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Wölfe schlagen sich im ersten Derby in Chemnitz selbst

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Schönheider Wölfe - © Eb Maedler
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Schönheider Wölfe – © Eb Maedler

Schönheide. (PM Wölfe) Knapp 1500 Zuschauer, davon gut 300 mitgereiste Wölfefans im Chemnitzer Küchwaldstadion.

Die Kulisse passte, das Ergebnis aus Schönheider Sicht leider nicht, denn wie schon in den Spielen zuvor stehen Aufwand und Nutzen in Bezug auf erspielter Torchancen bei den Wölfen in keinem guten Verhältnis. Nimmt man dann noch die völlig unnötigen Strafzeiten fünfeinhalb Minuten vor Schluss dazu, muss man konstatieren, dass sich die Schönheider Wölfe beim 2:5 (1:0, 0:3, 1:2) gegen die Chemnitz Crashers selbst geschlagen haben. Foto: Eb. Mädler /Schönheider Wölfee.

Dabei begann die Partie für die Erzgebirger gar nicht so schlecht. Im ersten Drittel klar spielbestimmend und schon nach knapp zwei Minuten durch den Treffer von Tomas Rubes mit 1:0 in Führung, waren es aber da schon die vergebenen Torchancen, wonach ein deutlicherer Vorsprung bis zur ersten Pause verdient gewesen wäre. Da ahnten die gut gelaunten Wölfefans aber noch nicht, dass ab dem Mittelabschnitt ein kompletter Bruch im Spiel der Schönheider kommen sollte. Noch so überlegen in den ersten zwanzig Minuten, ließen sich die Wölfe von der jungen Chemnitzer Mannschaft nach und nach den Schneid abkaufen, was einer so erfahrenen Mannschaft eigentlich nicht passieren darf. Schon 46 Sekunden nach Wiederbeginn sorgte Valentino Weißgerber für den 1:1-Ausgleich und keine sechs Minuten später hatten die Crashers das Spiel gänzlich gedreht, als Tobias Werner das 2:1 für Chemnitz erzielte. Die Wölfe hatten zwar auch weiter ihre Chancen, scheiterten aber entweder an Crashers-Goalie Kevin Kopp oder am eigenen Unvermögen. Letztendlich durften nur die Hausherren im zweiten Drittel noch einmal jubeln, als Valentino Weißgerber 40 Sekunden vor dem zweiten Pausentee gar auf 3:1 für die Chemnitz Crashers erhöhte.

Nach einer lauten Kabinenansprache von Wölfe-Coach Sven Schröder durfte man auf die Reaktion seines Teams im Schlussdrittel gespannt sein, doch so richtig wollte zunächst kein Spielfluss aufkommen, da auch die ständigen Unterbrechungen aufgrund des Nebels im Stadion ihren Teil dazu beitrugen. Trotz größerer Spielanteile dauerte es bis zur 51. Minute, ehe Florian Richter sein Team auf 3:2 heranbrachte. Das Momentum lag nun klar bei den Erzgebirgern. Gefühlt lag der Ausgleich in der nebligen Luft, wenn, ja wenn da nicht die zwei völlig unnötigen Strafzeiten gegen die Wölfe fünfeinhalb Minuten vor dem Ende gewesen wären. Es war in etwa so, als zieht man selbst im fahrenden Zug die Notbremse, denn anstatt noch etwas Zählbares mitzunehmen, kassierten die Schönheider in der 59. Minute und binnen 18 Sekunden durch den Doppelpack vom 17-jährigen Leon Zyla noch zwei weitere Gegentore zum 5:2-Endstand.

Wölfe-Coach Sven Schröder zeigte sich kurz nach dem Spiel natürlich angefressen: „Wir haben uns die Niederlage selbst zuzuschreiben, da wir uns ab dem zweiten Drittel den Schneid abkaufen ließen. So etwas darf einem erfahrenen Team, wie wir es sind, nicht passieren. Dann bekommen wir zwei identische Tore nach einem einfachen Bully und schlafen beim dritten Gegentreffer in der Verteidigung. Die dummen Strafen am Ende waren dann noch das I-Tüpfelchen. Jeder meiner Spieler muss sich selbst an die Nase fassen und hinterfragen. Wenn wir diese Fehler nicht minimieren, wird jedes Spiel schwer für uns.“ Die Chance, es im nächsten Spiel besser zu machen, haben die Schönheider Wölfe am Samstag, dem 28.10.23 beim Heimspiel gegen das Regionalliga-Team des ESC Dresden. Anbully ist um 17:00 Uhr im Schönheider Wolfsbau.






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