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Ice Tigers überzeugen in Spiel zwei – Torwartfrage für Sonntag offen – Lange: „Wenn man hier gewinnen will, dann muss man anders auftreten“ Ice Tigers überzeugen in Spiel zwei – Torwartfrage für Sonntag offen – Lange: „Wenn man hier gewinnen will, dann muss man anders auftreten“
Ice Tigers überzeugen in Spiel zwei – Torwartfrage für Sonntag offen – Lange: „Wenn man hier gewinnen will, dann muss man anders auftreten“
Glueck fuer Iserlohns Goalie 24-Mathias Lange und Pech fuer Nuernbergs 39-David Steckel dass der Puck am Iserlohner Tor vorbeifliegt - © by ISPFD

Glueck fuer Iserlohns Goalie 24-Mathias Lange und Pech fuer Nuernbergs 39-David Steckel dass der Puck am Iserlohner Tor vorbeifliegt – © by ISPFD

Nürnberg / Iserlohn. (MK) Je länger Playoff-Serien dauern, umso kürzer fallen die Spielanalysen der Trainer oftmals aus. Nürnbergs Martin Jiranek und Iserlohns Jari Pasanen machten da am Freitagabend keine Ausnahme. Der Fokus schien bei beiden auch so kurz nach Spielende schon auf das dritte Spiel innerlich gerichtet zu sein.

 

Sportlich hatten die erst am Spieltag direkt zum Match angereisten Roosters in Nürnberg wenig zu bestellen. Nürnberg war von Beginn an Herr im eigenen Haus. Von der ersten Sekunde an versuchten die Ice Tigers Druck auf das von Mathias Lange glänzend gehütete Iserlohner Tor auszuüben. Und das taten sie durchaus mit Verstand und Übersicht. Die alte Playoff-Floskel, dass jede Scheibe zum Tor eine „gute“ Scheibe ist, wurde von den Franken jedenfalls sehr gut beherzigt. Dennoch fanden sie zunächst keine Lücke im Iserlohner Beton. Dumme, teils überflüssige Strafen erschwerten es den Ice Tigers ihre Spielweise durchzuziehen. Die Roosters fanden in Überzahl durch Raymond die Lücke zum 0:1, aber Pföderl glich ebenfalls in Überzahl noch vor der ersten Pause zum 1:1 aus. Danach stellten die Franken die Strafen ein und waren im Spiel 5-5 das bessere Team. Reinprecht (29.) und Steckel (47.) brachten die Überlegenheit auf die Anzeigetafel. Und dennoch waren die Roosters nicht völlig chancenlos. Frühzeitig nahm man Keeper Lange vom Eis und während Reimers Strafe verkürzte Macek für die Roosters 48 Sekunden vor dem Ende noch einmal auf 3:2. Alle Zweifel am verdienten Nürnberger Erfolg beseitigte Reimer dann mit dem Empty-Net-Goal zum 4:2 Endstand.

 

Iserlohns Trainer Jari Pasanen wirkte auf der Pressekonferenz sichtlich enttäuscht, kannte den Nürnberger Sieg aber an: „Am Mittwoch waren wir die bessere Mannschaft und heute war Nürnberg besser“, so sein Kommentar. Und auch Ice Tigers Sportdirektor Martin Jiranek sprach von einem verdienten Erfolg seines Teams.

Deutlichere Worte fand Mathias Lange, Keeper der Roosters nach dem Spiel: „Der Sieg geht so in Ordnung. Es war eine sehr schwache Leistung von uns speziell am Anfang und im Mitteldrittel. Wenn man hier gewinnen will, dann muss man anders auftreten. Das ist uns nicht gelungen. Wir müssen das Spiel jetzt hinter uns bringen und nach vorne schauen“, so der Iserlohner Goalie.

Der Blick beider Trainer richtete sich schon auf das dritte Spiel am Sonntag (14:30 Uhr) im natürlich längst ausverkauften Hexenkessel am Seilersee. Viel ändern werden die Ice Tigers nicht müssen. Bleiben die Franken der Strafbank fern und bringen sie ihre körperlichen und technischen Fähigkeiten voll ein, dann haben die Roosters im Spiel 5 gegen 5 Probleme. Das wurde zum Teil schon in Spiel eins und besonders im Spiel am Freitag deutlich. Somit wird es am Sonntag interessant sein zu beobachten, wie die Roosters sich dieser Spielweise mit ihren schnellen Leuten entziehen können. Nahezu perfekt brachten die Ice Tigers am Freitag viele Scheiben zum Tor. Dabei versuchten sie zum Teil mit sogar zwei Leuten vor dem Tor die Sicht des Torhüters zu behindern oder den Schuss abzufälschen. Haben die Wilson-Schützlinge damit schon den „Roosters-Code“ zumindest teilweise entschlüsselt und quasi den Schlüssel zum Erfolg gefunden?

Apropos Torhüter: Bei beiden Mannschaften stachen sowohl Mathias Lange bei den Roosters, als auch Tyler Beskorowany im Tor der Franken heraus. Dennoch könnte es nicht nur bei den Roosters einen Wechsel am Sonntag geben. Martin Jiranek will diese Entscheidung gemeinsam mit Rob Wilson treffen und auf der Fahrt nach Iserlohn am Samstag entscheiden. Während Mathias Lange am Freitag Schwerstarbeit verrichten musste und hier ein Wechsel zu Chet Pickard aufgrund der Frische durchaus sinnvoll ist, gab Jiranek im Fall von Beskorowany zu bedenken, dass dieser am Freitag nicht so viel zu tun hatte. „Es ist eine ganz schwierige Entscheidung, die wir gut überlegen müssen, so der Sportdirektor der Ice Tigers. Für Beskorowany stünde Andreas Jenike Gewehr bei Fuß.

Beide Trainer werden aller Voraussicht nach auch auf die während des Spiels kurz behandelten Kevin Lavallee (Roosters) und den am Knie lädierten Ice Tiger Yasin Ehliz bauen können. Sie setzten nach kurzen Behandlungen das Spiel fort. Iserlohns Youngster Denis Shevyrin soll ebenfalls nach überstandener Augenentzündung und aufgeholtem Trainingsrückstand wieder dabei sein.

 

Die Trainerstimmen zum Spiel

Fotostrecke zum Spiel

Redaktion