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Wölfe verspielen Zwei-Tore-Führung – Stellungnahme zu den Vorfällen nach dem Memmingen-Spiel

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Niko Lahtinen - © Mario Wiedel
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Selb. (PM Wölfe) Die Selber Wölfe taten sich bei den Passau Black Hawks lange Zeit schwer, ehe sie im Schlussdrittel mit zwei Toren in Front gingen und schon fast wie der Sieger aussahen.

Durch zwei schnelle Tore in der Schlussphase glichen die Gastgeber in der regulären Spielzeit noch aus, ehe sie in der Overtime ein Powerplay zugesprochen bekamen und dieses zum Siegtreffer nutzen konnten.

Zwei Powerplaytreffer

Die Wölfe starteten gut in die Partie und waren bei fünf gegen fünf die tonangebende Mannschaft. Lediglich die Genauigkeit vor dem Tor fehlte noch. Allerdings tauchten die Gastgeber auch immer wieder gefährlich vor Weidekamp auf. Besonders der quirlige Nazzarett bereitete dem Selber Abwehrverbund immer wieder Probleme. In der neunten Minute verpasste Gelke in aussichtsreicher Position ein Zuspiel knapp. Als Ziesche kurz darauf für zwei Minuten auf die Strafbank geschickt wurde, nutzten das die Black Hawks. Zunächst scheiterte Harrogate noch knapp, doch kurz darauf zappelte ein von Bauer abgefeuerter Schuss zum 1:0 im Netz. Die Wölfe blieben ruhig und überstanden die nächste Unterzahlsituation schadlos. Das erste Powerplay an diesem Abend nutzten die Porzellanstädter zum Ausgleich: Gauch bediente Lahtinen, der mit einem fulminanten Onetimer Engler im Passauer Tor keine Chance ließ.

Wölfe tun sich schwer

Der mittlere Spielabschnitt war kein Augenschmaus für die Zuschauer in der Passauer Eis-Arena. Die Black Hawks machten den Wölfen das Leben schwer und schöne Spielzüge waren Mangelware. Doch vor allem bis zur 30. Minute hatten die Gäste durchaus gute Chancen, in Führung zu gehen. In der 24. Minute scheiterte Gauch in Überzahl gleich zweimal am starken Engler im Passauer Tor. Drei Minuten später hätten Valasek, der gleich zweimal den zweiten Selber Treffer auf dem Schläger hatte, als auch Nemec die Wölfe-Führung klar machen können. Beide hatten aber kein Glück im Abschluss. Zwischenzeitlich hatten die Passauer Glück, dass ein Stockstich an Tabert ungeahndet blieb. Nach dem zweiten Powerbreak verflachte die Partie zusehends und die Unterbrechungen nahmen zu. Kurz vor Drittelende tauchte Deichmann allein vor dem Selber Tor auf, doch Weidekamp war auf dem Posten. Nahezu im Gegenzug traf auf der anderen Seite Spitzner nur das Außennetz.

Dramatische Schlussphase

Im Schlussabschnitt entwickelte sich dann wieder ein Eishockeyspiel, das in eine dramatische Schlussphase münden sollte. Zunächst brachte Nemec in der 50. Minute die Wölfe erstmals an diesem Abend in Front, dann scheiterten die Wölfe in Person von Valasek und Nemec zweimal am Torgestänge. Gerade als Passau eine Schippe drauflegte, schlugen die Wölfe erneut zu: Spitzner besorgte in der 57. Minute die vermeintliche Vorentscheidung zum 1:3. Doch die Wölfe hatten die Rechnung ohne die Black Hawks gemacht, die mit einem Doppelschlag durch Harrogate und Nazzarett noch vor Ende der regulären Spielzeit zum Ausgleich kamen. Das Spiel ging also in die Overtime, in der Gauch nach 50 Sekunden eine umstrittene Strafe aufgebrummt bekam. Das daraus resultierende Powerplay nutzte Passau durch Faulhaber zum Siegtreffer.

Mannschaftsaufstellungen und Statistik

EHF Passau Black Hawks: Engler (Eisenhut) – Faulhaber, Bauer, Reich, Nuss, Maul, Rott – Schembri, Nazzarett, Röthke, Deichmann, Seidl, Harrogate, Stern, Neuert, Schmidt, Mößinger, Jirgensons
Selber Wölfe: Weidekamp (Scherer) – Gläßl, Tramm, Gauch, Raab, Kassay-Kezi, Müller, Hördler, Bauer – Spitzner, Gelke, Schutz, Kuqi, Nemec, Valasek, Tabert, Rubin, Lahtinen, Schuler, Ziesche, Klughardt
Tore: 11. Min. 1:0 Bauer (Schembri, Harrogate; 5/4); 16. Min. 1:1 Lahtinen (Gauch, Schutz; 5/4); 50. Min. 1:2 Nemec (Schutz, Gauch); 57. Min. 1:3 Spitzner (Gelke, Müller); 57. Min. 2:3 Harrogate (Faulhaber, Nazzarett); 59.
Min. 3:3 Nazzarett (Neuert, Schmidt); 63. Min. 4:3 Faulhaber (Neuert, Schembri; 4/3)
Strafzeiten: Passau 6, Selb 10
Schiedsrichter: Gawlik, Wohlgemuth (Kreuzer, Herrmann)
Zuschauer: 778

Zwei Heimspiel-Highlights zum Jahresstart: Derby & Familienspieltag
Selber Wölfe empfangen Bayreuth und Riessersee – Vorverkauf startet am Samstag

Erlebt Gänsehaut-Momente in der NETZSCH Arena! Am 2. Januar heißt es Derbytime gegen Bayreuth – pure Leidenschaft und volle Ränge garantiert. Und am 6. Januar feiern wir den Familienspieltag: Eishockeyspaß für Groß und Klein, Aktionen für Kinder und ein unvergesslicher Nachmittag. Sichert euch eure Tickets ab Samstag, 6. Dezember!

Derbytime in der NETZSCH Arena

Die Selber Wölfe starten mit einem echten Heimspielkracher ins neue Kalenderjahr: Am Freitag, dem 2. Januar um 20 Uhr gastieren die Onesto Tigers Bayreuth zum Oberfrankenderby in der NETZSCH Arena, die an diesem Tag erwartungsgemäß erneut ausverkauft sein wird.

Familienspieltag gegen Riessersee

Am Dreikönigstag (6. Januar) um 15 Uhr stellen die Selber Wölfe das Spiel gegen den SC Riessersee unter das Motto „Familienspieltag“. Neben dem familienfreundlichen Spielbeginn wird es weitere Aktionen geben, die nicht nur Kinderherzen höherschlagen lassen.

Vorverkauf startet am Samstag um 10 Uhr
Der Vorverkauf für beide Highlight-Spieltage startet am Samstag, dem 6. Dezember um 10 Uhr. Die Tickets sind an den bekannten Vorverkaufsstellen online (https://selberwoelfe.reservix.de/events), bei IT-Solutions Lauterbach in Sparneck, im Ticketshop der Frankenpost und bei Edeka Egert in Selb am Vorwerk erhältlich.

Stellungnahme zu den Vorfällen nach dem Spiel gegen die Memmingen Indians
Selber Wölfe ziehen gemeinsam mit Stadt Selb und Polizei an einem Strang

Gemeinsam mit der Stadt Selb sowie der Polizei hat sich die Clubführung der Selber Wölfe zu den Ausschreitungen im Nachgang zur Partie gegen die ECDC Indians Memmingen besprochen. Die gewalttätigen Vorfälle wurden auf das Schärfste verurteilt sowie bereits erste Konsequenzen eingeleitet.

Werte werden mit Füßen getreten

Die Selber Wölfe bedauern zutiefst, dass es im Anschluss an das Spiel gegen den ECDC Indians Memmingen zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen beiden Fanlagern sowie der Polizei gekommen ist, die offenbar von Personen ausgelöst wurden, die der Selber Anhängerschaft angehören. Der gesamte Eissportstandort Selb lehnt jede Form von Gewalt ab und distanziert sich klar von den beteiligten gewaltbereiten Personen. Ein solches Verhalten hat weder im Eishockeysport noch in unserer Gesellschaft einen Platz. Die Organisation der Selber Wölfe steht für Fairplay, Toleranz und einen respektvollen Umgang untereinander – auf und neben dem Eis. Wer diese Werte missachtet, ist bei den Selber Wölfen unerwünscht.

Sobald von den zuständigen Behörden weitere Informationen zu den Vorfällen sowie den beteiligten Personen vorliegen, werden konsequent alle weiteren notwendigen Schritte umgesetzt.

Unser aufrichtiger Dank gilt allen Einsatzkräften, dem Ordnungsdienst und allen Beteiligten, die durch ihr umsichtiges Handeln Schlimmeres verhindert haben. Den verletzten Polizisten wünschen wir eine schnelle Genesung.

Im Namen aller friedliebenden Wölfe-Fans möchten wir uns für das Verhalten der betreffenden Personen entschuldigen. Wir wollen weiterhin eine Atmosphäre von Respekt, Leidenschaft und sportlichem Miteinander schaffen.


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