Krefeld. (RS) In der Yayla-Arena trafen die Krefeld Pinguine als Spitzenreiter mit der offensiv stärksten Mannschaft der Liga auf den Tabellendritten, die Starbulls Rosenheim, die mit der stabilsten Defensive der DEL-2 anreisten.
Das Spitzenspiel hielt von Beginn an, was es versprach, denn bereits in der dritten Minute gingen die Gäste in Führung. Lewis Zerter-Gossage brachte die Starbulls mit 0:1 in Front und untermauerte die Ambitionen der Bayern. Krefeld reagierte prompt auf den frühen Rückstand, doch Davis Vandane verfehlte das Gehäuse in der vierten Spielminute nur knapp. Auch der ehemalige Rosenheimer Zack Dybowski konnte seinen Schlenzer gegen die alten Kollegen nicht im Tor unterbringen. In der zehnten Minute bot sich den Gastgebern das erste Überzahlspiel, bei dem sie zwar gut kombinierten, jedoch den entscheidenden letzten Pass nicht an den Mann brachten. Kurz vor Ende des ersten Drittels prüfte Jordan Taupert den Krefelder Schlussmann Felix Bick, bevor die Pinguine in der 18. Minute zum Ausgleich kamen. Ein verdeckter Schuss von Carl Konze von der blauen Linie fand seinen Weg durch den dichten Verkehr vor dem Tor an Oskar Autio vorbei zum 1:1.
Der Mittelabschnitt begann mit einer Großchance für Mathew Santos, der mit einem versuchten Bauerntrick am aufmerksamen Autio scheiterte. Ein weiteres Powerplay für die Mannschaft von der Westparkstraße wurde in der 30. Minute geduldig ausgespielt. Erst zwei Sekunden vor Ablauf der Strafe gelang der Führungstreffer, als Philip Gogulla die Scheibe perfekt durch den Torraum auf Max Newton querlegte, der nur noch einschieben musste. Die Freude währte jedoch nicht lange, da die Gäste vom Mangfall einen schnellen Konter über Zerter-Gossage starteten, den Shane Hanna zum 2:2-Ausgleich nutzte. Nur zwei Minuten später war es erneut Zerter-Gossage, der mit seinem dritten Scorerpunkt des Abends die Rosenheimer wieder mit 2:3 in Führung brachte. Doch auch dieser Spielstand wurde schnell korrigiert, als Davis Vandane einen eigenen Angriff initiierte und nach einem Zuspiel von Gogulla zum 3:3 vollstreckte.
Im Schlussdrittel erarbeiteten sich zunächst die Gäste eine Druckphase, bevor die Pinguine wieder das Heft des Handelns übernahmen. Das Spiel wurde intensiver und gipfelte in zwei kleineren Rangeleien, die dazu führten, dass jeweils zwei Spieler pro Team auf die Strafbank mussten. Da beide Mannschaften darauf bedacht waren, keinen entscheidenden Fehler mehr zu begehen, litt der Spielfluss in der Endphase deutlich. Die Teams verteidigten konzentriert bis zum Ende der regulären Spielzeit. In der anschließenden Verlängerung kontrollierte Krefeld weitestgehend das Geschehen, während Rosenheim durch Nadelstiche gefährlich blieb, wie etwa durch einen Abschluss von Maximilian Adam. Da in der Overtime keine Entscheidung fiel, musste das Penaltyschießen über den Zusatzpunkt entscheiden. Hier bewies Ville Järveläinen die nötige Ruhe und traf für die Starbulls, während kein Schütze der Pinguine seine Versuche im Tor unterbringen konnte.
Für die Pinguine geht es am Sonntag nach Weiden. Die Starbulls reisen zu den Bietigheim Steelers.
Trainerstimmen zum Spiel
Endergebnis:
Krefeld Pinguine – Starbulls Rosenheim 3:4 n.P. (1:1, 2:2, 0:0, 0:0)
Aufstellungen:
Krefeld Pinguine: Bick (Blumenkamp) – Raabe, Vandane; Köhler, Dybowski; Mebus, Konze; Buschmann – Cerny, Newton,Santos; Müller, Zengerle, Gogulla; Bruch, Mäkitalo, Nijenhuis; Hops, Focks.
Trainer: Thomas Popiesch.
Starbulls Rosenheim: Autio (Kolarz) – Hanna, Tiffels; Adam, Vollmayer; Beck, Keussen – Zwickl, Stretch, Järveläinen; Feser, Zerter-Gossage, Pulkkinen; Dietz, Calce, Taupert; Musin, Kolb, Stein.
Trainer: Jari Pasanen.
Statistik:
Tore: 0:1 (02:29) Zerter-Gossage (Pulkkinen/Feser), 1:1 (17:58) Konze (Cerny/Newton), 2:1 (30:45) Newton (Gogulla/Müller) PP5-4, 2:2 (34:02) Hanna (Zerter-Gossage/Pulkkinen), 2:3 (35:57) Zerter-Gossage (Tiffels/Hanna), 3:3 (38:56) Vandane (Gogulla/Müller), 3:4 (65:00) Järveläinen PS
Strafminuten: Krefeld 6, Rosenheim 10
Schiedsrichter: Hoppe/Laudan
Zuschauer: 7.128
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