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Iserlohn. (MK) Die Kölner Haie haben auch ihr zweites Spiel unter Uwe Krupp gewonnen. Am Iserlohner Seilersee drehten die Kölner einen 2:0 Rückstand in... Haie drehen ein spannendes Westderby – Roosters verlängern vorzeitig mit Torwart Jenike – Personaldebatten am Rande des Westderbys

„Smalltalk“ zwischen Iserlohns Headcoach Jason O’Leary und Schiedsrichter Marc Iwert – © Sportfoto-Sale (JB)

Iserlohn. (MK) Die Kölner Haie haben auch ihr zweites Spiel unter Uwe Krupp gewonnen. Am Iserlohner Seilersee drehten die Kölner einen 2:0 Rückstand in einen 3:2 Sieg.

Die personellen Vorzeichen standen für die Iserlohn Roosters nicht gut. Zu den Langzeitverletzten Todd, Hoeffel und Friedrich gesellten sich auch Weidner und Sutter auf die Ausfallliste. Verteidiger Dieter Orendorz bildete somit mit Younsgter Alex Blank die nominell mit nur zwei Spielern besetzte vierte Reihe der aufopferungsvoll kämpfenden Roosters. Kurz vor dem ersten Bully wurde wieder einmal in der Halle die Vertragsverlängerung mit Torwart Andreas Jenike verkündet (siehe Bericht unten). Das ohnehin bis 2021 gültige Arbeitspapier hat nun eine Laufzeit bis 2024. Gegen Köln saß der 31- jährige allerdings nur auf der Bank. Noch immer fiebert der gebürtige Hamburger mit Ehefrau Ronja der Geburt des zweiten Kindes entgegen. Iserlohns Jamie MacQueen drückte dem Spiel im ersten Drittel mit seinen beiden Powerplaytoren seinen ganz persönlichen Stempel auf. Am Ende scheiterten die Roosters nicht nur an immer stärker werdenden Haien, sondern auch an Pfosten und Latte. Aber der Reihe nach …

Anfangsdrittel ein Drittel der Special-Teams

In den Anfangsminuten hatten die Roosters die ersten Chancen durch den 18- jährigen Alex Blank und durch MacQueen, die aber scheiterten. Als Kölns Zerressen in der 7. Minute die erste Strafe nach Foul an MacQueen kassierte, dauerte es 45 Sekunden bis die Gastgeber erstmals jubeln durften. MacQueen staubte vor Haiekeeper Weitzmann zum 1:0 ab. Und es lief weiterhin gut für die Roosters, denn auch die nächste Kölner Strafe gegen Hanowski (13.) nutzten die Gastgeber erneut durch MacQueen zum 2:0. Während der ersten Hinausstellung gegen Iserlohn meldeten sich die Haie zurück im Spiel. Hanowski netzte aus dem Slot sehenswert zum 2:1 Anschlusstreffer ein. Eine weitere Strafe gegen Hai Marcel Müller blieb kurz vor der ersten Pause ohne Folgen für die Domstädter.

Kölns Genoway treffsicher und am Ende undiszipliniert

In der mit 4967 Zuschauern restlos ausverkauften Eisporthalle hatten die Zuschauer noch gar nicht alle zum zweiten Drittel Platz genommen, als MacQueen nach 17 Sekunden ein Break vor Haie-Goalie Weitzmann nicht nutzen konnte. Dann übernahmen die Kölner immer mehr Spielanteile. Dominik Tiffels, Bast (beide 22.) und Kindl (29.) konnten ihre Chancen aber noch nicht nutzen. Gegen Genoways Direktabnahme (32.) zum 2:2 Ausgleich war Iserlohns Torwart Peters dann aber machtlos. Ein weiteres Powerplay der Haie (Strafe gegen Iserlohns Schmitz) verteidigten die Roosters geschickt. Ex-Rooster Matsumoto kassierte in der 39. Minute die nächste Strafe gegen Köln und mit der Schlusssirene wäre Clarke fast die 3:2 Führung für die Hausherren gelungen, aber Weitzmann wusste diesen Treffer mit vereinten Kräften seiner Vorderleute zu verhindern. Direkt nach dem Pausenpfiff sprach das Schiedsrichtergespann noch Strafen gegen die Haie Sill wegen Stockschlag und völlig unnötig gegen Genoway wegen unsportlichen Verhaltens aus.

Roosters scheitern am Aluminium

Iserlohn startete somit mit einer doppelten Überzahl ins letzte Drittel. MacQueen und O´Connor trafen nur das Torgestänge und auch Clarke scheiterte aus dem Slot aussichtsreich an Weitzmann. Ein Iserlohner Treffer hätte in dieser Phase vielleicht schon die Vorentscheidung sein können. Aber die Haie überstanden diese heikle Phase ohne Gegentreffer. Wieder vollzählig lieferten sich beide Teams einen intensiven und abwechslungsreichen Schlagabtausch. Fontaines Strafe (49.) brachte auch keine Veränderung auf die Anzeigetafel. Viele Zuschauer fragten sich vor Beginn der Schlussphase sicherlich wieviel Benzin der Iserlohner Minikader nach den intensiven Phasen für die Special-Teams noch im Tank hat. Trotz der Spitzenwerte von fast 25 Minuten Eiszeit für Halmo und O´Connor brachen die Roosters kräftemäßig nicht ein. Allerdings nutzte Hanowski eine Unachtsamkeit in der Iserlohner Deckung zum 2:3 in der 57. Minute. Das branchenübliche Procedere der Herausnahme des Torhüters für einen sechsten Feldspieler brachte den Gastgebern in der Schlussphase nichts mehr ein. Köln nahm somit drei Punkte vom Seilersee mit auf die Heimreise an den Rhein.

Iserlohn könnte Köln am Sonntag Schützenhilfe leisten

Unter Uwe Krupp sind die Haie noch ungeschlagen und die zarten Playoff-Hoffnungen sind auch noch nicht ganz zu Grabe getragen. Da Augsburg in Ingolstadt nur einen Punkt mitnehmen konnte, haben die Kölner aktuell noch sieben Punkte Rückstand auf den Zehnten Augsburg.
Um weiter im Rennen zu bleiben müssen die Haie am Sonntag daheim gegen die noch um Rang zwei kämpfenden Straubing Tigers gewinnen. Gleichzeitig benötigen die Kölner am Sonntag möglichst Schützenhilfe der Roosters, die ab 16:30 Uhr in Augsburg antreten.
Trainer Jason O´Leary wird auch dann wieder mit Friedrich, Hoeffel, Todd, Sutter und Weidner auf einen ganzen Block verzichten müssen. „No Chance“, so der Kanadier nach dem Spiel auf die Frage, ob die kurzfristig ausgefallenen Sutter und Weidner die Reise in die Fuggerstadt mit antreten werden.

Tore:
1:0 (07:13) MacQueen (Clarke/Rumble) 5-4PP,
2:0 (13:06) MacQueen (Clarke/Halmo) 5-4PP
2:1 (15:03) Hanowski (Fontaine/Akeson) 5-4PP
2:2 (31:32) Genoway (Fontaine/F. Tiffels)
2:3 (56:08) Hanowski (Akeson/Matsumoto)

Die Trainerstimmen zum Spiel

Roosters und Haie offenbar auf der Suche nach zweitem deutschen Goalie

Momentan sieht es für Iserlohn und Köln so aus, dass wahrscheinlich am Sonntag in einer Woche die Saison beendet sein wird. Bei den Roosters hat man definitiv keine Chancen mehr auf die Playoffs und bereits die Saisonabschlussfeier für den 13. März geplant. Die Haie haben noch rechnerische Chancen. Bei beiden Teams laufen die Planungen auf die neue Saison natürlich längst auf Hochtouren.
Die Roosters haben aktuell offiziell dreizehn Spieler bereits unter Vertrag. Rund um den Seilersee reißen die Gerüchte um eine mögliche Trennung von Verteidiger Daine Todd (Vertrag bis 2021, der verletzungsbedingt nur auf 16 Einsätze kam, nicht ab. Und auch auf der Torwartposition scheint die Tendenz, trotz einer insgesamt überzeugenden Saison von Anthony Peters, zu einem zweiten deutschen Torhüter neben Andreas Jenike zu gehen. Die Möglichkeit Peters mit einem deutschen Pass auszustatten, um ihn somit als „Eishockey-Deutschen“ einsetzen zu können, dürfte wenig Aussichten auf Erfolg haben, da genau diese Idee schon bei seinem vier Jahre älteren Bruder Justin Peters (17/18 Kölner Haie) vor einigen Jahren misslang. Genaueres dürfte man hierzu traditionell noch vor der Saisonabschlussfeier erfahren. Dann sollte auch endlich das Geheimnis um die Zukunft von Trainer Jason O´Leary gelüftet sein.

Und auch bei den Haien sollen laut „Express“ die Planungen schon weit fortgeschritten sein. Torwart Gustaf Wesslau wird wohl nach Skandinavien zurückkehren (wir berichteten). Hannibal Weitzmann soll bleiben. Mit Verteidiger Kevin Gagne, sowie den Stürmern Marcel Müller und Lucas Dumont sollen ebenfalls neue Arbeitspapiere unterschrieben worden sein. Zudem soll Ex-Coach Mike Stewart seine ehemaligen Schützlinge Brady Lamb und Drew LeBlanc aus Augsburg nach Köln gelotst haben. Zudem haben laut „Express“ auch Ingolstadts Verteidiger Maury Edwards, sowie die Stürmer Brent Raedeke (Mannheim), Mike Collins (Ingolstadt), und Jerry DÁmigo (Ingolstadt) den Haien ihr Ja-Wort für die neue Saison gegeben.
Offiziell bestätigt sind diese Transfers noch nicht, aber unterschiedlichste Quellen haben sie – zumindest teilweise – in den letzten Wochen bereits angedeutet.
Keine Zukunft in Köln haben demnach laut „Express“: Taylor Aronson, Jakub Kindl, Jon Matsumoto, Ben Hanowski, Colby Genoway und Justin Fontaine.
Gut möglich, dass bei einem Saisonende der Haie nach der Hauptrunde auch hier alles schnell vermeldet wird. Spannend zu beobachten wird es sein, wie sich die von Ex-Coach Mike Stewart angelockten Spieler unter dem neuen Bandenchef Uwe Krupp in Köln behaupten werden.

Die aktuellen Kader der Roosters und Haie für die Saison 2020/2021

Iserlohn:
Tor: Andreas Jenike (2024), Jonas Neffin (2022)
Abwehr: Jen Baxmann (2021), Erik Buschmann (2022), Ryan O´Connor (2021, Option bis 2022), Dieter Orendorz (2021), Bobby Raymond (2021), Daine Todd (2021)
Sturm: Tim Fleischer (2021), Marko Friedrich (2021), Brody Sutter (2021), Jake Weidner (2021), Alex Grenier (2021; Ausstiegsklausel für National League)

Und so sähe der Kölner Kader aus:
Tor: Hannibal Weitzmann
Abwehr: Maximilian Glötzl (2021), Simon Gnyp (2022), Moritz Müller (2022), Dominik Tiffels (2021), Colin Ugbekile (2022), Pascal Zerressen (2021), Kevin Gagne, Brady Lamb (Augsburg), Maury Edwards (Ingolstadt)
Sturm: Jason Akeson (2021), Mick Köhler (2021), Frederik Tiffels (2021), Marcel Müller, Luca Dumont, Brent Raedeke (Mannheim), Mike Collins (Ingolstadt), Drew LeBlanc (Augsburg) Jerry D’Amigo (Ingolstadt)

rot gekennzeichnete Spieler = noch nicht offizielle bestätigte Spieler

Langfristiger Vertrag für Torhüter Andreas Jenike in Iserlohn

Andreas Jenike – © Sportfoto-Sale (JB)

Iserlohn. (PM Roosters) Die Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) haben den Vertrag mit Ihrem Torhüter Andreas Jenike vorzeitig bis zum Jahr 2024 verlängert.

Der gebürtige Hamburger gehört mit einer Fangquote von über 92 Prozent in der aktuellen Saison zu den drei statistisch besten Goalies der DEL.

Die Nummer 92 der Sauerländer kam vor der aktuellen Saison aus Nürnberg an den Seilersee und avancierte schnell zu einer verlässlichen Größe zwischen den Pfosten, nun verlängert Jenike bis zum Ende der Saison 2023/2024. „Es ist klar, dass diese verhältnismäßig lange Laufzeit in unserer Branche nicht unbedingt üblich ist, aber wenn mich jemand für seine Sache gewinnt, stehe ich auch voll dahinter. Und das ist hier bei den Roosters definitiv der Fall“, erklärt Jenike.

„Andy ist ein super Torhüter und ein hochprofessioneller Profi-Sportler. Er hat sich vom ersten Tag an in allen Bereichen hier hervorragend eingebracht, weshalb wir ihn unbedingt langfristig binden wollten“, erklärt der sportliche Leiter der Roosters, Christian Hommel.

Mit diesem Ansinnen lief man bei Jenike offene Türen ein: „Ich hatte ehrliche, offene und konstruktive Gespräche mit Christian Hommel, der ja auch mit vollem Herzblut hier bei der Sache ist. Ich war von der Idee, einen längerfristigen Vertrag abzuschließen, direkt begeistert und bin froh, dass es jetzt geklappt hat. Ich denke, dass ich einfach gut in diesen Verein passe – die Roosters sind eine Organisation, bei der es um Charakter und harte Arbeit geht. Und damit können wir in den kommenden Jahren gemeinsam weiter etwas aufbauen“, berichtet der Goalie, der vor seinem aktuellen Engagement bereits als Nachwuchsspieler in der Saison 2008/2009 für die Roosters aktiv war, allerdings kein DEL-Spiel bestritt.

„Wir haben mit Andy jemanden gefunden, der den Verein hervorragend repräsentiert und vom Typ her auch in der Lage ist, junge Spieler, die auch in Zukunft elementarer Teil unseres Konzeptes sind, anzuleiten und an ihrer Weiterentwicklung zu arbeiten“, betont Hommel.

Nach seinem ersten Engagement im Sauerland wechselte der Torhüter zu den Tölzer Löwen in die Oberliga. Dort wurde er erstmals im Seniorenbereich zum Stammtorhüter und machte auch die Ice Tigers aus Nürnberg auf sich aufmerksam. Im Frankenland wehrte Jenike ab 2010 die Pucks ab und stand in seiner Zeit dort auch für die Deutsche Nationalmannschaft auf dem Eis. Im vergangenen Sommer folgte dann der Wechsel an den Seilersee, wo Jenike mit seiner Familie von Beginn an auch abseits des Eises ein Zuhause gefunden hat: „Wir fühlen uns hier im Sauerland sehr, sehr wohl. Wir wissen, dass Iserlohn keine Weltmetropole ist, aber das brauchen wir ja auch nicht – es fehlt an nichts. Die Eishalle am Seilersee und natürlich die positiv verrücktesten Fans der ganzen Liga haben einen ganz besonderen Charme und ich habe mich darauf gefreut, das Ganze hier nochmal anders kennenzulernen, weil ich vorher nur als Gästespieler da war“, berichtet der Roosters-Goalie.

Fotostrecke zum Spiel

Eiskockey :Iserlohn Roosters - Kölner Haie
© Sportfoto-Sale (JB)
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