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Freiburg. (PM) Die beiden Vorstände des EHC Freiburg, Werner Karlin und Dirk Philippi, weilten am Samstag in München zur Tagung der Oberliga Süd. In der...

Freiburg. (PM) Die beiden Vorstände des EHC Freiburg, Werner Karlin und Dirk Philippi, weilten am Samstag in München zur Tagung der Oberliga Süd. In der bayrischen Landeshauptstadt wurden die Rahmentermine und der Modus für die anstehende Spielzeit festgelegt. Die Auslosung für die erste Runde des DEB-Pokals soll in den nächsten zwei Wochen erfolgen.

Nach derzeitigem Stand werden elf Mannschaften an der Oberliga Süd teilnehmen. Neben dem EHC Freiburg sind dies die bisherigen Drittligisten Bad Tölz, Deggendorf, Erding, Füssen, Klostersee, Peiting, Regensburg und Selb sowie die weiteren Aufsteiger Schweinfurt und Weiden. Der Modus gestaltet sich wie folgt: Vom 28. September 2012 bis zum 24. Februar 2013 wird eine Doppelrunde ausgetragen, so dass jede Mannschaft 20 Heimspiele haben wird. Während des Deutschland-Cups (9. bis 11. November 2012) und der Olympia-Qualifikation (7. bis 11. Februar 2013) ruht der Spielbetrieb in der Oberliga. Die Spieltage sind in der Regel freitags und sonntags, wobei an jedem Spieltag jeweils ein Team spielfrei sein wird. Unter der Woche stehen lediglich vier Spieltage auf dem Programm: Neben dem 2. Weihnachtsfeiertag (Mittwoch, 26. Dezember 2012) sind dies Dienstag, der 2. Oktober 2012 (vor dem Tag der Deutschen Einheit), Mittwoch, der 31. Oktober 2012 (vor Allerheiligen) und Mittwoch, der 2. Januar 2013 (nach Neujahr).

Im Anschluss an die Hauptrunde folgen die Auf- bzw- Abstiegsentscheidungen, welche am 27. Februar 2013 beginnen. Die ersten acht Mannschaften qualifizieren sich für die Ausscheidungs-Playoffs, welche im Modus “best-of-seven” ausgetragen werden. Die Sieger ziehen in die gemeinsame Playoff-Runde mit den Vertretern der Oberligen West, Nord und Ost ein. Die Teams auf den Plätzen 9 bis 11 kämpfen in einer Abstiegsrunde, die in einer Doppelrunde ohne Mitnahme der Vorrundenpunkte stattfinden soll, um den Klassenerhalt. Der Letzte dieser Runde steht als sportlicher Absteiger aus der Oberliga Süd fest.

Eine letzte Entscheidung steht derweil noch hinsichtlich der Ligenstärke aus. So will der Deutsche Eishockey-Bund eine Anfrage an den bayrischen Landesverband stellen, ob gegebenenfalls ein Bayernligist noch in die Oberliga Süd aufrücken darf. Sollte dies der Fall sein und die Oberliga Süd mit zwölf Mannschaften an den Start gehen, so ändert sich am Modus der Hauptrunde grundsätzlich nichts. Da dem Spielplan bereits ein Zwölferschlüssel zugrunde liegt, würden an jedem Spieltag alle Vereine zum Einsatz kommen und sich ihre Zahl der Heimspiele folglich auf 22 erhöhen. Die einzige, wesentliche Änderung betrifft den Abstieg: Statt in einer Abstiegsrunde würde der Absteiger dann in den Playdowns (Modus “best-of-five”) ermittelt werden.

Nachdem der Modus für die kommende Saison festgelegt werden konnte, wird der EHC den Dauerkartenverkauf in einer Woche starten, wobei mit elf Teilnehmern und somit 20 Heimspielen kalkuliert wird. Der EHC wird dann auf allen Informationskanälen – Homepage, Newsletter, Facebook und Twitter – über den Verkaufsstart informieren.

 

Hochklassiges Turnier in Colmar

Vom 30. August bis 2. September 2012 nimmt der EHC Freiburg am “Tournoi International de Colmar” teil. Die nunmehr vierte Auflage am elsässischen Eishockeystandort wartet mit einem hochklassigen Teilnehmerfeld auf. Insgesamt sechs Mannschaften werden in der Saisonvorbereitung um den Turniertitel kämpfen.

Allen voran die regionalen Farben werden in Colmar vertreten sein: Aus dem Badnerland überqueren die Freiburger Puckjäger den Rhein, aus dem Elsass reisen Mulhouse und Strasbourg an, zudem kommt Epinal über die Vogesen. Eine etwas weitere Anreise aus der Picardie nimmt Amiens auf sich, während HK Sary-Arka Karaganda aus Kasachstan dem Turnier das besondere internationale Flair verleiht.

Alle vier französischen Teams spielen in der kommenden Saison in der Eliteklasse. Epinal und Strasbourg erreichten in der vergangenen Spielzeit die Pre-Playoffs, Amiens scheiterte im nordfranzösischen Viertelfinal-Derby am späteren Meister aus Rouen. Nach sieben Jahren Abstinenz wird Mulhouse sein Comeback in der Ligue Magnus feiern, nachdem man sich von der untersten Verbandsebene erfolgreich emporgearbeitet hat. Sary-Arka spielt ab der neuen Spielzeit zweitklassig, doch dies zugleich in der russischen VHL, dem Unterbau der KHL.

Die Kasachen treten in der Gruppe A gegen Epinal und Amiens an, während es der EHC Freiburg mit Mulhouse und Strasbourg – zugleich das Aufeinandertreffen der elsässischen Rivalen in Gruppe B – aufnehmen muss. Für den deutschen Oberligisten, der zum dritten Mal am Turnier in Colmar teilnimmt und die Premiere 2009 gewinnen konnte, stehen am Donnerstag und Freitag die beiden Vorrundenpartien sowie das Platzierungsspiel am Sonntag auf dem Programm.

In der Vorrunde kostet ein Tagesticket (zwei Spiele) 8,- Euro, am Finaltag (drei Spiele) 10,- Euro. Zudem gibt es auch ein Turnierticket (neun Spiele) für 25,- Euro.
Turnierplan

30. August 2012 (Donnerstag)
18:00 Uhr (Gruppe A) Amiens – Epinal
21:00 Uhr (Gruppe B) Mulhouse – Freiburg

31. August 2012 (Freitag)
18:00 Uhr (Gruppe A) Karaganda – Epinal
21:00 Uhr (Gruppe B) Strasbourg – Freiburg

1. September 2012 (Samstag)
18:00 Uhr (Gruppe A) Karaganda – Amiens
21:00 Uhr (Gruppe B) Mulhouse – Strasbourg

2. September 2012 (Sonntag)
11:00 Uhr (Spiel um Platz 5) A3 – B3
14:00 Uhr (Spiel um Platz 3) A2 – B2
17:00 Uhr (Finale) A1 – B1

 

Philippi: “Faith und Nemecek waren unsere absoluten Wunschkandidaten”

Sommerzeit im Freiburg, Eis gibt es höchstens am Stiel – aber trotzdem liefert der EHC Freiburg viel Gesprächsstoff: Die Mannschaft für die anstehenden Aufgaben in der Oberliga hat längst Konturen angenommen, die Debatte um die Zukunft der Eissporthalle nimmt sowohl in der Kommunalpolitik als auch in der Eishockeyszene an Fahrt auf. Was sagt dazu Dirk Philippi, der zweite Vorsitzende des EHC Freiburg? Ein Kurzinterview.

Zur brisantesten Frage momentan: Ihre Einschätzung zur Hallensituation und zur Vertagung der Entscheidung?

Dirk Philippi: Natürlich hätten wir lieber zeitnah eine Entscheidung gehabt, am besten eine positive. Wir brauchen eine vollsanierte oder eine neue Spielstätte mit einer zweiten Eisfläche. Allerdings sehe ich die Vertagung der Entscheidung nicht so dramatisch, denn man darf nicht vergessen, dass die Preisspanne mit 10 bis 25 Millionen sehr groß ist. Eine Entscheidung muss wohlüberlegt sein, auch weil es Steuergelder sind und wir eine soziale Verantwortung gegenüber den Freiburger Bürgern und der Stadt haben. Statt einem unüberlegten Schnellschuss ist mir ein Aufschub von zehn bis zwölf Wochen lieber, wenn es dafür dann eine nachhaltige Lösung gibt. Grundsätzlich kann man festhalten: Es passiert etwas in der Hallenfrage, deshalb bin ich nicht beunruhigt.

Zur Mannschaft: Was versprechen Sie sich von den beiden neuen Ausländern Faith und Nemecek?

Dirk Philippi: Ganz klar: Sehr viel. Wir hatten uns nach Spielern umgeschaut, die mehrere Kriterien erfüllen: Zum einen ganz bewusst eine 2.-Liga-Tauglichkeit und zum zweiten viel Erfahrung, um Führungsspieler für unsere vielen jungen Talente sein zu können – wir wollen keine Mitläufer. Außerdem mussten sie natürlich in unser Spielsystem passen. Faith und Nemecek waren deshalb unsere absoluten Wunschkandidaten. Jan Nemecek ist ein erfahrener Spielmacher für die Verteidigung und Juraj Faith ein Spielmacher mit Scoring-Qualitäten für den Angriff. Wenn beide die Oberliga nicht unterschätzen, fit zu uns nach Freiburg kommen und auch über die Saison fit bleiben, dann werden wir sehr viel Spaß an ihnen haben.

Wie sehen Sie die Perspektiven der Jugendspieler in der kommenden Saison und wie wichtig ist Ihnen eine gute Einbindung?

Dirk Philippi: Der Verein hat die Weichen dafür gestellt, dass die jungen Spieler den nächsten Schritt ins Profi-Eishockey machen können. Den Schritt an sich müssen natürlich die Spieler selbst tun. Dies ist jedoch nicht nur eine Frage des Talents, denn Talente gibt es viele in unseren Reihen – zweifelsfrei auch für die Oberliga, sonst hätten wir als Verein den Aufstieg nicht befürwortet. Für die jungen Spieler sind anhaltender Ehrgeiz, Motivation und Fleiß entscheidend. Da sie momentan wieder viel Eifer und Engagement im Sommertraining zeigen, bin ich sehr zuversichtlich. Wir setzen voller Überzeugung auf unsere eigenen Leute und unsere Nachwuchsspieler, denn sie sind die Zukunft des Freiburger Eishockeys.

Ihre Prognose: Was ist von der Mannschaft in der Oberliga zu erwarten?

Dirk Philippi: Zuerst wollen wir uns nach Saisonbeginn schnellstmöglich in der höheren Liga zurechtfinden und die jungen Spieler an die Leistungsanforderungen gewöhnen. Als zweites Ziel wollen wir natürlich so bald wie möglich die Weichen für den Nichtabstieg stellen. Es geht uns jedoch nicht nur um einen gesicherten vorletzten Platz. Wir betreiben, auch und gerade in der Oberliga, Leistungssport – das bedeutet, dass wir so viele Spiele wie möglich gewinnen wollen.

Was könnte die Fans Ihrer Meinung nach in der kommenden Saison in die Franz-Siegel-Halle locken?

Dirk Philippi: Es ist meine feste Überzeugung, dass die Mannschaft Spaß machen wird. Wir haben eine gute Mischung aus talentierten, jungen und hungrigen Nachwuchstalenten und Spielern, die qualitativ und quantitativ Erfahrung haben. Zudem identifizieren sich unsere Spieler mit dem EHC und der Stadt Freiburg. Natürlich muss uns bewusst sein, dass es in der Oberliga schwer wird, aber als Außenseiter werde wir alles daran setzen, dass wir kein Kanonenfutter sind. Wenn uns dies gelingt – und ich bin mir sicher – dann werden wir alle eine Menge Spaß haben.

Interview: Daniela Krause

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