Home Deutschland Oberligen Oberliga Süd Selber Wölfe Wölfe machen es in Stuttgart unnötig spannend
Selber WölfeStuttgarter EC

Wölfe machen es in Stuttgart unnötig spannend

Stuttgart Rebels vs. Selber Wölfe 5:7 (1:1; 1:3; 3:3)

Share
© Pailine Manzke
Share

Die Selber Wölfe machten es durch individuelle Fehler bei ihrem Auswärtsspiel unnötig spannend.

Im ersten Drittel versäumten es die Porzellanstädter, ihre Überlegenheit in eine klare Führung umzumünzen. Nach zwischenzeitlichem Rückstand lagen die Wölfe dann zum Ende des mittleren Spielabschnitts völlig verdient mit zwei Treffern in Front. Dann wurde es allerdings vogelwild: Stuttgart drehte die Partie erneut durch drei Tore in knapp zweieinhalb Minuten. Die Wölfe schüttelten sich kurz und legten ihrerseits noch einmal drei Treffer nach, sodass sie dann doch noch mit einem Sieg im Gepäck die Heimreise antreten konnten.

Wölfe bringen Überlegenheit nicht aufs Tableau

Die Selber Wölfe starteten trotz der langen Anreise gut in die Partie und hatten durch Kuqi in der vierten Minute die erste Großchance. Der Schuss fand den Weg aber nur ans Torgestänge. Drei Minuten später war es erneut Kuqi, der Torgefahr ausstrahlte, jedoch abermals nicht von Erfolg gekrönt wurde. Kurz darauf musste Lahtinen einen harten, aber nach Ansicht der Unparteiischen fairen Check einstecken. Die Wölfe antworteten auf diese Aktion mit dem Führungstreffer: Tabert bediente den mitgelaufenen Gauch, der den Puck platziert zum 0:1 ins Tor setzte. Die Wölfe bestimmten weiter das Spiel, Stuttgart kam nur zu wenigen Entlastungsangriffen. In der 18. Minute war es dann aber Pronin, der in Überzahl den zu diesem Zeitpunkt schmeichelhaften Ausgleich für die Rebels erzielen konnte. Zuvor hatte Müller zwar die Scheibe erobert, sein Befreiungsversuch blieb aber bei einem Gegenspieler hängen.

Schutz-Doppelpack bringt die Führung

Nach Chancen durch Lahtinen (dreimal) auf Selber Seite sowie Geidl und Gorontzy-Slack auf Stuttgarter Seite war es Root, der einen Fehler von Kuqi in der eigenen Zone eiskalt bestrafte und durch seinen Treffer zum 2:1 den Spielverlauf vollkommen auf den Kopf stellte. Die Wölfe blieben aber ruhig und glichen – nachdem kurz vorher Pauker noch ein Zuspiel von Lahtinen verpasst hatte – den Spielstand durch Spitzner wieder aus. Gelke hatte vorher die Scheibe gut gegen zwei Rebels behauptet und seinen Sturmkollegen mustergültig bedient. In der 34. Minute war es Schutz, der von Lahtinen geschickt wurde und seine Farben wieder in Führung brachte. Quasi mit der Pausensirene schlug der Selber Topscorer erneut zu: Gelke gewann ein Anspiel in der Angriffszone und Schutz hämmerte die Scheibe per Direktabnahme zum 2:4 in die Maschen.

Verrückter Schlussabschnitt

Im Schlussabschnitt überschlugen sich förmlich die Ereignisse. Zunächst waren es die Gastgeber, die mit drei Treffern innerhalb von 142 Sekunden einen 2-Tore-Rückstand in eine Führung drehten. Doch nur eine halbe Minute später glich Pauker nach feiner Einzelleistung erneut aus. Selb sortierte sich nun wieder und nutzte ein Powerplay in der 58. Minute durch Schutz per Direktabnahme zum erneuten Führungstreffer an diesem Abend. Stuttgart setzte nun alles auf eine Karte und nahm den Torwart zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis. Dies nutzte Kuqi 50 Sekunden vor Spielende als er allen Gegenspielern enteilt war und den Puck zur endgültigen Entscheidung einnetzte.

Mannschaftsaufstellungen und Statistik

Stuttgart Rebels: Vieregge (Rödel) – Ritter, Montgomery, Kirchhoff, Fischer, Renke, Holden, Yamak, Hess – Geidl, Blais, Lammel, Bloem, Gorontzy-Slack, Poncelet, Herm, Fa. Renner, Pronin, Fl. Renner, Root, Kreps
Selber Wölfe: Wiens (Weidekamp) – Müller, Tramm, Gauch, Raab, Kassay-Kezi, Hördler – Kuqi, Nemec, Valasek, Pauker, Lahtinen, Schutz, Spitzner, Gelke, Tabert, Klughardt, Ziesche, Bauer
Tore: 9. Min. 0:1 Gauch (Tabert, Gelke); 18. Min. 1:1 Pronin (Poncelet, Gorontzy-Slack; 5/4); 27. Min. 2:1 Root (Kreps, Kirchhoff); 28. Min. 2:2 Spitzner (Gelke, Tabert); 34. Min. 2:3 Schutz (Lahtinen, Pauker); 40. Min. 2:4 Schutz (Gelke; 5/4); 49. Min. 3:4 Gorontzy-Slack (Kirchhoff, Fischer); 50. Min. 4:4 Poncelet (Bloem, Gorontzy-Slack); 51. Min. 5:4 Montgomery (Fl. Renner,
Hess); 51. Min. 5:5 Pauker (Schutz, Gauch); 58. Min. 5:6 Schutz (Lahtinen, Spitzner; 5/4); 60. Min. 5:7 Kuqi (Müller, Gelke; empty net)
Strafzeiten: Stuttgart 6, Selb 8
Schiedsrichter: Anselm, Singaitis (Schwebius, Krumpholz)
Zuschauer: 507

Auch interessant:
Kader & Gerüchte DEL 2026/2027

Kader & Gerüchte DEL2 2026/2027

Folgt uns


Share

Eishockey-Magazin TV

Sportfoto-Sale - die Fotodatenbank für Print- und Onlinemedien
! NEU ! Immer mehr Nutzerinnen und Nutzer haben den WhatsApp-Kanal von Eishockey-Magazin.de abonniert. Melde dich jetzt an und erhalte regelmäßig aktuelle Nachrichten!

GHZD

! WICHTIG ! Auch in Zukunft: Keine +Artikel, Abo-Modelle oder Bezahlschranke! - Eishockey-Magazin.de eröffnet Kanal für freiwillige Zahlungen - Hintergrund und wie man spenden kann
Related Articles
Selber Wölfe

Generalprobe vor dem Ernstfall: Wölfe testen zum Abschluss der Vorbereitung gegen Amberg und Höchstadt

Selb. (PM Wölfe) Der Saisonauftakt rückt näher: Mit den Auswärtsspielen bei den...

IceFighters LeipzigSelber Wölfe

Selber Wölfe zeigen trotz erneuter Niederlage Reaktion

Selb. (PM IceFighters) Die Selber Wölfe zeigten sich im Vergleich zur Heimniederlage...

IceFighters LeipzigSelber Wölfe

Ein Abend zum Vergessen für die Selber Wölfe

Selb. (PM Wölfe) Alles andere als ein Leckerbissen war das Testspiel der...

EC Bregenzerwald Hockey TigersStuttgarter EC

Stuttgart gewinnt turbulentes Duell bei den Hockey Tigers mit 7:5

Dornbirn. (PM Hockey Tigers) Der HC Tigers und die Stuttgart Rebels haben...