Köln. (MK) Nun ist auch der Anfang für die Iserlohn Roosters endlich gemacht. Am Freitagabend unterlagen die Sauerländer in ihrem ersten Testspiel in Köln den Dresdner Eislöwen mit 1:2.
Auch für den DEL-Neuling aus Sachsen war es das erste Testspiel. Auf beiden Seiten fehlten noch Spieler. Bei den Eislöwen waren Ortega, Parkes und Suess neben dem gesperrten Fox nicht dabei. Iserlohn musste ohne den kurzfristig erkrankten Ugbekile und Boland (Aufbautraining) auskommen. Das „C“ trug Neuzugang Daniel Fischbuch bei den Roosters in diesem Spiel auf der Trikotbrust.
Für beide Teams war dieser Vergleich eine erste Standortbestimmung. Die Roosters deuteten im ersten Drittel an, dass sie in dieser Spielzeit agiler und schneller sein können als in der Vorsaison. Eltens Führungstreffer (6.) ging nach den ersten zwanzig Minuten völlig in Ordnung. Müßig im Nachgang darüber zu spekulieren, wie das Match wohl ausgegangen wäre, wenn die Sauerländer kurz vor der Pause eine doppelte Überzahl genutzt hätten. Ab Drittel zwei fanden die Eislöwen ihre Beine und begannen auch eigene Offensivakzente zu setzen. Turnbull gelang im Powerplay (39.) der nun verdiente Ausgleich. Einen sehenswerten Konter schloss Dresdens Gorcik (52.) zum 1:2 für die Eislöwen ab. Auch die Herausnahme von Keeper Jenike für einen weitere Feldspieler brachte in der Schlussminute nicht mehr den erhofften Ausgleich für die Roosters.
Sundblad nimmt das gute Gefühl mit, Nyman fordert mehr Cleverness
Dresdens Bandenchef Niklas Sundblad fasste das Spiel folgendermaßen zusammen: „Nach dem ersten Drittel haben wir gut gespielt. Wir haben Druck aufgebaut, Chancen kreiert, viele Checks zu Ende gefahren und Schüsse geblockt. Wir haben von Anfang an die kleinen Dinge richtig gemacht. Julius Hudacek war zudem stark im Tor. Es war zwar nur ein Vorbereitungsspiel, aber der Sieg gibt uns ein gutes Gefühl für die kommenden Aufgaben.“
Iserlohns neuer Cheftrainer Stefan Nyman: „Wir haben noch eine Menge zu lernen. Wir müssen cleverer spielen und bessere Entscheidungen mit dem Puck treffen. Vielleicht waren unsere Köpfe auch nach den letzten zwei Wochen etwas müde, aber das ist keine Entschuldigung. Wir hatten zuviele Turnover und werden so nur schwer Spiele gewinnen, wenn wir nicht mehr Verantwortung mit dem Puck übernehmen.“
Franz-David Fritzmeier: „Es war genau das, was uns und die ganze Liga erwartet“
Roosters-Sportchef Franz-David Fritzmeier erläuterte nach dem Spiel: „Ich wollte dieses Spiel gerne haben und es war genau das, was uns und die ganze Liga erwartet. Natürlich ist es nicht überzubewerten, weil es das erste Testspiel ist. Es wird immer eng sein, Du musst einfach die Kleinigkeiten richtig machen und Dir die Dinge erarbeiten. Im ersten Drittel hätten wir beim Stand von 1:0, während der 5-3 Überzahl, das Spiel ziemlich schnell erledigen können. Das haben wir dann aber nicht geschafft. Das Momentum geht ja nicht immer in eine Richtung und wir verlieren es dann ein bisschen. Natürlich respektierst Du jeden Gegner. Vielleicht dachte dann doch der eine oder andere, dass es ein bisschen leichter gehen wird. Aber in der Liga ist es nie leicht. Trotzdem denke ich, dass beide Mannschaften für das erste Spiel schon recht intensiv gespielt haben. Wir haben unsere Qualitäten gerade am Anfang, als wir viel Übergewicht hatten, nicht ausgenutzt. Dann haben wir ein bisschen nachlässig gespielt und kommen ins Hinterherrennen. Ein Powerplaytor und ein Kontertor, dann verliert man. Wichtig ist aber auch, dass wir alle gesund rausgekommen sind. Die Liga hat jetzt noch nicht begonnen, aber jetzt haben wir das erste Mal eine Mannschaft aus der Liga gesehen. Beide waren nicht komplett. Wir haben jetzt noch weitere Erkenntnisse und noch ca. vier Wochen Zeit. Dann müssen wir ready sein.“
Lob für Radionovs und Farkas
Verteidigertalent Gordejs Radionovs (18) attestierte er für sein erstes Profispiel eine ordentliche Leistung. Bence Farkas (19) habe, so Franz-David Fritzmeier, ebenfalls seinen Job gemacht.
Der erste Auftritt des neuen Iserlohner Teams hatte übrigens den Sauerländer Anhang mobilisiert. Mit mehreren Bussen angereist, war die kleine KölnArena 2 auf der überschaubaren Zuschauertribüne (Kapazität 504 Zuschauer) fest in Iserlohner Hand.
Am nächsten Wochenende Start beim Probonio-Cup
Für die Waldstädter geht die Aufarbeitung ab Montag intensiv weiter. Die nächsten Testspiele stehen am kommenden Wochenende im Rahmen des Probonio-Cups in Kassel an. Am Samstag treffen die Nyman-Schützlinge zuerst auf die Düsseldorfer EG. Einen Tag später warten dann Gastgeber Kassel oder die Löwen Frankfurt im Finale / Spiel um Platz drei.



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