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Huskies bauen mit klarem Sieg über Frankfurt die Serienführung aus
Tummult vor Fankfurts Tor - © by EH-Mag. (DS)

Tummult vor Fankfurts Tor – © by EH-Mag. (DS)

Kassel. (PM) Mit unverändertem Personal traten Huskies und Löwen am heutigen Dienstag Abend zu Spiel 3 der Viertelfinal-Playoffserie an. In heimischer Eissporthalle lag das Momentum vor dem Spiel klar auf Seiten der Nordhessen, gingen sie doch zwei Tage zuvor in der Serie mit 2:0 in Führung.

Nach verhältnismäßig ruhigen ersten fünf Anfangsminuten gab Löwe Richard Mueller in Huskies-Unterzahl einen ersten Warnschuss ab. Danach gewannen die Schlittenhunde deutlich an Überhand. Palausch nach schöner Einzelaktion sowie zwei Mal Proft aus kurzer Distanz hatten die Führung auf dem Schläger. Frankfurts Torhüter Tyler Plante präsentierte sich an diesem Abend allerdings in sehr guter Verfassung und stoppte in der Folge auch Pimms Versuch aus dem Gewühl (10.) sowie Alex Heinrichs Schlenzer nach schönem öffnenden Daoust-Pass (12.). Nach 15 Minuten war aber auch der Löwen-Schlussmann erstmals geschlagen. Jamie MacQueen erarbeitete sich selbst den Puck vor der Spielerbank der Schlittenhunde, stürmte über die linke Seite ins Angriffsdrittel, vernaschte einen Gegenspieler und vollendete dieses Solo per Rückhand zum hochverdienten 1:0. Vor der Sirene lag sogar noch der zweite Treffer in der Luft, Plante parierte allerdings gegen den vor ihm frei auftauchenden Mike Little und hielt auch in der dann folgenden Unterzahlphase seinen Kasten sauber.

Auch im Mittelabschnitt waren es die Huskies, die sich eine Mehrzahl an Großchancen erspielten. Den kleinen Sturmlauf eröffnete Adriano Carciola in der 23. Spielminute, der sich zunächst im eins gegen eins durchsetzte, dann aber an Tyler Plante hängenblieb, der den Puck über die Latte lenkte. In Huskies-Überzahl waren es Pimm, der am den schon liegenden Löwen-Schlussmann scheiterte und Jamie MacQueen mit einem Schlagschuss an den Außenpfosten. Zuvor hatte Carciola mit einer erneuten Einzelaktion eine 51 Sekunden andauernde doppelte Überzahlphase provoziert, die letzten Endes aber ohne Torerfolg verstrich.

Die Löwen durften ab der 29. Spielminute erstmals in Überzahl ran. Nicht wenige Fans in der Kasseler Eissporthalle befürchteten in diesem Moment, dass ihre Huskies für die ausgelassenen Powerplay-Möglichkeiten nun bestraft werden. Das Gegenteil war aber der Fall! In Unterzahl erarbeitete sich Thomas Merl die Scheibe, wackelte die komplette Löwen-Hintermannschaft aus und markierte aus kurzer Distanz das überfällige 2:0. Wenn den Schlittenhunden ein Vorwurf zu machen war, dann der, dass sie ihre klare Überlegenheit nicht entsprechend auf die Anzeigetafel brachten, denn auch bis zur zweiten Sirene wurden weitere Torchancen vergeben. Nach 34 Minuten verpasste Merl am Torraum ein scharfes Klinge-Zuspiel, eine Minute später scheiterte Jens Meilleur nach schöner Einzelaktion am Pfosten. In der Schlussminute blieb Jean-Michel Daoust nach Rückhandpass der Huskies-Kapitäns an Plantes Schonern hängen, wenige Sekunden vor Ende des zweiten Drittels tauchte dann aber Löwe Richard Mueller nach Mazzolinis Bullygewinn plötzlich frei vor Markus Keller auf, verfehlte mit seinem Handgelenksschuss jedoch das Tor.

Frankfurts Stürmer mit der Rückennummer 61 hätte in dieser Situation seine Löwen unverhofft wieder zurück ins Spiel bringen können. So waren es aber die Nordhessen, die früh für die Vorentscheidung sorgten. In Überzahl verlud der wie entfesselt spielende Adriano Carciola mit einer Bewegung die Löwen-Abwehr und fand Braden Pimm, der per Direktabnahme das 3:0 erzielte. Zwar gelang es den Löwen danach erstmals in diesem Spiel, die Schlittenhunde in die Defensive zu drängen. Die Kasseler Hintermannschaft hielt dem Druck aber stand, und wenn es doch mal gefährlich wurde, war Markus Keller zur Stelle, wie beispielsweise gegen Brett Breitkreuz in der 46. Minute und dessen Bruder Clarke zehn Minuten vor Schluss.

Für den endgültigen Schlusspunkte sorgte Jamie MacQueen nach 56 Minuten. Über die linke Seite drang er in die Defensivzone der Gäste ein und hob den Puck trocken zum 4:0 unters Dach.

Gegen passiv auftretende Löwen haderten die Huskies zunächst mit ihrer Chancenverwertung, fuhren dann aber mit einer erneut hochkonzentrierten Leistung einen auch in der Höhe verdienten 4:0-Sieg ein. Die Schlittenhunde liegen nun in der Serie mit 3:0 in Führung und können bereits am Freitag in Frankfurt den Einzug ins Halbfinale klar machen.

Trainerstimmen zum Spiel

Redaktion