Schönheide. (PM Wölfe) Die Jahre zwischen 1986 und 1995 markieren eines der wichtigsten Übergangskapitel in der Geschichte des Schönheider Eishockeys.
Politisch, gesellschaftlich und sportlich veränderte sich vieles. Auch der Eishockeystandort Schönheide musste sich neu orientieren – und bewies einmal mehr, dass seine Tradition stärker war als jede Umbruchphase.

Bis zur deutschen Wiedervereinigung spielte die Mannschaft unter dem Namen BSG Aufbau Schönheide. Nach 1990 entstand daraus der EHV Schönheide als reiner Eishockeyverein. Dieser Schritt war mehr als eine formale Umbenennung. Er bedeutete, Verantwortung neu zu ordnen, Strukturen aufzubauen und den Sport unter veränderten Bedingungen weiterzuführen.
Sportlich blieb Schönheide zunächst in der Sachsenliga aktiv und spielte weiterhin auf Natureis. Das war eine große Herausforderung. Während andere Standorte über bessere Infrastruktur verfügten, war der Schönheider Spielbetrieb abhängig von Frost und Wetter. Heimspiele mussten teilweise nach Crimmitschau oder Chemnitz verlegt werden, wenn die Bedingungen vor Ort keinen regulären Spielbetrieb zuließen.
Trotzdem blieb die Vision lebendig: Schönheide brauchte eine verlässliche Eisfläche. Mitte der 1990er-Jahre beschloss der Gemeinderat den Umbau zur Freiluft-Kunsteisanlage. Damit wurde eine Entscheidung getroffen, die den Standort grundlegend verändern sollte. Nach Jahrzehnten des Natureises öffnete sich der Weg in eine neue Zeit.
Diese Jahre waren geprägt von Idealismus und Zukunftsglauben. Der Verein musste sich nach der Wende neu finden, gleichzeitig aber seine Wurzeln bewahren. Die Menschen im Umfeld wussten, was auf dem Spiel stand. Ein moderneres Stadion bedeutete nicht nur bessere Bedingungen für die erste Mannschaft, sondern auch neue Chancen für Nachwuchs, Zuschauer und die gesamte Region.

Aus heutiger Sicht war die Zeit von 1986 bis 1995 die Brücke zwischen alter und neuer Eishockeywelt. Hinter Schönheide lagen Jahrzehnte auf Natureis, vor dem Verein lag der Schritt in professionellere Strukturen. Dass dieser Schritt gelang, war das Ergebnis vieler Entscheidungen, vieler Helfer und eines klaren Bekenntnisses: Eishockey gehört zu Schönheide.
Ausblick: Im siebten Teil unserer Serie geht es um den Bau des Kunsteisstadions, die ersten großen Spiele im neuen Zuhause und den sportlichen Aufschwung des EHV Schönheide.

| Auch interessant:
Kader & Gerüchte DEL 2026/2027 Kader & Gerüchte DEL2 2026/2027 |






1 Comment