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Bad Nauheim. (PM) Schluss, aus, vorbei: die Roten Teufel scheiden nach einem 0:3 (0:0, 0:1, 0:2) im fünften Viertelfinalspiel gegen die Ravensburg Towerstars aus... Rote Teufel scheiden nach 0:3 in Ravensburg im Playoff-Viertelfinale aus
Petri Kujala (Trainer EC Bad Nauheim) - © A. Chuc

Petri Kujala (Trainer EC Bad Nauheim) – © A. Chuc

Bad Nauheim. (PM) Schluss, aus, vorbei: die Roten Teufel scheiden nach einem 0:3 (0:0, 0:1, 0:2) im fünften Viertelfinalspiel gegen die Ravensburg Towerstars aus den Playoffs aus und gehen somit nach einem 1:4 in der Serie in die Sommerpause.

„Wir haben heute noch einmal alles gegeben. Ein Führungstor hätte uns sicherlich gut getan, zudem hatten wir zuviele Unterzahlsituationen. Ich bin dennoch stolz auf mein Team, das eine tolle Saison abgeliefert hat, an dem wir jedes Wochenende quasi Playoffkampf hatten. Vielleicht waren wir am Ende aufgrund dessen ein wenig müde, es bleibt allerdings der Stolz auf das Geleistete“, sagte EC-Coach Petri Kujala nach dem letzten Schlusspfiff der Saison 2015/16. Die mitgereisten Fans sahen dies ebenso und feierten ihre Mannschaft minutenlang mit frenetischem Applaus trotz des Ausscheidens.

Kurzfristig musste Petri Kujala auf den erkrankten Marc Kohl verzichten, für ihn war in der Defensive Förderlizenzspieler Hagen Kaisler mit von der Partie. Ansonsten traten die Gäste wie beim 3:2-Sieg vom Freitag an – also mit Jan Guryca im Tor sowie mit Henri Laurila und Joel Johansson in der Abwehr. Es war ein gutes erstes Drittel der Gäste, die forsch nach vorne gingen und denen die Spielanteile sowie die qualitativ hochwertigeren Torschüsse gehörten. Wie bereits in den Partien zuvor mussten die Hessen jedoch einiges an Arbeit hierfür investieren, wofür sie sichtlich bereit waren – genauso wie es ihr Trainer Petri Kujala angekündigt hatte. Kyle Helms, Dustin Cameron sowie Joel Johansson scheiterten an Nemec im Tor der Oberschwaben, der sich über ein Mangel an Arbeit nicht zu beschweren brauchte, nachdem die Kurstädter keine Möglichkeit ausließen, das Hartgummi zum Tor zu bringen. Selbst Strafzeiten gegen die Roten Teufel beirrten die Gäste nicht in ihrem Tatendrang, man stand sicher und konnte sich stets auf Jan Guryca bei den Schüssen der Towerstars verlassen. Die vermeintlich größte Chance in der 12. Minute wurde dann ob einer Millimeter-Entscheidung zurückgepfiffen, als Cameron und Dineen nach einem langen Pass frei durch gewesen wären, doch die Linesmen sahen eine Abseitsstellung der Gäste. Ravensburg versuchte, mit Forechecking das Geschehen in den Griff zu bekommen, die Roten Teufel befreiten sich aber immer wieder spielerisch von hinten heraus, einzig der Treffer zur Führung fehlte, so dass es torlos in die erste Pause ging.

Im zweiten Abschnitt wurde die Partie wesentlich lebhafter, nachdem Ravensburg nun seinerseits mehr für das Spiel nach vorne tat. Die Roten Teufel erwehrten sich dessen – und wurden von den Referees das ein um das andere Mal in die Kühlbox geschickt. Satte 22 Strafminuten standen alleine in diesem Drittel auf dem Zettel der Bad Nauheimer, während die Towerstars derer nur vier kassierten. In einem Playoffspiel – vor allem, wenn es um alles geht – ist nun mal Körpereinsatz gefragt, belohnt wurden die Wetterauer dafür offenkundig nicht. Die Unterzahlsituationen kosteten zudem einiges an Kraft, die bei der Führung der Towerstars in der 35. Minute womöglich fehlte. Brian Roloff erkämpfte sich das Hartgummi in der Angriffszone, passte auf Schmidt, der wiederum den freien Smith zum 1:0 bedienen konnte – keine Abwehrchance für Jan Guryca. Der Treffer gab den Towerstars verständlicherweise Oberwasser, nachdem man das Halbfinale ja quasi vor Augen hatte. Die Gäste haderten zuviel mit den Entscheidungen der Unparteiischen, nach 40 Minuten lag man somit knapp mit diesem einen Treffer hinten.

Im letzten Drittel suchten die Gastgeber die Vorentscheidung, die ihnen bei einem doppelten Powerplay ob der nach wie vor kämpfenden Bad Nauheimer Mannschaft zunächst verwehrt blieb. In der 47. Minute war es dann aber soweit: Vogt zielte auf den kurzen Pfosten und traf zum 2:0. Angesichts der Resultate der bisherigen Begegnungen wurden nun natürlich die Beine der Gäste schwer, auch wenn man sich mit letzter Kraft gegen das Ausscheiden stemmte. Das letzte Mittel des herausgenommenen Torhüters fruchtete nicht, stattdessen traf Smith in der letzten Spielminute ins verwaiste Netz um 3:0-Endstand, der gleichzeitig das Bad Nauheimer Saisonende bedeutet. „Es waren stets hart umkämpfte Spiele. Unser Schlüssel war die Defensive mit nur vier Gegentoren in fünf Spielen. Die Mannschaft will nun noch mehr“, sagte Ravensburgs Trainer Danny Naud nach dem Spiel.

Auch wenn die sportliche Saison 2015/16 für den EC Bad Nauheim nun vorbei ist, so will es die Mannschaft gemeinsam mit den Fans bei einer Abschlussfeier noch einmal gehörig krachen lassen. Alle Infos hierzu gibt es in Kürze über die bekannten Kanäle.

Ravensburg Towerstars – EC Bad Nauheim 3:0 (0:0, 1:0, 2:0)
Tore:
1:0 (34:28) Smith (Schmidt, Roloff)
2:0 (46:32) Vogt (Krestan, Brandl)
3:0 (59:03) Smith (MacLean, Roloff) ENG
Strafminuten: RTS 10 / ECN 22 + 10 (Dineen)
Zuschauer: 2.556

Redaktion