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Jari Pasanens Befürchtung: „Halbe Mannschaft ist weg“
Nürnbergs Sportdirektor Martin Jiranek unterhält sich nach dem Sieg mit Iserlohns 33-Colten Teubert, der in Zukunft ein Ice Tiger ist - © by ISPFD

Nürnbergs Sportdirektor Martin Jiranek unterhält sich nach dem Sieg mit Iserlohns 33-Colten Teubert, der in Zukunft ein Ice Tiger ist – © by ISPFD

Iserlohn. (MK) Ende, Aus und vorbei! Die Saison 15/16 endet für die Iserlohn Roosters im sechsten Playoff-Viertelfinalspiel. Mit 3:2 unterlagen die Sauerländer in Nürnberg. Insbesondere im Schlussdrittel warfen die Iserlohner noch einmal alles in die Waagschale und waren nach einem 3:0 Rückstand sogar dem Ausgleich noch einmal nahe. Letztendlich aber brachten die Ice Tigers den Sieg sicher ins Ziel und stehen verdient im Halbfinale.

 

„Nürnberg hat verdient gewonnen und war die bessere Mannschaft. Wir haben heute gesehen, dass wir mithalten können“, so Iserlohns Trainer Jari Pasanen nach der 3:2 Niederlage. Am Ende der Playoff-Serie gegen die Ice Tigers steht ein verdienter 4:2 Sieg für Nürnberg in der Serie.

 

Die Serie gegen die Ice Tigers haben die Roosters sicherlich nicht im sechsten Spiel verloren. Die Spiele zwei, drei und vier und die daraus resultierende zwischenzeitliche 3:1 Serienführung der Ice Tigers waren letztendlich der Knackpunkt aus Iserlohner Sicht.

 

Die Trainerstimmen nach dem sechsten Viertelfinalspiel

 

Trainer Jari Pasanen machte übrigens nicht die körperliche Überlegenheit der Franken als entscheidenden Punkt aus. Vielmehr sieht er das größte Manko darin, dass sein Team nicht in der Lage war die eigenen Fehler zu minimieren. „Sicherlich hätten wir Spiel drei gewinnen können. Danach war es schwierig. Wenn wir in den Playoffs weiter kommen wollen, dann müssen die Kleinigkeiten besser stimmen. Wir können keine Spieler gebrauchen, die in dieser Phase nicht ihr bestes Hockey spielen“, so der Finne.

Insbesondere der letzte Satz lässt viel Raum für Spekulationen im Hinblick auf die Planungen für die kommende Saison zu. Nach einer grandiosen Hauptrunde, die bekanntlich auf Platz drei endete, waren nicht alle Spieler in der Lage in den Playoffs hochkonzentriert zu Werke zu gehen.

Voraussichtlich schon am Ostermontag wird die sportliche Führung die traditionellen Abschlussgespräche mit jedem einzelnen Spieler führen. Hierbei wird natürlich nicht nur die zurückliegende Saison von beiden Seiten gespiegelt, sondern auch ausgelotet, ob man noch eine gemeinsame Zukunft hat. Ein offenes Geheimnis sind die Abgänge von Nick Petersen (Berlin), Colten Teubert (Nürnberg) und Brooks Macek (München). Besonders an Nick Petersen schieden sich in den letzten Monaten ohnehin die Geister. Zuletzt vermissten viele beim „Artisten Petersen“ die letzte Aggressivität im Spiel. Seine elf Spiele andauernde Torflaute im Januar/Februar waren Wasser auf die Mühlen seiner Kritiker, die ihm Lustlosigkeit vorwarfen. Trainer Jari Pasanen geht davon aus, dass die „halbe Mannschaft“ weg sein wird.

Neu werden die noch nicht offiziell bestätigten Zugänge Christopher Fischer (Verteidiger, Adler Mannheim) und Ashton Rome (Stürmer, Schwenninger Wild Wings) an den Seilersee wechseln.

Über Verträge bzw. offensichtlich gezogene Optionen verfügen neben den Torhütern Mathias Lange und Chet Pickard auch die Verteidiger Ryan Button, Michel Périard und die Entdeckung der Saison Denis Shevyrin. Im Sturm besitzen Lou Caporusso, Dylan Wruck, Chad Bassen, Marko Friedrich und Brad Ross gültige Arbeitspapiere. Wobei beim Langzeitverletzten Dylan Wruck noch die Fortsetzung der Karriere offen ist. Er wäre nach fast einem Jahr Verletzungspause ein „gefühlter“ Neuzugang.

Jason Jaspers - © by EH-Mag. (MK)

Jason Jaspers – © by EH-Mag. (MK)

Offen sind die Personalien von: J.P. Côté, Kevin Lavallée, Dieter Orendorz, Bobby Raymond, Brodie Dupont, Chris Connolly, Jason Jaspers, Marcel Kahle, Cody Sylvester, Boris Blank und Kapitän Mike York.

Kaum vorstellbar ist eine Weiterverpflichtung von Zach Hamill, der sich als nachverpflichteter Stürmer nicht durchsetzen konnte. Mike York hat vor den Playoffs signalisiert noch ein weiteres Jahr spielen zu wollen. Fraglich ist zudem, ob man Topverteidiger Bobby Raymond wird halten können? Inwieweit es mit Dieter Orendorz, Jason Jaspers (evtl. mit deutschem Pass), Cody Sylvester und Boris Blank (Karriereende?) schon abschließende Gespräche gab, ist unklar.

Vermutlich wird es nach dem Verlauf der Playoffs und den daraus resultierenden Erkenntnissen auch den einen oder anderen „Härtefall“ geben. Schon vor Jahresfrist traf es zum Beispiel Richard Jares, den damals viele noch gerne länger am Seilersee gesehen hätten. J.P. Côté, Kevin Lavallée oder Chris Connolly könnten „Wackelkandidaten“ sein. Nach Abschluss der Einzelgespräche wird es sicherlich auch offiziell Klarheit geben, mit wem die Roosters gerne weiterarbeiten möchten. Bis dahin ist vieles spekulativ.

Natürlich sprudelt die Gerüchteküche auch immer wieder wie wild Namen an Land, die mit den Iserlohnern in Verbindung gebracht werden. Philippe Dupuis (Hamburg), Colton Beck (Iowa) oder Mike Connolly (Straubing) gehören unter anderem dazu. Eine Rückkehr der Ex-Iserlohner Jonas Liwing und Marty Sertich dürfte kein Thema sein. Ob das Gerücht bei Mike Brennan (spielte 13/14 am Seilersee) vom finnischen Erstligisten Vaasan Sport zutreffender ist?

Auch wenn der Spieleretat möglicherweise etwas größer werden sollte: Vertragsverlängerungen mit Leistungsträgern werden nach der starken Hauptrunde sicherlich kaum billiger. Vom großen Kuchen wird also nur unwesentlich mehr zu verteilen sein. Eventuell haben aber auch einige Spieler und Agenten vor den Playoffs am Seilersee hoch gepokert und fallen dadurch nun durchs Raster. Fest steht allerdings auch, dass sich aufgrund der Erfolge in den letzten drei Jahren auch Spieler einen Wechsel nach Iserlohn vorstellen können, die das vor wenigen Jahren noch als utopisch abgetan hätten. Die kommenden Tage, aber auch besonders die Sommer-Transferperiode wird sicherlich hochinteressant.

 

Der mögliche Kader der Roosters 16/17:

Tor: Mathias Lange, Chet Pickard (Vertragsoption ?)

Abwehr: Ryan Button, Michel Périard, Denis Shevyrin (Vertragsoption ?), Christopher Fischer (Adler Mannheim)

Sturm: Lou Caporusso, Dylan Wruck, Chad Bassen, Marko Friedrich, Brad Ross (Vertragsoption ?), Ashton Rome (Schwenningen)

Abgänge: Nick Petersen, Brooks Macek, Colten Teubert

Fotostrecke zu Spiel sechs

Redaktion

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