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Ratinger Ice Aliens verschieben den Beginn der Sommerpause mit einem 4:2 gegen Herford
Christoph Oster jubelt über Sieg gegen Herford - © by EH-Mag. (DR)

Christoph Oster jubelt über Sieg gegen Herford – © by EH-Mag. (DR)

Ratingen. (MR) Vor dem dritten Spiel der Playoff-Halbfinalserie standen die Aliens bereits mit dem Rücken zur Wand, nachdem sie die ersten beiden Spiele gegen den Herforder EV verloren hatten – drei Siege müssen es sein zum Weiterkommen.

Die Aliens hatten auch die Fans der bereits in der Sommerpause befindlichen DEL-Nachbarn Düsseldorf und Krefeld eingeladen sowie eine Familienkarten-Aktion mit verbilligten Tickets ausgerufen. So fanden 856 Zuschauer den Weg in die Eissporthalle am Sandbach und sorgten für gute Stimmung. Zunächst jedoch konnten die Fans ihren ehemaligen Mannschaftsführer Benjamin Musga bejubeln und verabschieden, der zum „ersten und einzigen Kapitän auf Lebenszeit“ ernannt wurde, der treu zu den Aliens auch in den vergangenen schwierigen Jahren gestanden hatte und nun seine Schlittschuhe an den berühmten Nagel hängt.

Anschließend zeigten die Aliens, dass sie nach einer Ehrung durchaus schnell ins Spiel finden und dieses gar positiv gestalten können. Die Scheibe war noch nicht ganz im Spiel, da zappelte sie auch schon in den Maschen vor dem Gästeblock. Es ging munter hin und her, auch wenn die Gäste nur 14 Feldspieler hatten mitbringen können, und zunächst gab es wenig Torchancen auf beiden Seiten. Mit einem sehenswerten Bauerntrick überwand Ratingens Pascal Behlau zum Zweiten den Gästegoalie, und die Hausherren gingen mit dieser 2:0 Führung in die Pause.

Nachdem in der 28. Spielminute Florian Pompino nach hohem Stock bereits unter die Dusche durfte, kamen die Gäste zum Anschlusstreffer, und kurz nach Beendigung der Überzahl war Christoph Oster ein zweites Mal bezwungen (Fabian Staudt, 34.). Doch dann drohte das Spiel zu entgleisen, und die Strafbänke füllten sich. In Unterzahl jedoch brachte Aliens-Kapitän Dennis Fischbuch die Scheibe zum Riesenjubel der Mehrzahl der Fans im gegnerischen Kasten unter. Nach dem einen oder anderen Scharmützel – teils auch ohne Schläger und ohne Handschuhe, dafür auf die „12“ – war es auf den Strafbänken kuschelig eng – und Stepan Kuchynka fälschte einen strammen Schuss seines Kapitän in die Maschen ab, wenige Sekunden vor dem zweiten Seitenwechsel.

Im Schlussabschnitt ging es wieder etwas weniger hitzig zu auf dem Eis. Herford schickte seine schnellen Spieler ein ums andere Mal los, doch teilweise trafen diese dann das berühmte Scheunentor nicht; Ratinger Chancen waren Mangelware, doch man versuchte jetzt hauptsächlich, den Vorsprung zu verteidigen. Das gelang, und die Aliens konnten sich am Ende über ein 4:2 freuen. Damit haben sie den ersten Matchpuck erfolgreich abgewehrt und die Serie verlängert, auch wenn die etwa 250 Gästefans skandierten „und am Freitag schmeißen wir euch raus“…

Michaela-Ross