Dabei habe ich den letzten Sieg der Juniors im Januar als Chef hinter der Bande eingefahren, war oft im DNL-Finale. Unter Ex-Preuße Jochen Molling gab es zuletzt nur Niederlagen. Mit Ach und Krach wurden die Pre Playoffs erreicht. Von der vielbeschworenen Eisbären-Familie kann keine Rede sein.“

Ob damit eine „Scheidung im Bösen“ endgültig ist oder man sich vielleicht doch noch einmal an einen Tisch setzen wird? Es wäre zumindest wünschenswert, da Bielke ein großes Stück der Berliner Eishockeygeschichte mitgeprägt hat.

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