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Wollen in Heilbronn kein „Halligalli“ machen

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Haben Kim Staal, Tyler Mc Neely und Marius Kritzenberger auch gegen Heilbronn Grund zu jubeln? - © by Eishockey-Magazin (SP)
Haben Kim Staal, Tyler Mc Neely und Marius Kritzenberger auch gegen Heilbronn Grund zu jubeln? – © by Eishockey-Magazin (SP)

Rosenheim. (PM) Mit dem 3:1 über Kaufbeuren sicherten sich Rosenheims Eishockeyspieler auf alle Fälle schon einmal eine Platzierung unter den Top 4 in der DEL2, was für die am Freitag beginnende Zwischenrunde schon einmal sicher Heimrecht für die Grün- Weißen bedeutet. Der Gegner allerdings steht noch nicht fest. Der wird erst nach Abschluss des letzten Spieltags am Sonntag ermittelt werden. Bevor es allerdings in die Zwischenrunde geht, steht für die Starbulls am Sonntag ab 18.30 Uhr noch der letzte Spieltag in der Hauptrunde bei den Heilbronner Falken an.

 
Das war wahrlich ein hartes Stück Arbeit gegen den Tabellenletzten gewesen. Das 3:1 über den bayerischen Rivalen klingt knapp und das war es auch. Erst zehn Sekunden vor Ende der Partie konnten die Hausherren den Sieg unter Dach und Fach bringen und mussten hart für diesen Erfolg kämpfen. Wie ist dieser Sieg einzuschätzen? Wenn man gegen den Tabellenletzten spielt, so ist der Gelegenheitszuschauer eher dazu geneigt von einer Selbstverständlichkeit zu sprechen oder mag gar an eine schlechte Leistung der favorisierten Mannschaft glauben. Sicherlich, die Starbulls haben schon bessere Partien in dieser Saison abgeliefert, allerdings auch schon eine ganze Menge wesentlich schlechtere. Die Wahrheit liegt sowieso immer irgendwo zwischen gut und schlecht und so tut man gut daran das Geschehen nüchtern zu analysieren. Als sehr positiv zu vermelden ist auf alle Fälle der Dauerdruck über nahezu die komplette Spielzeit von Gottwald und Co., die mit fast 80% Scheibenbesitz fast schon an die momentanen Auftritte eines gewissen Münchner Fußballvereins erinnerte. Auch die Disziplin war sehr positiv denn nur drei Mal musste ein SBR- Spieler auf der Strafbank Platz nehmen. Wenn man etwas kritisieren möchte, so ist dies sicherlich der mangelnde Zug zum Tor, wobei der ESVK seine von Neu- Trainer Uli Egen erhaltenen Vorgaben vortrefflich umzusetzen verstand und damit bestätige, warum die Allgäuer in diesem Jahr bis gestern mehr Punkte geholt hatten als die Starbulls. Immerhin: Sieg ist Sieg = drei weitere Punkte auf dem Konto. Verglichen mit den Auftritten vor zwei Wochen war eine deutliche Leistungssteigerung zu sehen und es gibt bekanntlic im Sport kein besseres Doping als Siege. Darauf gilt es jetzt aufzubauen und dies auch mal wieder auswärts abzurufen. In den letzten drei Auswärtspartien haben die Grün- Weißen ordentlich die „Hucke“ voll bekommen, führen aber nach wie vor die Auswärtstabelle aller DEL2- Teams an. Zeit also auch mal wieder in der Fremde seine Duftmarke zu setzen.

 
Was erwartet die Starbulls bei den Falken? Diese stecken bekanntlich ja im Tabellenkeller fest und haben allenfalls nur noch theoretische Chancen die Play- off Runde zu erreichen. Vor allem auswärts präsentierten sich die Käthchenstädter als sicherer Punktelieferant. Von den letzten zehn Heimspielen allerdings gewannen die Falken acht! in den zwölf Heimspielen zuvor waren es zum Vergleich lediglich zwei Heimsiege gewesen! Dies bedeutet klar, dass die Handschrift von Neu- Trainer Igor Pawlow ihre Wirkung nicht verfehlt hat. Pawlow hat regelrecht aufgeräumt im Team und vor allem die Intensität des Trainings wesentlich gesteigert. Dies hat wohl nicht jedem Spieler geschmeckt. Harte Arbeit macht sich aber bezahlt und so darf spekuliert werden wo diese Truppe jetzt stehen könnte hätte der Russe von Anfang an das Zepter hinter der Bande an der Hand gehabt. Hätte, hätte- Fahradkette und so heißt es lapidar „face the facts“! Und die bedeuten die fast sichere Teilnahme an der mit Spannung zu erwartenden Play- down Runde.

„Wir fahren da nicht hin um „Halligalli“ zu machen“, so Starbulls Franz Steer im Rahmen der letzten Pressekonferenz. „Für mich ist wichtig dass die Mannschaft ihr Spiel findet und spielen was wir wollen.“ Mit der zehnspiele anstehenden Zwischenrunde, deren Punkte ja den bisherigen hinzugerechnet werden, besteht für das Team auch überhaupt kein Grund „Halligalli“ zu machen, denn nach wie vor ist von Platz 1 bis Platz 7 alles möglich. Was zählt sind die Play- offs. Jetzt geht es darum sich möglichst das Heimrecht im Viertelfinale zu sichern.

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