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Mannheim (GK).  Die Mannheimer Adler gewannen am Dienstagabend gegen die Wolfsburg Grizzlys mit 4:0 (1:0/1:0/2:0) Toren. Damit haben die Mannheimer das dritte Play-Off-Halbfinalspiel gewonnen...
Harte Zweikämpfe vor dem Tor von Felix Brückmann - © by Eishockey-Magazin (GK)

Harte Zweikämpfe vor dem Tor von Felix Brückmann – © by Eishockey-Magazin (GK)

Mannheim (GK).  Die Mannheimer Adler gewannen am Dienstagabend gegen die Wolfsburg Grizzlys mit 4:0 (1:0/1:0/2:0) Toren. Damit haben die Mannheimer das dritte Play-Off-Halbfinalspiel gewonnen und führen die Serie, die im Modus Best-of-seven ausgetragen wird, mit 3:0 Siegen an. Sollten die Adler am Donnerstagabend in Wolfsburg gewinnen, stehen sie in der Finalserie um die Deutsche Eishockeymeisterschaft.

 

Der 4:0 Sieg der Adler am Dienstag war hochverdient. Von der ersten Minute an waren die Mannheimer das tonangebende Team und diktierten das Geschehen auf dem Eis. Bei Wolfsburg hatte man den Eindruck, dass die Kräfte langsam schwinden und wohl auch der Glaube fehlt, die Serie noch drehen zu können. Auch haperte es an der Effizienz, denn die Chancen, die Wolfsburg hatte, blieben ungenutzt. Als es nach zwei Drittel bereits 2:0 für Mannheim stand, folgte der endgültige k.o. dann nach 41 Sekunden Spielzeit im dritten Abschnitt, als Jochen Hecht das 3:0 markierte. Ein wirkliches Aufbäumen der Grizzlys fand danach nicht statt. Die Cracks aus Niedersachsen fielen hier eher durch Frustfouls auf.

Das spielentscheidende Element der Partei waren die Überzahl- und Unterzahlsituationen. so wurden gegen beide Teams 18 Strafminuten verhängt, aber während Mannheim daraus zwei Tore machte, gelang Wolfsburg kein einziges.

Den einzigen – aber nur leichten – Vorwurf, den man den Mannheimern über die gesamten 60 Minuten machen muss, sie waren phasenweise schon ein wenig zu leichtsinnig und unkonzentriert. Die Kurpfälzer waren sich des Sieges zu gewiss. Diesen Schlendrian sollte Mannheim rasch abstellen, denn noch ist die Serie nicht gewonnen. Und Hochmut kommt bekanntlich zu Fall!
Zu erwähnen noch, dass die beiden Schiedsrichter im ersten Drittel einige unverständliche Entscheidungen trafen.

 

Zur Chronologie

1. Drittel

Die Adler mit einem furiosen Auftakt. Wolfsburg stand die ersten Minuten gehörig unter Druck. In der dritten Minute hatte Adler-Stürmer Matthias Plachta gleich drei riesige Gelegenheiten hintereinander. Einmal rettete dabei für Grizzly-Goalie Felix Brückmann nur der Pfosten. In der fünften Minute musste dann der Mannheimer Brandon Yip auf die Strafbank und die VW-Städter konnten sich aus der Umklammerung der Kurpfälzer lösen. Ab der 9. Minute waren dann die Adler in Überzahl und Andrew Joudrey verwandelte eiskalt zur Mannheimer 1:0 Führung. Auch in der Folge stand Wolfsburg gewaltig unter Druck, häufig konnten sich die Grizzlys nur mit einem Foulspiel retten. Merkwürdigerweise erfolgte der Pfiff der Unparteiischen dann jedoch gegen den Mannheimer Dany Richmond und Wolfsburg war in Überzahl. Jetzt brannte es lichterloh vor dem Adler-Gehäuse. Kaum waren die Mannheimer wieder komplett, folgte die nächste Fehlentscheidung der Schiedsrichter, sie stellten Brandon Yip für vier Minuten heraus, während der Wolfsburger Christian Neuert nur zwei Minuten erhielt. Aber erneut gelang Wolfsburg kein Tor in numerischer Überlegenheit. So ging es mit der knappen 1:0 Führung in die Pause.

2. Drittel

Auch der zweite Abschnitt gehört den Kurpfälzern. Mannheim marschierte und Wolfsburg war in die Defensiv gedrängt und beschränkt sich auf Konter. Dennoch vermissten die Zuschauer den letzten Biss und den letzten Willen bei den Adler. Ein bisschen hatte es den Eindruck, die Blau-Weiß-Roten waren sich ihrer Sache zu sicher. In der 32. Minute dann das Tor zum erlösende 2:0 durch Mirko Höfflin, woraufhin die Partei etwas verflachte. Wolfsburg schien jetzt ein wenig die Luft ausgehen und Mannheim drängte nicht mehr mit letzter Konsequenz. Kurz vor Drittelende dann noch zwei riesige Mannheimer Chancen, die Tore hätten sein müssen, doch der Puck ging nicht rein, so blieb es bis zum Pausenpfiff beim 2:0 Zwischenstand.

3. Drittel

EHC-Coach Pavel Gross haderte mit den Schiedsrichtern - © by Eishockey-Magazin (JB)

EHC-Coach Pavel Gross haderte mit den Schiedsrichtern – © by Eishockey-Magazin (JB)

Es waren gerade einmal 41 Sekunden im letzten Abschnitt gespielt, da markierte Jochen Hecht in Überzahl das 3:0 für die Blau-Weiß-Roten. Jetzt waren die Grizzlys gefordert. Und die Niedersachsen  bemühten sich. Insgesamt waren die Aktionen der VW-Städter aber nicht zwingend genug, es wirkte alles ein wenig kraftlos, die Kondition schien die Cracks im orangefarbenen Dress auch zu verlassen. Zudem vermisste man bei Wolfsburg die Kaltschnäuzigkeit im Abschluss. Die Frust-Fouls der Niedersachsen nahmen jetzt deutlich zu. Die Folge waren in der 47. und 48. Minute Strafzeiten für Wolfsburg. Das Tor der Grizzlys stand jetzt bei 5.3 Feldspieler im Trommelfeuer der Adler-Stürmer.

Als etwa noch neun Minute zu spielen waren, erhöhte Wolfsburg noch einmal seine Offensivbemühungen. Dabei erspielten sich die Niedersachsen einige gute Chancen, aber es wurde nichts daraus gemacht. Und so langsam rannte den Grizzlys die Zeit davon. Schließlich waren noch vier Minuten zu spielen und die Grizzlys nahmen ihren Torwart zugunsten eins sechsten Feldspielers vom Eis. Aber dies führte nicht zum Erfolg. Für den 4:0 Endstand sorgte dann Adler-Verteidiger Dennis Reul, der in der 60. Minute den Puck ins leere Grizzlys-Gehäuse schoss. Den vorläufigen Abschluss der Partie bildete wenige Sekunden vor Spielende ein heftiger Faustkampf zwischen dem Adler Bradon Yip und dem Grizzly Sergej Stas, für den beide auf die Strafbank wanderten.
Den Schlusspunkte setzte der Wolfsburger Trainer Pavel Gross, der nun vollkommen die Beherrschung verlor, total ausrastete, auf der Bank herumsprang wie ein wilder Derwisch und die Mannheimer beschimpfte. Für einen Trainer eine unwürdige und peinliche Aktion.

 

Mannheim : Wolfsburg 4:0 (1:0/1:0/2:0)

Tore: 1:0 (09:55) Joudrey (Plachta/Richmond) Scofield – PP1; 2:0 (31:23)Höfflin (Mauer/Foster) – EQ; 3:0 (40:41) Hecht (Yip/Hospelt) – PP1, 4:0 (59:12) Reul (Buchwieser) – EN;

Schiedsrichter: Schukies / Rohatsch

Strafen: Mannheim 18 Min + 10 Min Yip – Wolfsburg 18 Min + 10 Min Stas


Zuschauer: 13.600 (ausverkauft)

Aufstellungen:

Mannheim: Endras (Ziffzer) – Raymond, Foster, Reul, Goc, Richmond, Akdag, Wagner – Hecht, Höfflin, Mauer, Hospelt, Rheault, Plachta, Yip, Metropolit, Kink, Arendt, Buchweiser, Joudrey

Wolfsburg: Brückmann (Vogl) – Krupp, Likens, Schaus, Hambly, Bina, Keller – Furchner, Dzieduszycki, Milley, Scofield, Stas, Rosa, Höhenleitner, Mulock, Aubin, Neuert, Polaczek

 

Three Stars:

*** Hecht (Adler)

** Reul (Adler)

* Mauer (Adler)

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