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Heilbronner Visionen: Bekommen die Falken bald schon wieder eine neue Heimspielstätte?

© by Eh.-Mag. (MT)

Heilbronn. (MK) Wer als Außenstehender in den letzten Tagen und Wochen die Heilbronner Lokalpresse ein wenig verfolgt hat, der dürfte sich zum Thema Multifunktionsarena etwas die Augen gerieben haben.

Laut mehreren Berichten könnte die erst vor rund 15 Jahren in Betrieb genommene Kolbenschmidt-Arena (früher Knorr-Arena), die zugleich Heimspielstätte der Heilbronner Falken ist, schon bald Geschichte sein.

Offenbar gibt es in der Käthchenstadt Bestrebungen der Dieter-Schwarz-Stiftung (Gründer der Lidl-Kaufland-Kette) das ansässige Campus-Gelände auszuweiten. Und dazu benötigt man das Gelände auf dem aktuell die Kolbenschmidt-Arena steht. Auf dem aktuellen Campusgelände sind die German Graduate School of Management & Law und die Duale Hochschule der Stiftung integriert.

Dem Vernehmen nach ist man auf Seiten der Stadt dem Ansinnen der Stiftung nicht abgeneigt, zumal sich diese bislang finanziell immer großzügig eingebracht haben soll.

Soweit der aktuelle „Ist-Zustand“. Folgendes Szenario könnte in den kommenden Wochen konkret werden: Die Stiftung erhält das Gelände, auf dem die Kolbenschmidt-Arena steht. Die Stadt Heilbronn stellt ein alternatives Gelände für eine neue Multifunktionsarena zur Verfügung. Im Gespräch soll hierbei der rund zwei Kilometer vom bisherigen Eisstadion entfernte Sportplatz neben dem Frankenstadion sein. Die Stiftung erbaut dort eine neue Multifunktionshalle und hat somit „freie Fahrt“ das bisherige Eisstadion abzureißen und kann dann dort weitere Hochschulgebäude errichten. Soweit die aktuellen Gedankenspiele.

„Mir ist weder etwas von einem Neubau noch von gar bereits weiterreichenden Planungen bekannt“, erklärte allerdings Falken-Manager Atilla Eren auf Nachfrage von echo24.

Fakt ist: Bekämen die Falken eine neue Halle, dann wäre die „Bausünde“ Kolbenschmidt-Arena schneller Geschichte als gedacht. In der aktuellen Heimspielstätte hat man die Dachkonstruktion auf seinerzeit schon unzeitgemäße Pfosten gestützt, die den Zuschauern die Sicht auf die Spielfläche nehmen. Der zu kleine VIP-Bereich und mangelhafte sanitäre Anlagen sind weitere Hauptkritikpunkte, die sich bei einem eventuellen Neubau natürlich nicht wiederholen dürfen.

Man darf gespannt sein, ob Stadt und Stiftung einen Weg finden die Vision Realität werden zu lassen, oder ob alles ein reines Gedankenspiel bleibt?

Redaktion