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  Iserlohn. (MK) Die jüngste Siegessserie der Iserlohn Roosters wurde am Freitagabend nach sechs Siegen am Stück durch den amtierenden Meister Eisbären Berlin beendet....

 

Andre Rankel (links) und Richard Jares am Boden, Mike Brennan eilt in Richtung Puck - © by Eishockey-Magazin (JB)

Andre Rankel (links) und Richard Jares am Boden, Mike Brennan eilt in Richtung Puck – © by Eishockey-Magazin (JB)

Iserlohn. (MK) Die jüngste Siegessserie der Iserlohn Roosters wurde am Freitagabend nach sechs Siegen am Stück durch den amtierenden Meister Eisbären Berlin beendet. In einer kämpferisch jederzeit hochklassigen Partie gewannen die Berliner am Ende verdient mit 0:3.

 

 

Zepp, Rankel, Talbot und Tallackson konnten bei den Berlinern wieder mitwirken, während bei den Roosters neben den Dauerverletzten York und Wolf Youngster Orendorz ausfiel.

Berlin begann konzentriert und offensivstark, Borers Bauerntrickversuch (3.), der in Iserlohns Torwart hineinrauschende Bell (4.) und Daniel Weiß (5.) hatten die ersten Chancen der Eisbären zur Führung. Strafen gegen die Berliner Laurin Braun und kurz nach Ablauf gegen Constantin Braun konnten die Gastgeber nicht nutzen. Glück für die Roosters, dass Tallackson sein B Break in Unterzahl völlig freistehend vor Lange nicht mit einem Torerfolg abschließen konnte. In der 10. Minute kassierten die Sauerländer durch Kopitz ihre erste Hinausstellung. Exakt vier Sekunden vor Ablauf der Strafe traf Constantin Braun aus dem linken Bullykreis heraus zum 0:1 für den amtierenden Meister. Ty Mulock (16.), sowie Sertich und Teubert (beide 18.) hatten noch Gelegenheiten für die Roosters, die aber letztendlich an der Berliner Mauer Zepp im Tor der Eisbären scheiterten.

 

Im zweiten Drittel ein ähnliches Bild. Berlin ließ kaum Chancen zu, fand aber selbst auch kein wirklich probates Mittel gegen Iserlohns Betonabwehr. Hördlers Schlagschuss (22.) und Rankels Direktschuss (28.) waren in den ersten zehn Minuten des Mitteldrittels die wenigen erwähnenswerten Chancen. Für die Roosters waren insgesamt zwei Hochkaräter in diesem Abschnitt zu notieren. Ty Mulock (29.), der das freie Toreck nicht traf und Raymonds Schüsschen aus dem Slot (36.9, der aber viel zu harmlos war, um den grundsoliden Zepp zu gefährden. Das Unterzahlspiel funktionierte bei beiden Teams vorzüglich, was auch für die wenigen Powerplaychancen beider Teams spricht. Tallackson Schuss fünf Sekunden vor der Pause sorgte noch einmal für ein Raunen unter den knapp 5000 Zuschauer, aber auch hier war Lange am Ende der Sieger.

 

 

Das Schlussdrittel präsentierte sich weiter umkämpft mit verstärkten Offensivbemühungen der Roosters. TJ Mulock hatte allerdings den ersten Torschuss (42.) für Berlin neben das Tor gesetzt. Iserlohns Raedeke (45.) scheiterte mit einem etwas zu unplatzierten Schuss an Zepp. Nun mobilisierten auch die Fanlager ihre Kraftreserven, wobei das monotone Trommeln der Eisbären eher ein Stimmungstöter für die prima Kulisse war. In Überzahl (Strafe Frosch), verpassten Rankel, Bell und C. Braun die Vorentscheidung  für die Eisbären. Dies besorgte dann allerdings TJ Mulock in der 53. Minute, als er am rechten Pfosten lauernd den Pass von Rankel zum 0:2 versenkte. Rankels Empty-Net-Goal 70 Sekunden vor dem Ende zum 0:3 Endstand war letztendlich mehr oder weniger nur noch das Tüpfelchen auf dem I für die Eisbären und ihre mitgereisten Fans.

 

So sehr das Iserlohner Team auch in den vergangenen Wochen die Ausfälle von Wolf und York kompensieren konnte, muss man nach dem heutigen Spiel auch feststellen, dass Einsatz, Laufbereitschaft und Kampfgeist zwar zu 100 % stimmten, der vielleicht alles entscheidende Pass oder Torschuss heute aber nicht stattfand. Dauerhaft sind die beiden Scoringmaschinen Wolf und York dann eben doch nicht zu ersetzen. Oftmals ist es ja auch nur ein einziger genialer Moment, der ein Spiel kippen kann. Dieser fand heute nicht statt. Vermutlich hätten Foster & Co gegen diesen kompakten Gegner noch bis Mitternach ohne Torerfolg weiterspielen können.

Am Sonntag empfangen die Roosters Spitzenreiter Hamburg. Berlin erwartet Schlusslicht Düsseldorf in der O2 World.

 

 

 

 

Iserlohn Roosters – Eisbären Berlin 0:3 (0:1/0:0/0:2)

Tore: 0:1 (11:52) C. Braun (Tallackson/Bell) 5-4PP, 0:2 (52:41) TJ Mulock (Rankel/Bell), 0:3 (58:50) Rankel (Lalonde) 5-6ENG

Strafen: IEC 4 – Berlin 10

Schiedsrichter: Rohatsch, Zehetleitner

Zuschauer: 4967 (ausverkauft)

 

Aufstellungen:

Iserlohn: Lange – Raymond, Brennan; Orendorz, Teubert; Jares, Kopitz; Danielsmeier – Raedeke, Sertich, Macek; Frosch, Connolly, Ty. Mulock; Giuliano, Foster, Gödtel; Dupont, Fischhaber, Hommel

Berlin: Zepp – Borer, Sharrow; Hördler, Lalonde; Trivellato, L. Braun; Haase – Ziegler, Olver, Tallackson; Schenkel, Bell, TJ Mulock; Rankel, Talbot, Weiß; L. Braun, Christensen, Foy

 

Three Stars:

1st Star: Zepp

2nd Star: Rankel

3rd Star:  TJ Mulock

 

Am Rande der Bande

Rund 1000 Fans der Eisbären hatten ihre Mannschaft nach Iserlohn begleitet. Der größte Teil davon war mit einem Sonderzug in die Waldstadt angereist. Der Zug endete pünktlich um 17:05 Uhr auf Gleis 2 des Letmather Bahnhof. Beim Übergang zu den wartenden Bussen kam es zu Auseinandersetzungen. Eine kleine Gruppe ganz in schwarz gekleideter Fans hatte sich nach dem Durchqueren der Unterführung auf der Gegenseite im Treppenaufgang gesammelt. Hierbei kam es zu einer Auseinandersetzung mit den anwesenden Einsatzkräften der Polizei, die u.a. Pfefferspray einsetzte. Platzwunden und Augenreizungen waren die Folge. Der Weitertransfer verzögerte sich dadurch, wodurch die „Fankolonne“ erst gegen 18:20 Uhr das Eisstadion erreichte.

Meldungen über Bedrohungen, Beschimpfungen oder gar Sachbeschädigungen können zumindest  an dieser Stelle nicht bestätigt werden. Ganz im Gegenteil: Die trikottragenden Fans auf dem Bahnsteig (Gleis 2/3) waren sehr besonnen und befolgten die Anweisungen des anwesenden Ordnungspersonals.

 

Impressionen von der Ankunft des Sonderzuges

Stimmen nach dem Spiel

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