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Mannheim. (GK) Die Mannheimer Adler haben in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Sonntagnachmittag mit 3:4 (0:0/2:1/1:3/0:0/0:1) Toren gegen... Auch das noch! Adler-Heimpleite gegen den Tabellenletzten
Die Cracks der Adler verlassen deprimiert das Eis der SAP-Arena. - © by EH-Mag. (GK)

Die Cracks der Adler verlassen deprimiert das Eis der SAP-Arena. – © by EH-Mag. (GK)

Mannheim. (GK) Die Mannheimer Adler haben in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Sonntagnachmittag mit 3:4 (0:0/2:1/1:3/0:0/0:1) Toren gegen die Krefeld Pinguine verloren.

 

Dies ist die zweite Niederlage des Wochenendes.  Nach dem 2:4 vom Freitag beim Tabellenvorletzten in Schwenningen nun ein bitteres 3:4 gegen den Tabellenletzten aus Krefeld. Deprimierender hätte das Wochenende für die Nordbadener nicht verlaufen können. Von einer Trendwende nach dem Headcoach Greg Ireland vor anderthalb Wochen entlassen wurde und Co-Trainer Craig Woodcroft zum neuen Chef aufstieg, ist nichts zu sehen. Der Trainerwechsel verpuffte ohne Wirkung. Es mangelt bei den Adlern nach wie vor an all den Dingen, die die ganze Saison über Schwachpunkte sind: Die Stürmer agieren ohne Effizienz und Durchschlagkraft, der Spielaufbau ist viel zu kompliziert und dazu gesellen sich individuelle Aussetzer. Was jetzt natürlich noch hinzu kommt, es fehlt jegliches Selbstvertrauen. Die Cracks agieren hypernervös und wollen nur ja keine Fehler machen. Geraten die Mannheimer dann in Rückstand oder ein Gegner gleicht eine Adler-Führung wieder aus, wie gegen Krefeld, wirkt das Team hilflos. Die Mannschaft fällt dann komplett auseinander und lässt sich quasi willenlos zur Schlachtbank führen.

Die Geschichte des Matches gegen Krefeld ist rasch erzählt. Das erste Drittel kann wegen Harmlosigkeit beider Teams rasch übersprungen werden. Im zweiten Abschnitt dominierten die Adler eindeutig und schossen eine Führung heraus, die sie im letzten Drittel aber wieder verspielten, sodass es 3:3 Unentschieden stand. Im Penalty-Schießen hatte Krefeld dann mehr Glück und siegte insgesamt verdient mit 4:3 Toren.

Um es deutlich zu sagen, der Wille und die Bemühungen sind den allermeisten Adler-Cracks nicht abzusprechen, aber spielerisch und taktisch mangelt es eigentlich an fast allem. Hier soll nicht auf die Spieler „eindroschen“ werden. Es sind auch nur Menschen, die ein Gefühlsleben besitzen und nach solch einer Serie von neun Misserfolgen am Stück frustriert und enttäuscht sind. Aber anderseits muss man einfach sagen, es läuft zurzeit nichts zusammen oder sieht nach Besserung aus. Alles ist Stückwerk und es hat den Anschein, jeder ist inzwischen froh, wenn die Saison vorbei ist. Es gibt eben leider im Leben keinen Hebel, wie bei einer Maschine, den man nur umzulegen braucht, und es brummt wieder. Was den Cracks im blau-weiß-roten Dress fehlt, sind Erfolgserlebnisse, also Siege, um Selbstvertrauen zu tanken. Diesbezüglich war das Wochenende Gift.

In der Tabelle sind die Adler auf Rang acht abgerutscht und bis Platz sechs, der zur direkten Teilnahem an den Play-Offs berechtigt, sind es bei noch sechs ausstehenden Partien inzwischen schon zehn Punkte. Ein mittlerweile eher unrealistisches Ziel. Selbst die Teilnahme an den Pre-Play-Offs, bei denen die Teams zwischen Rang sieben und zehn die letzten beiden Teilnehmer für die eigentlichen Play-Offs ausspielen, ist nun mehr gefährdet. Die Adler spüren den Atem der Verfolger im Nacken.

Im Eishockey ist vieles möglich und die Hoffnung stirbt bekanntlich zum Schluss. Auch haben die Play-Offs ihre eigenen Gesetze und Ingolstadt marschierte schon vom abgeschlagenen Team der Pre-Play-Offs zur Deutschen Meisterschaft, aber zumindest in der Verfassung vom Wochenende haben die Adler nichts mit der Titelvergabe oder gar nur den Play-Offs zu tun. Dies ist bitter für ein Team, das im letzten Jahr Deutscher Meister war und als Top-Favorit in die Saison ging. Aber so ist nun mal Sport und dies macht die Spannung im Eishockey im Vergleich zur langweiligen Fußball-Bundesliga aus, wo Bayern München quasi jeder Jahr schon als Titelträger feststeht.

Am Mittwoch treten die Adler übrigens in Ingolstadt, einem direkten Konkurrenten um die Pre-Play-Off-Plätze an. Am Freitag gastiert dann die Düsseldorfer EG in Mannheim.

Redaktion

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