Schönheide. (PM Wölfe) Einen Tag nach dem deutlichen 9:1-Heimerfolg stand für die Schönheider Wölfe am Sonntagabend Spiel 2 der Best-of-5-Halbfinalserie bei den Chemnitz Crashers auf dem Programm.
Wie erwartet entwickelte sich das zweite Derby zu einer deutlich engeren, intensiveren und emotionaleren Begegnung als noch am Vorabend.
Vor 1.130 Zuschauern in der Chemnitzer Eissporthalle, darunter erneut rund 300 lautstarke Fans aus dem Erzgebirge, lieferten sich beide Teams ein umkämpftes Halbfinalduell, in dem die Wölfe zwar über weite Strecken die besseren Torchancen besaßen, die Gastgeber jedoch mit großem Einsatz dagegenhielten und die Partie bis zum Schluss offen gestalteten. Erst in der Verlängerung fiel die Entscheidung, mit dem glücklicheren Ende für Schönheide. 3:2 (1:1, 1:1, 0:0, 1:0)
Die Hausherren erwischten den besseren Start und nutzten gleich ihre erste Überzahlsituation konsequent aus. Nach acht Minuten brachte Fabian Kießling die Chemnitz Crashers im Powerplay mit 1:0 in Führung. Die Wölfe benötigten einige Minuten, um ihren Rhythmus zu finden, steigerten sich jedoch zunehmend und kamen schließlich zum verdienten Ausgleich. In der 14. Spielminute war es Regionalliga Ost-Topscorer Tomas Rubes, der eine Schönheider Druckphase erfolgreich abschloss und zum 1:1 traf.
Auch im zweiten Drittel blieb das Spiel hart umkämpft. Chemnitz nutzte eine Unaufmerksamkeit in der Schönheider Defensive und ging durch Matyas Caloun in der 22. Minute erneut mit 2:1 in Führung. Die Mannschaft von Coach Sven Schröder ließ sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen und erspielte sich weiterhin die klareren Möglichkeiten. Der erneute Ausgleich fiel schließlich im Powerplay. Florian Heinz verwertete eine Überzahlsituation in der 35. Minute zum 2:2 und stellte damit den Spielstand wieder auf Anfang.
Zu Beginn des Schlussdrittels wurde es noch einmal besonders brenzlig für die Gäste aus dem Erzgebirge. Nach einer Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Stefan April mussten die Wölfe eine fünfminütige Unterzahl überstehen. Dabei agierte Schönheide zeitweise sogar zwei Minuten in doppelter Unterzahl. Mit großem Einsatz, hoher Laufbereitschaft und einem starken Defensivverbund inklusive Torhüter Kevin Kopp überstanden die Wölfe diese kritische Phase jedoch ohne Gegentor, eine Szene, die sich im Nachhinein durchaus als spielentscheidend erweisen sollte. Im weiteren Verlauf des dritten Drittels nahm die Intensität weiter zu. Beide Teams schenkten sich nichts und unterstrichen die emotionale Derbyatmosphäre. Die Wölfe erspielten sich zwar Vorteile, scheiterten jedoch mehrfach am Chemnitzer Schlussmann Ondrej Kufa und an der eigenen Chancenverwertung. So blieb es nach regulären 60 Minuten beim 2:2-Unentschieden.
In der Verlängerung übernahmen die Schönheider sofort die Kontrolle und suchten die schnelle Entscheidung. Diese fiel schließlich in der 64. Minute. Erneut war es Tomas Rubes, der seine starke Leistung des gesamten Wochenendes krönte und mit seinem zweiten Treffer des Abends das entscheidende 3:2 markierte.
Mit dem hart erarbeiteten Auswärtssieg sichern sich die Schönheider Wölfe die 2:0-Serienführung im Halbfinale. Damit hat das Team am kommenden Samstag, den 07.03.2026 um 17:00 Uhr, im heimischen Wolfsbau erstmals die Möglichkeit, mit einem weiteren Erfolg den Finaleinzug perfekt zu machen.
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