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Kassel. (PM Huskies) Diese Huskies sind einfach nicht zu stoppen: Durch einen 6:2 (1:0/1:2/4:0) Erfolg gegen die Bayreuth Tigers feierte das Team von Trainer... Zehnter Sieg in Serie – Huskies schlagen auch Bayreuth

Lukas Laub – © Sportfoto-Sale (SD)

Kassel. (PM Huskies) Diese Huskies sind einfach nicht zu stoppen: Durch einen 6:2 (1:0/1:2/4:0) Erfolg gegen die Bayreuth Tigers feierte das Team von Trainer Tim Kehler den zehnten Sieg in Serie.

Dabei sah es nach zwei Dritteln nicht nach einem weiteren Sieg aus, doch ein fulminanter Zwischenspurt im dritten Drittel sicherten den nächsten Erfolg. Die Nordhessen sind somit schon seit Mitte Dezember unbesiegt.

In einem zerfahrenen ersten Drittel waren Torgelegenheiten, ausgenommen einem Schuss von Clarke Breitkreuz, Mangelware. Nach zehn gespielten Minuten gingen die Huskies dann etwas aus dem nichts in Führung: Einen Drei-auf-Eins-Konter schloss Philippe Cornet durch die Beine von Tigers-Goalie Marco Wölfl zum 1:0 ab. In seinem sechsten Spiel für die Huskies war es bereits Cornets sechster Treffer. Im weiteren Drittelverlauf verpassten Moser allein vor dem Tor, Ryan Olsen per Solo und Eric Valentin nach Laub-Querpass die Führung auszubauen. Die einzig nennenswerte Tigers-Chance im ersten Drittel hatte Minuten vor Drittelende Martin Davidek. Dieser scheiterte aber an Jerry Kuhn.

Zu Beginn das zweiten Drittels hatten die Huskies zunächst durch Dinger und Breitkreuz zwei Einschussgelegenheiten, ehe sich die Nordhessen selbst schwächten. Durch einige Strafen spielten die Huskies mehrfach in Unterzahl. Und dies nutzen die Gäste aus. Erst fälschte Meisinger einen Davis-Schuss erfolgreich ab (26.), dann traf der US-Amerikaner Davis selbst von der blauen Linie (29). In weniger als drei Minuten hatten die Tigers das Spiel gedreht. Die Huskies brauchten ein wenig, um diesen Schock zu verdauen, trafen dann aber mit ihrer nächsten guten Gelegenheit. Nach wunderschöner Einzelaktion von Joel Keussen kam die Scheibe über Umwege zu Oliver Granz, der das Hartgummi zum Ausgleich über die Linie drückte (32.). Im weiteren Verlauf des Drittel hatten die Huskies Glück, als ein Abschluss der Gäste nur am Pfosten landete (33.). So ging es mit dem 2:2 in die zweite Pause.

Dies war ein eher ungewohntes Bild für die Hausherren, hatten sie in den vergangenen Partien doch zumeist eine (klare) Führung nach dem zweiten Drittel, welche sie dann stets souverän über die Zeit brachten. Doch an diesem Abend zeigten die Schlittenhunde, dass sie im dritten Drittel auch Spiele gewinnen können. Durch drei Tore in nur vier Minuten stellten die Huskies frühzeitig die Weichen auf Sieg. Zunächst traf Cornet nach Torwartfehler von Wölfl in Unterzahl (44.), dann verwertete Lukas Laub einen Rebound nach Shevyrin-Schuss (46.) und wiederum nur kurze Zeit später erhöhte Moser nach traumhafter Olsen-Vorarbeit sogar auf 5:2 (47.). Achteinhalb Minuten vor der Schlusssirene machte Philippe Cornet nicht nur das finale 6:2, denn der Franko-Kanadier schürte damit auch einen ersten Hattrick in blau-weiß.


Tigers geben das Spiel in den letzten 20 Minuten aus der Hand

Bayreuth. (PM Tigers) Das Aufwärmprogramm verlängerten die Teams bis zur Mitte des ersten Spieldrittels – so hatte man den Eindruck, nachdem die Partie zunächst auf beiden Seiten sehr fahrig geführt wurde.

Ausnahme auf Seiten der Tigers war ein, zum Vergleich der letzten Spiele, verbessertes Überzahlspiel, bei welchen man sich die eine oder andere Chance erarbeiten konnte. Als Järveläinen nach 10 Minuten direkt nach einem gewonnen Bully abzog und Kuhn auf die Probe stellte reagierten die Huskies mit einem schnellen Gegenangriff, den Cornet am Ende zur Führung abschließen konnte. Für die Gastgeber, die nur Augenblicke später die Chance eines Doppelschlages durch Moser ausließen, so etwas wie ein kleiner Weckruf. Cornet und Valentin hatten in der Folge weitere Möglichkeiten, bevor Davidek auf Seite der Tigers für Gefahr sorgte, als er sich über die rechte Seite gut durchsetzen konnte aber an Kuhn nicht vorbeikam. Sofort nach dem anschließenden Bully versuchte es der Bayreuther Stürmer erneut und scheiterte nochmals am Schlussmann der Huskies. Eine starke Reaktion zeigte nur Augenblick später Wölfl, der gegen Olsen schnell reagierte. Ein bisschen Pech für die Tigers, die kurz vor dem Pausenpfiff nochmal die Möglichkeit hatten, durch Schug, der freie Schussbahn hatte, auszugleichen.

Die ersten Aktionen im Mittelabschnitt verzeichneten die Gastgeber, als Granz und im Anschluss Breitkreuz Wölfl zwangen, alles aufzubieten. Als Shevyrin und kurz darauf Granz die Strafbank aufsuchten, kamen die Tigers zu einem doppelten Überzahlspiel, welches zunächst nicht genutzt werden konnte. Allerdings traf man dann doch noch, als Kassel wieder mit vier Feldspielern agierte. Meisinger gab einem Schuss von Davis die entscheidende Richtungsänderung zum Ausgleich. Ein weiterer Powerplay-Treffer sollte folgen, als Dinger die Strafbank drückte. Dieses Mal machte es Davis direkt, der von der blauen Linie die Führung besorgte. Mit großem Engagement reagierte das Heimteam auf die Situation und kreierte mehrfach Chancen, welche zunächst vereitelt werden konnten. Als Breitkreuz zu viel Freiheiten genoss, und in die gefährliche Zone fahren konnte, war es Granz, der schlussendlich den Ausgleich erzielten konnte. Beste Gelegenheit in diesem Abschnitt erneut in Führung zu gehen, war eine Situation, als Mannes den Pfosten anvisierte.

Die Hoffnung auf ein weiteres Tor bei an diesem Abend guten Überzahlspiel der Tigers erfüllte sich nicht, als Valentin in der 42. Spielminute das Sünderbänkchen aufsuchte. Das Gegenteil war der Fall, als man sich hier einen Shorthander einfing, bei dem der bis dato gute Wölfl eine auf ihn zukommende Scheibe klären wollte und diese dem Gegner direkt in den Schläger spielte. Ab diesem Zeitpunkt agierten nur noch die Huskies und schraubten das Ergebnis kontinuierlich nach oben. Durch Laub, Moser und Cornet, auf 6:2, was dem Spielverlauf der ersten beiden Drittel sicherlich nicht gerecht wurde.

„Man hat heute gesehen, insbesondere im letzten Drittel, warum Kassel zuletzt zehn Mal in Folge gewonnen hat. Wir haben unsere Chancen gehabt aber dann kam das rabenschwarzes dritte Drittel mit dem Shorthander. Dann haben wir noch zwei Mal schlecht verteidigt. Kassel steht verdient an der Spitze der Tabelle“, so das kurze Fazit von Trainer Petri Kujala im Anschluss an die Partie.
-av-

Kassel Huskies vs. Bayreuth Tigers 6:2 (1:0, 1:2, 4:0)
Kassel: Kuhn, Hungerecker – Keussen, Shevyrin (2), Müller, Dinger (6), Tramm, Rutkowski – Spitzner, Moser, Granz (2), Valentin (2), Kranz, Schmidpeter (2), Bojarin, Cornet, Breitkreuz, Olsen. Trivino, Laub
Bayreuth: Wölfl, Herden, Zimmermann Nico – Karrer, Pokovic, Schmitz, Davis, Schug, Nicklas Mannes – Rajala, Davidek (4), Kolozvary, Järveläinen, Meisinger, Lillich, Bindels, Tim Zimmermann, Wrede, Gron
Zuschauer: Keine Zuschauer zugelassen
Strafen: Kassel: 14 Bayreuth: 6 Powerplay: Kassel: 0/1 Bayreuth: 2/5
Schiedsrichter: Köttstorfer, Naust – Höfer, Voß
Torfolge: 1:0 (10.) Cornet (Trivino, Rutkowski), 1:1 (26.) Meisinger (Davis, Davidek) PP1, 1:2 (29.) Davis (Järveläinen) PP1, 2:2 (32.) Granz (Breitkreuz, Keussen), 3:2 (44.) Cornet SH, 4:2 (46.) Laub (Shevyrin, Cornet), 5:2 (47.) Moser (Spitzner, Olsen), 6:2 (52.) Cornet (Laub, Rutkowski)

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